Kurzbeschreibung
Spannender Thriller auf den Spuren von Hitchcock und Polanski! Der wohlhabende Architekt Félix befindet sich nach der Trennung von seiner Freundin in einer schweren Lebenskrise. Bis eines Abends ein mysteriöser Fremder vor seiner Türe steht und ihn bittet, sein Telefon zu benutzen. Félix gewährt dem Fremden Einlass und zieht sich während des Telefonats in ein Nebenzimmer zurück. Als er ins Wohnzimmer zurückkehrt, scheint der Mann wie vom Erdboden verschluckt. Anfangs hält er es nur für Gehirngespinste, doch nach und nach geschehen merkwürdige Dinge in seiner luxuriösen Stadtvilla: Nachts hört er Schritte, findet eingedrückte Kopfkissen vor, und alles sieht so aus, als habe er einen ungebetenen Gast... Der Geheimtipp vom Fantasy Filmfest 2005: Ein ungemein spannender Thriller auf den Spuren von Hitchcock und Polanski.
Movieman.de
"Uncertain Guest" ist ein origineller Thriller, der in der ersten Stunde außergewöhnlich spannend ist und auch einen feinen Humor präsentiert, der angesichts der irren Situation aufkommt. Nach einer Stunde nimmt der Film eine merkwürdige Wende, die man sich nur schwerlich erklären kann. Er fordert den Zuschauer auf, sich mehr Gedanken zu machen und so ergeben sich verschiedene Interpretationsansätze, die richtig oder falsch sein mögen, aber zumindest das Publikum fordern. Angesichts der Doppelrolle von Monica Lopez und dem Kontrast der zwei Hälften dieses Films könnte man vielleicht am ehesten argumentieren, dass dies eine Metapher für obsessive Liebe ist, die danach trachtet, das Objekt der Begierde bei sich zu haben, ohne dass es die Möglichkeit erhält, sich dazu zu entscheiden, den Liebenden zu verlassen. "Uncertain Guest" ist ein cleverer Film von Lynchesken Ausmaßen, der der Geradlinigkeit bald abschwört und stattdessen in eine ganz eigene Welt abdriftet. Fazit: Faszinierender Thriller
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild hat Probleme bei Farben, Kontrast und Schärfe, der Ton ist sehr zurückgenommen. Das Bonusmaterial ist leider pure Oberflächeninformation.
Bild: Der Film versprüht eine sehr kalte Atmosphäre, was mit den bläulich-grünen Farben einhergeht. Auf Grund der verwendeten Filter wirkt das Bild auch sehr blass und schal. Am störendsten an diesem Film ist jedoch der Kontrast. "Uncertain Guest" spielt zu einem großen Teil in einem dunklen Haus (warum macht Felix nie das Licht an?), weswegen ein guter Schwarzwert und ein gut tarierter Kontrast lebensnotwendig gewesen wäre. Das ist hier jedoch nicht gegeben. Stattdessen hat man schwebende Köpfe, riesige Schwarzflächen, die alles verschlingen und dergleichen mehr (00:30:33 oder 00:51:53). Felix' Gesicht ist hier das einzige, was man in einem Meer aus Schwarz noch wahrnehmen kann. Die Kompression ist nicht ganz unauffällig (01:01:23), Rauschen ist dafür nur in moderatem Maße vorhanden. Die Schärfe könnte insgesamt etwas besser sein und lässt zu oft einen zu weichen Eindruck zurück.
Ton: Beide Tonspuren sind für den Film durchaus angemessen, aber dem Inhalt entsprechend auch sehr ruhig. Es gibt nicht viel Musik, die über die Surroundkanäle aktiviert werden könnte. Stattdessen hört man hier nur vereinzelte Effekte, die vor allem im ersten Teil des Films wirken, wenn Felix glaubt, jemand sei in seinem Haus. Die Dialoge sind sauber und gut zu verstehen.
Extras: Neben dem Trailer und einer Bildergalerie gibt es ein kurzes Making Of, das zwar Einblicke in die Entstehung gibt, aber bei der Interpretation des Films auch nicht hilft. --movieman.de