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(Un)intelligent Design?: Warum Gott die Welt nicht schöpfen konnte. Eine Provokation [Gebundene Ausgabe]

Walter Weiss , Karl Edlinger
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Kurzbeschreibung

März 2010
Der Designer-Gott spukt durch die Hirne der Kreationisten - und der Schöpfer-Gott durch jene der an ihn Klammernden. Nun ist der Glaube an einen Gott (an viele Götter, je nach Religion) ja weitverbreitet und philosophisch argumentierbar, auch wenn dabei von falschen Prämissen ausgegangen wird, doch selbst Minus mal Minus ergibt Plus … Diesem Buch - geschrieben von einem agnostischen Biologen und einem atheistischen Philosophen - geht es aber gar nicht um Religion(en); es geht vielmehr darum, daß Evolution weder geplant, noch „designed“ und schon gar nicht zielgerichtet ist, ja, daß die Welt (unser Universum als eines unzählbarer Multiversa) weder geschaffen noch „geschöpft“ worden sein konnte: Weil damit sogar ein „Gott“ schlicht überfordert gewesen wäre - von intelligentem (oder besser: unintelligentem) „Design“ kann dabei schon gar keine Rede sein. Die Evolution ist weder das eine noch das andere - sie ist überhaupt nicht „designed“! Aber auch nicht zufällig! Vielmehr muß es in allen (!) Multiversa Evolution geben - ganz einfach, weil sonst das Eine-Alle (von den „Hoch“religionen als verzwergter „Gott“ denunziert) gar nicht sein könnte - und genau das kann ES nicht: nämlich nicht sein.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 572 Seiten
  • Verlag: Edition Va Bene; Auflage: 1 (März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3851672429
  • ISBN-13: 978-3851672428
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 6,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 997.396 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Karl Edlinger, Dr. phil. Mag. rer. nat. und Univ.-Lektor, geboren 1951 in Lilienfeld/NÖ. Studium der Zoologie, Botanik und Erdwissenschaften in Wien; nach Abschluß seiner Studien der Zoologie, Botanik und Erdwissenschaften 1975 Lehramtsprüfung für Biologie und Erdwissenschaften und ab 1976 Gymnasiallehrer in Wien. Dissertation über die Sinnesorgane von Meerschnecken und ihre Stammesgeschichte. Ab 1994 Tätigkeit am Naturhistorischen Museum, ab 1983 aktive Mitarbeit bei der Arbeitsgruppe Phylogenetik am Frankfurter Senckenberginstitut, dabei enge Kooperation mit Prof. W. F. Gutmann (gestorben 1997). Arbeiten über Organismus- und Evolutionstheorien, stammesgeschichtliche Entwicklung der Tiere, Funktionsbiologie, die biologischen Grundlagen der „Erkenntnis“ und Systemtheorie.

Walter Weiss, Dr. phil. Mag. rer. nat und Univ.-Lektor, geboren 1942 in Wien, war Philosophieprofessor an einem Wiener Gymnasium und fünf Jahre lang Univ.-Lektor an der Technischen Universität Wien für „Philosophie der Technik“. Fast 40 Jahre war er an der Wiener Urania als Erwachsenenbildner tätig - vor allem mit Philosophiekursen. Er hat bisher 66 Bücher veröffentlicht, ist P.E.N.-Mitglied und hat mehrerer Literaturpreise erhalten. Theodor-Körner-Preisträger. 1990 gründete er die Edition va bene. 2004 erschienen die Bücher „Universum und Bewußtsein - philosophisch-physikalische Gedanken zur Welt“ und 2007 „Das Rätsel Gravitation und seine naturphilosophische Lösung“, die er gemeinsam mit dem Physiker Erwin Kohaut verfaßte. 2005 folgten „Einstein und mehr“ und 2008 „Gott. Wozu“. Dieses verfaßte er gemeinsam mit dem Philosophen und Physiker Robert Hofstetter.

