Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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59 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Oberflächlich emotional inszenierter Film, dem es an echter Überzeugungskraft leider mangelt, 4. Oktober 2009
Weißrussland 1941: Die Bielski-Brüder Tuvia (Daniel Craig), Zus (Liev Schreiber) und Asael (Jamie Bell) überleben nur knapp eine Säuberungsaktion, von mit der Wehrmacht kollaborierenden weißrussischen Soldaten. Dabei werden die anderen Familienmitglieder der drei Brüder ermordet. Diese fliehen in die Wälder, ohne einen Plan zu haben, wie es weitergehen soll. Aber irgendwie ergibt sich dabei alles von selbst: Denn immer mehr überlebende Juden treffen von den umliegenden Farmen und Dörfern ein. Hatten die Beleskis zunächst nur das eigene Überleben im Sinn, tragen sie nun die Verantwortung für viele andere Verfolgte. Als es zum Streit zwischen Tuvia und Zus kommt, schließt sich dieser mit einigen Anderen russischen Partisanen an und Tuvia trägt nun nahezu alleine die Verantwortung für rund 1200 Menschen. Dabei wohlwissend, dass der strenge russische Winter kommt und auch die Wehrmacht immer näher rückt...
Wer Filme von Edward Zwick kennt, weiß das er ein Gefühl für kraftvolle Bilder in Verbindung mit einer massentauglichen Simplifizierung hat. Dadurch gelingt es ihm doch in seinen Filmen, wie Blood Diamond (Einzel-DVD) oder Last Samurai [Blu-ray] noch die schwerste Kost dem Zuschauer möglichst bekömmlich zu servieren. Aber Afrika und Asien sind für den einfachen Zuschauer weit weg und da mag Zwicks "Filmkunst" zu zünden. Aber eine Geschichte, die knapp 70 Jahre zurückliegt, in Europa spielt und echtes Potential enthält, zu einem besseren "Jugendherbergsdrama" umzufunktionieren, ist leider nicht wirklich überzeugend gewesen.
Zwar gelingt es Zwick aus einer Story, die voller Tragik, Leid, Kampf und der leisen Hoffnung ist und zudem noch einen interessanten Bruderkonflikt zwischen Zus und Tuvia enthält, ein Geschichtchen zu malen, dass anschneidet, aber nicht ernstlich vertieft und damit leider meilenweit von Filmen, wie bspw. Schindlers Liste (2 DVDs) entfernt ist.
Nicht das man "nicht darüber geredet hätte", bei "Unbeugsam - Defiance" ist eigentlich alles drin im Menü, um einen intensiven und authentischen Film zu drehen. Nur die gezeigten Bilder, in bester Robin Hood-Idylle, reichen niemals an das, was die Menschen damals wirklich erleben mussten. Die Darsteller wirken ohne echte Überzeugungskraft. Daniel Craigs Figur versucht zwar regelmäßig eine gewisse Tiefe zu erreichen, doch wirkt das ganze sehr als aufgesetzt. Gleiches gilt für Jamie Bell, wobei dieser mehr am Lustwandeln ist. Einzig Liev Schreibers Figur vermag meiner Meinung nach noch am ehesten zu überzeugen. Auch wenn Daniel Craig, wahrscheinlich aufgrund der größeren Gage, mehr Leinwandzeit bekommen hat. So strahlen Schreibers Auftritte doch irgendwie einen Hauch von Authentizität aus. Die ansonsten keiner der anderen Darsteller glaubwürdig erreicht, geschweige den greifbar macht.
So stolpert den Film oberflächlich von einer Szene zur nächsten. Ganz wenigen Szenen gelingt es dabei eine gewisse Kraft zu entwickeln, wie den zweifelnden und kranken Tuvia oder den Mob der sich auf den gefangenen deutschen Soldaten stürzt. Diese Szenen stechen hervor, in einem im Mittelmaß versinkenden Film. Der nie die Intensität aufbaut, die er verdient gehabt hätte, geschweige denn Hinterbliebenen gerecht wird. Somit gebe ich ihm 3 Sterne für ein mittelmäßiges Actiondrama, dass dieser starken Geschichte inhaltlich nicht gerecht wird. Die Blu-Ray an Sich ist qualitativ absolut überzeugend.
Extras der Blu-Ray:
- Interviews (10 min.)
- Blick hinter die Kulissen (5 min.)
- Making-of - Rückkehr in den Wald (26 min.)
- Die Entstehung der Filmmusik (7 min.)
- Die Kinder der Partisanengruppe (13 min.)
- Die Überlebenden der Bieleski-Partisanen (2 Min.)
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Solide, aber nicht mehr!, 17. Oktober 2009
Defiance ging an den Kinokassen etwas unter und nachdem ich den Film nun zuhause gesehen habe, weiß ich auch warum.
Das Drama ist nett gemacht und hat mit Daniel Craig und Liev Schreiber zwei sehr gute Darsteller.
Auch sonst kann man an der Inszenierung nicht meckern. Der Film hat insgesamt gesehen eigentlich keine besonderen Kritikpunkte, allerdings auch keine wirklichen extrem positiven Höhepunkte.
Und genau das ist das Problem an Defiance. Man hat alles irgendwie schonmal in dieser Art in anderen Filmen gesehen. Der Film zieht sich mit seinen 130 Min teils auch ein bisschen und man hat das Gefühl, dass hier knapp 2 Stunden völlig ausgereicht hätten, um die Geschichte packend zu erzählen.
Insofern bleibt hier ein leicht überdurchschnittlicher Streifen, der gute Darsteller zu bieten hat, einen aber gefühlsmäßig nicht ganz so packt, wie man es vielleicht erwartet hätte.
Technisch gibt es an der Blu Ray absolut nichts auszusetzen. Das Bild ist fast immer extrem plastisch. Der leichte Blaustich ist stilbedingt. Man erkennt fast zu jeder Zeit, dass hier HD-Material vorliegt.
Ton und Extras der Scheibe sind ebenfalls sehr ordentlich.
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33 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bewegend und wehmütig und doch voller Hoffnung, 28. April 2009
Wegen dem charismatischen James Bond-Darsteller Daniel Craig habe ich mir diesen Film überhaupt angeschaut.
Der Typ ist echt Klasse! Er spielt mit einer emotionalen Hingabe und Leidenschaft wie kein andrer.
Der Film zeigt an sich eine unglaubliche aber wahre Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg, in der es um das Leben und ums Überleben, um Rache und Rettung geht. Der 2. Weltkrieg ist schon längere Zeit Geschichte, aber es schadet nie, wenn man sich so einen Film ansieht. Er regt zum Nachdenken an. Wie ein Anti-Kriegsfilm eben.
In sehr bewegenden, zum Teil recht heftigen Bildern wurde die Idee sehr gelungen umgesetzt. Die Geschichte der Bielski-Brüder (auch diese Rollen der Brüder wurden von klasse Schauspielern besetzt, die überzeugen) hat mich sehr berührt und der Film lässt einen nicht so schnell los. Das Spannende an diesem Film ist aber nicht oder nicht nur der historische Hintergrund. Es werden auch persönliche Konflikte und Zwänge deutlich gezeigt, die den ohnehin schon sehr emotionalen Film tief menschlich machen.
Deshalb mein Fazit: Anschauen und Nachdenken! Sehr zu empfehlen.
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