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Unausgesprochen
 
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Unausgesprochen

Annett Louisan Audio CD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (98 Kundenrezensionen)

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Musik

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Produktinformation

  • Audio CD (21. Oktober 2005)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: 105Music (Sony BMG)
  • ASIN: B000BIC7YS
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (98 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 66.746 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Das große Erwachen
2. Torsten Schmidt
3. Chancenlos
4. Gedacht ich sage Nein
5. Eve
6. Läuft alles perfekt
7. Wo ist das Problem?
8. Er gehörte mal mir
9. Die Lösung
10. Der den ich will
11. Vielleicht
12. Widder wider Willen
13. Beerdigung
14. Ausgesprochen unausgesprochen
15. Was hast Du vor?
16. Fettnäpfchenwetthüpfen (Bonustrack)
17. Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt (Bonustrack)
18. Das grosse Erwachen (...und jetzt...) (Video)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Man nehme die Liedermacherqualitäten eines Reinhard Mey und die spielerische Wortgewaltigkeit einer Pe Werner, und mixe das Ganze mit dem schwül-dampfenden Sex einer blonden Lolita, die mit höchst erotisch säuselnder Kinder-Stimme erstaunlich reife Lebens-Wahrheiten besingt, für die sie eigentlich viel zu jung sein müsste. Dann hat man Annett Louisan, wohl eine der erfolgreichsten Newcomerinnen des letzten Jahres. War ihre Debüt-CD Bohéme schon ein großer Erfolg, das Nachfolgealbum Unausgesprochen ist wirklich der absolute Knaller.

Das Komponisten/Texter-Team um Annett Louisan hat ihr wieder eine ganze Reihe von Liedern auf die süße Stimme geschrieben, die man am Besten wohl als kuschelig abwechslungsreiche Bar-Musik bezeichnen kann. Intime, leise Songs, mal jazzig, mal bluesig, mal Walzer, mal Musette, mal Samba, mal Tango. Die Texte wechseln zwischen boshaft wie in "Torsten Schmidt" oder "Gedacht ich sage nein", melancholisch wie in "Chancenlos" oder "Vielleicht", wortspielerisch amüsant wie in "Eve" (kaum zu glauben, wie viele Worte auf "-iv" enden!), traurig wie in "Läuft alles perfekt", witzig wie in "Beerdigung". Annett Louisan seziert auch auf dieser CD wieder die Beziehung Mann-Frau mit treffenden und betroffen machenden Worten. In "Das große Erwachen" schildert sie auf den Punkt genau, was eine Frau alles macht, um einen Mann zu kriegen. In "Wo ist das Problem?" schildert sie die Frau, die ständig an ihrem Mann herumnörgelt, bis er geht, und die das dann gar nicht verstehen kann. In "Er gehörte mal mir" wird ein Typ beschrieben, der eigentlich weniger als Nichts darstellt, aber das heißt noch lange nicht, dass sie ihn einer anderen gönnt. Fazit: Die CD ist sofort auf Platz 1 meiner persönlichen Hit-Liste aufgestiegen. Selten haben mir auf einem Album ausnahmslos alle Songs so gut gefallen, dass ich mir die CD sofort noch mal angehört habe. Bei Annett Louisan passt einfach alles zusammen: Stimme, Musik, Texte, und die unaufdringlich perfekte Produktion. Annett Louisan hat etwas, was heute selten geworden ist: Persönlichkeit und Charisma. Die 15 Songs der CD haben mit dem derzeit angesagten "Sound" überhaupt nichts zu tun, und das macht sie zu etwas ganz Besonderem. Recht so und weiter so.