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5.0 von 5 Sternen Ein physikalischer Philosoph 25. März 2011
Von DieGans47
Leicht macht es der Autor dem Leser nicht! Für manche Kapitel bräuchte man einige Semester philosophischen Einführungsunterricht um den Ausführungen einigermaßen folgen zu können (z.B.: Bewußtsein ist kein Ding in der Raumzeit/Dem Nichts kommt Sein nicht zu/Die jeweilige Bandbreite des Möglichen bestimmt die Natur ihrer Klasse -ich weiß, Zitate aus dem Zusammenhang zu reissen ist unfair. Aber ich gebe es zu: ich habe oft keinen Zusammenhang erkennen können; ich bin eben philosophischer Analphabet). Zudem pflegt Weiss einen interessanten wengleich höchst verwirrenden Schreibstil: es gibt Kapitel in denen es mehr Rufzeichen (!) zwischen (!) den Worten (!) gibt als Satzzeichen (Eintragung ins Guinness beantragen!). Trotzdem bleibt noch viel Platz für jede Menge Fußnoten; manchmal nach jedem Wort eines Satzes. Diese greifen oft ganze neue Themenkreise heraus, sind eher leutselig geschrieben und zwingen den Leser zum Umdenken. Am Ende der Fußnote muss man sich wieder besinnen: was war eigentlich der Haupttext? Und warum stehen da soviele Rufzeichen?
Der Buchtitel ist meiner Meinung nach nicht ganz zutreffend, da sich die meisten Kapitel mit philosophischen Betrachtungen zu Gott, Welt, Religion und anderen - für mich zugegebenermaßen nicht immer erfahrbaren - Dingen befassen. Ich muss in meiner Wortwahl vorsichtig sein, denn zum Wort "Ding" hätte Weiss sicher einen Absatz oder zumindest eine lange Fußnote verfasst (Was ist "Ding" überhaupt? Gibt es das? Und wenn ja, ist es "wirklich"......).
Im ganzen Buch merkt man, dass Weiss Lektor an der TU-Wien war. Stellenweise liest sich das Buch wie eine Einführung in die Physik. Doch Vorsicht: Weiss ist selbstverständlich davon überzeugt, dass nur die Philosophie letztendlich Recht hat und die Dinge (schon wieder! Ich sollte meine Wortwahl überdenken) erklären kann. Großzügig teilt er uns mit, dass es keinen Urknall gegeben haben kann (weil nicht philosophisch begründbar), dass die Quantentheorie so nicht stimmen kann (weil es keine beweisenden Versuche gibt) usw. Doch Hoppla: alle philosophischen Gedanken entspringen ja auch nur dem Hirn, sind in philosophische Prinzipien eingebettet und prinzipiell unbeweisbar. Das kommt Weiss nicht in den Sinn. Und was macht er, wenn die Quantentheorie eines Tages doch bewiesen ist? Die Philosophie kann ja nur solange "philosophieren" solange die Naturwissenschaft nicht die betreffenden Kapitel bewiesen hat.
Mich stört auch die Bevorzugung der Gauss-Verteilung (in einem Kapitel). Es gibt soviel andere Verteilfunktionen, die mit Gauss schon überhaupt nichts gemeinsam haben. Schon Schüler lernen Poissonverteilungen und im Funkweg spielt beispielsweise das Hata-Okumura Modell der Signalausbreitung eine wichtige Rolle. Das sind aber exponentielle/logarithmische Funktionen. Weiss vermittelt mir überhaupt den Eindruck, dass er gerne Physiker wäre. Dazu würde aber sein Anspruch, die Philosophie über alles zu stellen, nicht so recht passen.
Zurück zum Titel: wer sich zusammenhängende Ausführungen zu einer Schöpfung (kann es laut Weiss ja gar nicht geben) bzw. Evolution wie etwa bei Kutschera Tatsache Evolution: Was Darwin nicht wissen konnte oder gar Dawkins Die Schöpfungslüge: Warum Darwin Recht hat erwartet, wird enttäuscht. Sehr gut fand ich aber dazu die Replik Weiss' auf Kardinal Schönborns Rede, in der dieser Evolution und Intelligentes Design gleichsetzen (!) versuchte. Das Buch ist eine kluge Hintereinandersetzung von verschiedensten Betrachtungen. Wer sich weiter informieren möchte wird so alle 10 Seiten ohnehin auf weitere Werke des Autors und seiner Mitautoren aufmerksam gemacht (natürlich in den Fußnoten!).
Trotzdem: lesenswert. Aber Achtung: Weiss ist deklarierter Atheist. Das wird viele, die nicht einmal ohne Religion geschweige denn einem Gott leben können, abstoßen.
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