Ich habe das Spiel gekauft, weil ich
Rich Dad, Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen von Robert T. Kiyosaki gelesen und das Hörbuch
Reichtum kann man lernen gehört hatte.
Ich war von Anfang bis Ende begeistert, wie der Autor die Probleme und die Lösungen aufzeigt.
Mir war allerdings klar, dass man nicht reich wird, indem man ein Buch liest. Das gelesene und gehörte muss tief in Verstand und Herz eindringen und zu Handlungen motivieren.
Genau dies habe ich durch das spielen des Spiels erreicht. Es hat nicht nur bei mir einige Aha-Effekte ausgelöst, sondern wertvollerweise auch bei meiner Frau, die seither mit mir an einem Strang zieht. Sie hat begriffen, dass ein hohes Einkommen alleine niemals ausreicht, um aus dem Laufrad zu kommen.
Ich konnte auch einige gute Freunde davon überzeugen mitzuspielen. Das stösst natürlich unter vernünftigen Erwachsenen auf einigen Widerstand. Auch der Spielbeginn ist etwas zäh, bis die Spielneulinge verstanden haben, wie sie ihr Bilanzblatt ausfüllen und was die Ereigniskarten bedeuten. Nach einer Stunde spielen hat dann allerdings niemand mehr Lust aufzuhören. Das Spiel löst helle Begeisterung aus und jede vernünftige Zu-Bett-geh-Zeit wird über Bord geworfen, die Kinder dürfen noch einen zweiten Videofilm anschauen...
Ich freue mich auf jedes Mal, wenn ich eine Cashflow-Runde zusammenbekomme und jeder der das Spiel seither mit mir gespielt hat (immerhin schon 10 Freunde/Freundinnen), ist jederzeit dazu bereit mal wieder mitzuspielen.
Das Spiel ist für mich nicht nur Spaß und lernen, es ist darüber hinaus ein hervorragendes Werkzeug, Freunden und Jugendlichen den richtigen Umgang mit Geld beizubringen. Die Diskussionen während und nach dem Spielen sind hochinteressant. Das Spiel zeigt auf, wo die Spieler ihre Fehler im Leben machen. Danach sind Gespräche möglich, die man nicht für möglich gehalten hätte.
Das Spiel ist teuer, wenn man nur auf die Papiergeldscheine schaut (was will man's auch hochwertiger machen, als Monopoly). Hier gehts auch nicht darum, sich drei Stunden über einen hübsch gedruckten Geldschein zu freuen, sondern darum beim Spaß haben etwas zu lernen. Und das liefert das Spiel auf hervorragende weise. Ich denke, dass ein Spiel in kleiner Auflage höhere Produktionskosten hat und nicht zuletzt bezahlt man ja auch die Idee. Ich sage: Der Preis ist absolut gerechtfertigt. Wer den Preis scheut, kann ja mal bei anderen probespielen. Im Internet bin ich auf "Cashflow-Clubs" gestossen, die regelmässig spielen und ständig Mitspieler suchen. Ich kann das Spiel nur jedem empfehlen. Ich freue mich auf die nächste Runde und ich freue mich darauf, die Erweiterung (Cashflow 202) zu spielen.