Für Amazon-Kunden gibt es von dieser CD Unausgesprochen eine spezielle Ausgabe, die sonst nirgends erhältlich ist. Da sind zum einen zwei Bonus-Titel, die es in sich haben. "Fettnäpfchenwetthüpfen" ist, wie der Titel schon verrät, die Aufforderung zum daneben benehmen: "ganz tief in den Nesseln steht mein Lieblingssessel, das schockt und kostet nicht viel" Und dann legt sie los, die niedliche Annett, und gibt dem Begriff "Mobbing" eine neue Bedeutung. Von einer ganz anderen Seite zeigt sich Annett Louisan auf Bonus-Titel Nr. 2: "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt", einst eine Paradenummer für die unvergessliche Marlene Dietrich. Was die Dietrich mit Erfahrung und rauchiger Stimme interpretierte, hört sich bei Annett Louisan natürlich ganz anders an. Verrucht kindlich und verführerisch naiv klingt es, wenn sie mit ihrer Lolita-Stimme singt "Männer umschwirr'n mich wie Motten das Licht, und wenn sie verbrennen, ja dafür kann ich nichts". Man glaubt es. Und zum Zweiten gibt es auf dieser speziellen amazon-Ausgabe der CD Unausgesprochen einen Videoclip zu sehen, und zwar das Video von "Das große Erwachen", ihres ersten Single-Hits aus dieser CD. Da kann man die attraktive Annett dann nicht nur hören, sondern auch in voller Aktion sehen. Und das lohnt sich allemal.

--Julia Edenhofer

Das Spiel wird zum raffinierten Rollenspiel, erfindungsreich und voller Nuancen. Nicht nur zwischen Frau und Mann und Mann und Frau, sondern auch das Verständnis zwischen Frauen unter sich. Die Stimme macht's auch hier: Ausdrucksvoll wie die einer Theaterschauspielerin, dennoch nicht bühnentechnisch routiniert. Denn Annett Louisan tut etwas weit Charmanteres: Sie "erzählt" die Lieder. Nicht "ihre" Geschichte, aber jede Menge eigene Geschichten.

Annett Louisans zweites Album "Unausgesprochen" pirscht zunächst leise und knüpft scheinbar nahtlos an das Debüt an. Schnell wollte sie es dem überraschend erfolgreichen Debüt folgen lassen. Die neuen Lieder waren zu einem großen Teil schon während der Tournee 2004 entstanden, manche schon vor Publikum präsentiert und unter spontanem Beifall ausprobiert. Es waren große Hallen und breite Bühnen, die Annetts Stimme mühelos ausfüllte: auch das eine kleine Überraschung nach dem Senkrechtstart. Standing Ovations und Begeisterung für eine Künstlerin, die eben nicht ein bloßes "Song-Wunder" war, sondern eine Performerin mit Charisma. Das hatte nicht jeder erwartet, vielleicht nicht mal alle ihre Fans.

In nur vier Wochen war das neue Album in groben Zügen aufgenommen. Klare Peilung, sehr genaue Vorstellung von dem, was werden sollte, beflügelte die Arbeit: Annett Louisan und ihr Texter/Produzent Frank Ramond sind inzwischen ein eingespieltes Kreativ-Team. Dennoch legten sie angesichts der musikalischen Grenzerweiterungen ein verblüffendes Tempo vor.

Samba, Tango und Walzer, Cooles, Chanson, Musette: Schon die gewachsene Stilvielfalt der Kompositionen reflektiert, dass Annett Louisan mit "Unausgesprochen" neue Pfade gehen will. Sie integriert eigene musikalische Vorlieben wie Jazz, probiert ungewohnte Arrangements und rhythmische Strukturen aus. Intensiver noch als auf "Bohème" spielt, entdeckt, seziert und präzisiert sie die Situationen und Figuren der Chanson-Geschichten. Manchmal ("Widder wider Willen") erinnert ihre lässige Prägnanz an Charles Aznavour. Das kommt nicht von ungefähr, das klassische Chanson ist die zweite große Liebe von Annett Louisan.

"Chancenlos" ist eine dieser Studien über ein Mädchen voller Liebe, aber ohne Glück. Präzise gezeichnet, ein wenig bitter, doch mit Sympathie, eine makellose Miniatur aus dem banal-bösen Teen-Leben, aber nicht ohne Hoffnung. Denn "Das Leben spielt auf Zeit, bis es gewinnt / grad wenn du brüllst und schreist, stellt es sich blind". Oder die prototypische, bestgehasste, überdrehte Freundin "Eve": Angetan und ausgefüllt mit einer ganzen Kollektion von Eigenschaften, aber nur wenig mehr dahinter. Hier geht's schon etwas sarkastischer zur Sache, der milde Blick verfinstert sich zur ätzenden Satire, distanziert und scharf geschossen. Ambivalente Gefühle: "Sie ist ... geschickt und effektiv / ich hasse sie abgrundtief", das Leben ist nicht einfach, dafür oft widersprüchlich und paradox.

