Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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51 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein zeitloses Meisterwerk.., 4. November 2002
Von Ein Kunde
Ich habe dieses Buch erstmals als Jugendlicher gelesen, und es hat bis heute nichts von seiner Faßzination verloren. Auf der Suche nach dem verschollenen Schwesterschiff landet ein schwerer Raumkreuzer der Erde auf dem scheinbar leblosen Planeten Regis 3. Die Besatzung ist vorsichtig, vertraut aber auf ihre hochentwickelte Technologie und die mächtigen Waffen ihres Kreuzers, des "Unbesiegbaren". Und doch...das ebenso gut ausgerüstete Schwesterschiff mit einer erfahrenen Besatzung ging auf Regis 3 spurlos verloren. Geschützt von Robotern und mächtigen Schirmfeldern macht man sich an die Erkundung des Planteten. Schließlich wird die "Kondor" gefunden, damit beginnt das Rätselraten um die Ursachen der Katastrophe jedoch erst. Von der Besatzung fehlt (bis auf eine Leiche im Hibernator) jede Spur, und die Räume der Kondor scheinen von Wahnsinnigen verwüstet worden zu sein. Das Puzzle scheint unlösbar, bis man auf die wahren "Herrscher" des Planeten trifft: Eine geheimnisvolle Art von Maschinen-Leben scheint sich in Jahrmillionen der Evolution auf Regis 3 entwickelt zu haben... Stanislaw Lem erzählt diese Geschichte spannend bis zur letzten Seite, und man grübelt quasi mit den Wissenschaftlern des Unbesiegbaren über die Geheimnisse von Regis 3 und das Schicksal der Kondor nach.Theorien werden aufgestellt und wieder verworfen..Soll man auf die Gefahr hin, das Schicksal der Kondor zu teilen, weiter nach Überlebenden suchen oder die Flucht ergreifen? Soll man den Kampf gegen die gefährlichen Kristall-Schwärme aufnehmen, oder soll man dass, was man nicht verstehen kann, nicht lieber in Ruhe lassen? Homo Sapiens ist bekanntlich dickköpfig, und so nimmt die Besatzung im Vertrauen auf ihre Antimaterie-Waffen und Energieschilde den Kampf auf. Am Ende müssen die Menschen jedoch feststellen, das die kristallartigen Maschinen-Wesen des Planeten in Jahrmillionen gelernt haben, mit jeder Bedrohung fertigzuwerden... Regis 3 behält den größten Teil seiner Geheimnisse für sich, und das macht den Reiz des Buches aus. Es gibt am Ende keine einfachen Erklärungen und Konzepte, und den Menschen bleibt angesichts einer völlig fremdartigen Lebensform (sofern es sich hierbei überhaupt um "Leben" handelt) nur der Rückzug. Ein faßzinierendes Buch, das auch bei mehrmaligem Lesen immer wieder zum Nachdenken anregt. Klasse Science-Fiction!
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sci-Fi intelligent, 16. Juni 2003
Der Unbesiegbare ist ein Sternenkreuzer, der zum Planeten Regis 3 geschickt wird, um einen zuvor verschollenen Sternenkreuzer zu finden und die Ursache seines Verschwindens zu erforschen. In der Tat wird das Schiff gefunden, und durch die Forschungsarbeit der Crew reift die Erkenntnis über die Unglücksursache - und darüber, dass man selbst der gleichen Gefahr ausgesetzt ist. Auch dieser Roman von Lem ist sehr intelligent erzählt und zeugt von der grossen Kompetenz des Autors im Bereich der Naturwissenschaften. Gleichzeitig ist das Buch sehr spannend zu lesen. Auf seinen 227 Seiten hält sich Lem nicht lange damit auf, vertieft auf seine Figuren einzugehen. Über deren Umfeld und Vergangenheit wissen wir nichts. Das Ausblenden persönlicher Hintergründe verfolgt Lem mit einer Konsequenz, die klar macht, dass es sich hier nicht um eine Unterlassung, sondern ein Stilmittel handelt. Fazit: Der Unbesiegbare ist absolut lesenswert. Im direkten Vergleich mit Solaris würde ich diesem Buch sogar den Vorzug geben, insbesondere wegen der Dialoge, die hier deutlich flüssiger zu lesen sind.
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50 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannende, intelligente Science-Fiction, 22. Januar 2002
Von Ein Kunde
Ein schwerer Raumkreuzer landet auf einem bislang unerforschten Planeten. Sein Auftrag: Die Suche nach dem verschollenen Schwesterschiff und dem Schicksal seiner Besatzung. Zunächst steht die Crew vor einem völligen Rätsel. Erst nach und nach, durch gemeinsame Anstrengung und Spekulationen, gelingt es den Wisseschaftlern und Technikern, zu einer möglichen Erklärung für den Untergang der ersten Expedition zu gelangen. Ihre Forschungen nach dem Geheimnis des Planeten führen sie 'zig Millionen Jahre zurück in eine Zeit, in der der Planet das unheimliche Erbe einer inzwischen längst ausgestorbenen Kultur antrat. Was sich seitdem ereignet hat und letztendlich zur Katastrophe führte, die schrittweise Rekonstruktion der Ereignisse unter extremen Bedingungen, sowie welche Kosequenzen für die Besucher von der Erde daraus zu ziehen sind, darum geht es in diesem Roman, der bis zum Ende spannend ist und dem Leser reichlich Spielraum zur eigenen Interpretation und Wertung läßt. Lem's Roman liefert die Definition von guter Science Fiction: Ein phantasievoll entwickeltes Gedankenexperiment, das auf wissenschaftlichen Hypothesen, Spekulationen und Erklärungsmustern basierend eine Geschichte erzählt, die letztlich einen allgemeingültigen Kern enthält. Das Thema, das sich hinter dieser spannenden Geschichte verbirgt, sind die Prinzipien der Evolution und die Frage nach dem Wesen des Menschen, seinen rationalen wie irrationalen Handlungsweisen, seinem Verhältnis zur Umwelt und der Entwicklung, die er in allen diesen Bereichen bereits durchgemacht hat, sowie nach den Potentialen und Grenzen seiner weiteren Entwicklung. Lem maßt sich keineswegs an, all diese Fragen beantworten zu wollen, vielmehr wird der Leser zum eigenen Denken angeregt. Durch die Konfrontation mit den Theorien und Entdeckungen der Crewmitglieder ist man veranlasst, selbst Position zu beziehen und diese stets neu zu überdenken. Das heißt: Auf subtile Art wird man an den Punkt gebracht, an dem sich die angesprochenen Fragen von selbst stellen. Lem gibt dem Leser gerade soviel fundierte Information, daß sie schlüssig interpretierbar ist, aber eben auf unterschiedliche Weise und auch nur bis zu einer gewissen Grenze, hinter der Spekulation auf dünnem Eis beginnt, bis man an die Grenzen des Begreifbaren oder Erklärbaren stößt. Läßt man sich auf dieses Gedankenspiel mit seinen Grundvoraussetzungen ein, so wird man auf hohem (nich nur Spannungs-) Niveau unterhalten ohne auf logische Widersprüche zu stoßen. Genial!
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