Wie bei der giftigen Song-Begegnung mit einem penetranten "Torsten Schmidt" im Hinterkopf: Ein absurder, klitzekleiner Horrorfilm, der im zentralen Gedanken-Kino läuft. Verpackt in einen entspannten Train-Beat Rhythmus, garniert mit Akkordeon und Dobro, wird der zwischenmenschliche Schrecken locker ironisiert. "Es ist ein Spiel mit den eigenen Schwächen", sagt Annett Louisan über ihre neuen Lieder, "auch mit den unangenehmen Dingen. Gerade wenn etwas schief geht, ist es meist besser, es direkt auszusprechen und sich ein wenig darüber lustig zu machen."

Ganz anders dagegen "Wo ist das Problem?": Klarinette, Kontrabass, Piano, Tango-Noblesse mit minimalen Gesten, verrauchtes Tanz-Café. Und man wird Zeuge einer intimen Beziehungs-Tristesse, in der eine Frau so intensiv die Untreue ihres Partners imaginiert, bis sie schließlich wahr wird. Eine Momentaufnahme, eine typische Lebenssituation in kurzen Zeilen. "Unausgesprochen": Wie ein roter Faden zieht sich dieses Thema der verdrehten und widersprüchlichen Gedanken durch das Album - Gedanken, die keiner ausspricht, die aber dennoch das Handeln lenken. "Wo ist das Problem?" ist eines der Lieder (diesmal sind es mehr als auf "Bohème"), bei denen Annett Louisan als Co-Texterin mitwirkte. "Es ist die perfekte Mischung aus Franks und meinen Worten, die wirkt. Er ist rationaler, ich bin viel emotionaler, das ergänzt sich", erklärt sie. Ganz besonders effizient in einem Stück wie der "Lösung", das die vielleicht markanteste Schnittstelle der Veränderung vom ersten zum zweiten Album geworden ist.

"Dabei habe ich die Erfahrung gemacht", erzählt Annett Louisan, "dass unsere Fantasien viel schöner und nachhaltiger wirken, je mehr ich mich als Person zurücknehme. Ich lasse den Menschen ihre eigenen Dinge, die sie in ihrem Kopf haben. Dadurch behalten die Lieder ihr Geheimnis." Die Ironie, mit der Annett Louisan so gern jongliert, verlangt diese Distanz. Ein eleganter Drahtseilakt mit entsprechendem Mut zum Risiko, denn wo die Gesten sparsam werden, zählt jede Bewegung doppelt. "Ich mag es total, mit schweren Wörtern leicht umzugehen", sagt Annett Louisan. Schon wieder paradox? Nur auf den ersten Blick. Denn leicht sieht alles aus, das gelingt.

Tournee 2006:

01.02. Lüneburg Vamos

02.02. Hannover Theater am Aegi

03.02. Dortmund Westfalenhalle 2

04.02. Kassel Stadthalle

06.02. Göttingen Stadthalle

07.02. Osnabrück Stadthalle

08.02. Braunschweig Stadthalle

10.02. Dresden Alter Schlachthof

11.02. Chemnitz Stadthalle

12.02. Erfurt Alte Oper

13.02. Mannheim Mozartsaal

14.02. Nürnberg Meistersingerhalle

16.02. Stuttgart Hegelsaal

17.02. Frankfurt/M. Alte Oper

06.03. Düsseldorf Tonhalle

07.03. Kiel Schloss

08.03. Berlin Schillertheater

09.03. Berlin Schillertheater

14.03. Hamburg Laeizhalle

16.03. Bremen Glocke

17.03. Bamberg Konzerthalle/ Joseph-Keilberth-Saal

18.03. Saarbrücken E-Werk

31.03. Wien Halle F

01.04. Graz Orpheum

02.04. Salzburg Republic

04.04. Bern Bierhübeli

05.04. Zürich Kaufleuten

17.04. Köln Philharmonie


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Dieses Album ist ein Muss, 21. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unausgesprochen (Audio CD)
Nachdem ich mir Anfang des Jahres das Album "Boheme" gekauft habe, war ich hingerissen von der Stimme von Annett Louisan, vor allem aber von den Texten und der Musik. Jedes Lied war ein Meisterstück für sich und ich hatte gedacht (bzw. befürchtet), dass das wohl nicht zu wiederholen sei.

Umso gespannter war ich dann, als ich hörte, dass bereits jetzt, nach nur einem Jahr ein neues Album erscheinen wird. So stürzte ich mich also auf die Hörproben, die mir schon recht gut gefielen, aber um mir ein wirkliches Bild zu machen, habe ich dann natürlich dieses neue Album gekauft. Und das Unglaubliche ist passiert. Annett hat nicht nur das Niveau des Vorgängers gehalten, sie hat es sogar geschafft, dieses tolle erste Album noch zu toppen.

Noch mehr Bandbreite in den teils ironischen, teils nachdenklichen Texten und noch mehr Vielfalt in der Instrumentierung, das Ganze gepaart mit eingängigen und trotzdem abwechselungsreichen Melodien.

Wie schon bei ihrem ersten Werk hört man das Album vom ersten bis zum letzten Song genüsslich durch, um die CD dann automatisch wieder von vorne zu starten, weil man einfach nicht genug davon kriegen kann.

Dieses Album ist ein Muss, bitte bitte mehr davon!!!

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Beschwingt mit Anspruch, 29. September 2007
Von 
Guido Grigat (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Unausgesprochen (Audio CD)
Annett Louisans Musik hat nichts mit der von Grönemeyer oder den Helden gemein. Eher doch wohl mit Roger Ciceros Stücken. Man paare beschwingten Barjazz mit den letzten Alben von "Element of Crime" oder "Blumfeld" und übergieße das Ganze mit einer zuckerglasierten Stimme.

Irgendwo zwischen Kinderlied, Schmacht, verruchtem Chanson und Popperlen trägt Annett Louisan hier ein sehr schönes Album vor, das stellenweise in Songs eintaucht, wie man sie eher der "Münchener Freiheit" oder "Pur" zutraute (was ich gar nicht negativ meine), das stellenweise das hausgemachte Versprechen intelligenter, hintersinniger Texte nicht halten kann - das aber unterm Punkt überzeugt. Im Grunde genommen die exakte Fortsetzung des ersten Albums, ein kleines bisschen weniger amibitoniert vielleicht.

Wer genau hinhört, dem kommt viel Feinsinniges und Doppelbödiges zu Ohren - alle anderen können zu dieser Musik aber auch einfach einen Herbsttag auf dem Sofa verträumen oder gar die Fenster putzen. Das ist doch was.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Mein derzeitige Lieblings-CD, 11. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Unausgesprochen (Audio CD)
Wenn ich schon Bohéme immer wieder und wieder gehört hat so entwickelt sich die aktuelle Annett-Louisan-CD "Unausgesprochen" noch viel mehr zu einem Dauer-hörerlebnis. Bei den recht gemischten Kritiken habe ich die CD mit der durchwachsenen Erwartungen in den Player gelegt nur um dann festzustellen, dass ich gar nicht mehr vom Zuhören loskam. Die Texte spiegeln unglaublich viel Lebenserfahrungen wieder, alles getragen von diesen sparsamem Arrangments und "netten kleinen" Melodien. Durch die Musik wird dem Text und der spielerisch-ernst wirkenden Stimme von Annett Louisan genügend Platz gelassen, manchmal zum Schmunzeln anzuregen und manchmal auch eigene Erfahrungen wieder lebendig werden zu lassen. Eine ganz definitive Kaufempfehlung für jeden, der intelligente Texte und schöne Melodien abseits des aktuellen Popgedudels sucht.
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