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TOP 500 REZENSENTam 8. Dezember 2009
Dass man die Sänger dieser Aufnahme Anfang der 60er Jahre mit Glück tatsächlich live in der Metropolitan Opera New York hätte hören können, macht fast wehmütig. Es ist nicht nur die einzige Gesamteinspielung, die nicht eine einzigen schwächeren Solisten hat. Die meisten von ihnen gehören zu den allerbesten Darstellern ihrer Rollen überhaupt:

Dies gilt vor allem für Carlo Bergonzi, der als Riccardo seine eigene großartige Leistung in der zwei Jahre früher entstandenen Solti-Aufnahme wiederholt. Der eleganteste Stilist unter den Verdi-Tenören des 20. Jahrhunderts hatte hier eine seiner besten Rollen gefunden. Mir fällt nur ein gleichwertiger Interpret ein - Jussi Björling. Und bei diesen beiden ist es dann nur noch die Frage, welche Stimme einem besser gefällt - der weiche Streicherklang des Schweden oder das metallisch-kernige Organ des Italieners.

Leontyne Prices volle, dunkel glühende Stimme wirkt im Vergleich zu Bergonzis schlank geführten Stimme sehr üppig, was aber einen ganz eigenen Reiz hat. Ihre Amelia wird von Seelenqualen fast zerrissen, ohne dass Price auch nur in die Nähe ihrer stimmlichen Grenzen geriete - anders als viele Konkurrentinnen. Eine unvergessliche Interpretation.

Dazu kommt der herrlich gesungene Renato von Robert Merrill. Was ihm im Vergleich zu Tito Gobbi an Dramatik fehlt, macht er durch große Stimmschönheit wieder wett.

Auch der Rest der Besetzung ist erstklassig, besonders Reri Grists quirliger Oscar, aber auch die sehr jugendliche Ulrica von Shirley Verrett.

Chor und Orchester begleiten ordentlich, wenn auch nicht mit der Präzision anderer Aufnahmen. Leinsdorf leitet routiniert, allerdings etwas schlampig und behäbig. Für den Maskenball - im Ton Verdis leichteste und komödiantischste Oper mit tragischem Ende - hätte ich mir etwas flottere Tempi und mehr rhythmische Stringenz gewünscht. Aber das ist auch der einzige Kritikpunkt an dieser sängerisch unangefochten besten Studioaufnahme der Oper überhaupt. Ganz große Empfehlung!
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am 5. September 2011
Die Leinsdorf-Einspielung von Verdis Maskenball (hier in der "Amerika-Version) ist im Laufe der Jahre zu einem Klassiker im Gesamtkatalog gereift und das zu recht, wie ich finde.
Musikalisch zelebriert Erich Leinsdorf mit dem RCA Orchester einen durchgehend transparenten Verdiklang, obwohl er manchmal doch den etwas zu großgeratenen Pinsel schwingt, wenn es um Dramatik geht.
Zudem sind die Solopartien ausnahmslos gut bis sehr gut besetzt. Das fängt an bei Leontyne Price, die ihren glutvollen Sopran mehr als einmal selbstzweifelnd schimmern lässt, eine Leonore der Extraklasse. Auch Carlo Bergonzi gibt mit natürlich-leichter Stimme einen Riccardo, der nahezu seinesgleichen suchen wird heutzutage. Als dritter im Bunde gibt Robert Merrill einen durchaus kraftvoll auftrumpfenden Renato, der aber auch zu sehr noblen Zwischentönen fähig ist.
Für die ausgezeichneten Comprimarii seien hier nur die locker-luftige Reri Grist als Page Oskar und de Charakterbaß-starke Ezio Flagello als Samuel angeführt. Einziger (gaaaaaanz kleiner) Wermutstropfen ist Shirley Verrett als Ulrica; sie singt sie durchaus gut, aber ein Contraalt, wie ich ihn gerne in dieser Rolle höre, ist sie eben nicht - aber das ist wirklich Meckern auf ganz hohem Niveau.
Alles in allem ist diese Aufnahme, deren Alter man ihr kaum anhört, wärmstens zu empfehlen.
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am 13. Januar 2011
Eine wirklich klassische und herausragende Aufnahme des Werkes. Sicher die beste Studioaufnahme. Es gibt keinen Schwachpunkt, Price, Bergonzi und Merrill sind erstklassig. Tatsächlich dirigiert Leinsdorf etwas matt und schlaff. Price singt ausladender und prächtiger als Callas, die allerdings stärker differenziert, Bergonzi ist genauer und subtiler als di Stefano und Pavarotti, die allerdings beschwingter und unbeschwerter agieren, was der Rolle zugute kommt. Für mich überragt diese Produktion die Aufnahmen Toscaninis, Mutis, Abbados, Soltis (beide) und Karajans weit und ist mit derjenigen Vottos in einem Atem zu nennen.
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am 29. Januar 2013
Verdis Maskenball ist eine Meisteroper, die über eine ganz individuelle "tinta" verfügt und herrliche Melodien, kunstvolle Ensembles, knallige Chorauftritte und eine Vielzahl von orchestralen Charakterisierungen der einzelnen Figuren bietet, also alles, was einen Opernfan und einen Verdis im Besonderen gefällt.
Wenn dazu noch eine Sängerschar aufgeboten wird, die in der Summe hervorragendes bis phantastisches leistet, und dies in Begleitung von einem Orchester und einem Chor auf sehr gutem Niveau, ist es kein Wunder, von den "guten, alten Zeiten" zu sprechen.
Carlo Bergonzi ist der Star der Aufnahme in einem "Starensemble" der Zeit: Mit seinem phantastischen Atem, der Kontrolle seines männlichen Tenors in jeder Tonhöhe, der wundervollen Fähigkeit zu einem mezzavoce selbst in hoher Lage, seiner Phrasierung und Nuancierung des Textes, seiner Attacke und kontrollierten Emission der balsamischen Töne auch in der Tophöhe, ist er neben Jussi Björling der perfekte Sänger des Riccardo. Was dem Schweden im Vergleich an südlich-warmen Farben fehlen mag, fehlt dem Italiener an letzter, prunkender Selbstverständlichkeit in der Tophöhe. Allerdings sind dies nur Anmerkungen für das feine Ohr, keine Kritik. Bergonzi ist in dieser Aufnahme schlicht perfekt, als Sänger sowie Darsteller, und insofern ein Meilenstein in der Diskographie dieser Oper!
Als Amelia verströmt Leontyne Price ihren üppig-berückenden Sopran, vor allem in der Mittellage mit einem unvergleichlichen Sexappeal, sowie einer zwar etwas luftigen, doch traumhaften Mezzofarbe. Welch ein unendlicher Genuss, dieser Stimme lauschen zu können, welche sich auf ihrem Höhepunkt befindet. Price gestaltet mit schönen Legato, breiter Phrasierung und einer sehr guten Identifikation mit der Rolle. In der dramatischen Scena des 2. Aktes gelingt ihr ein überzeugendes, spannungsvolles Rezitativ, die anschließende Arie bietet ihr die beste Chance, die Stimme frei und üppig strömen zu lassen, um schließlich dem hohen C zuzufliegen. Dies gelingt ihr überzeugend, wenn sie auch die Phrase nach dem C abbricht, statt weiterzusingen. Das C hat mittlerweile mehr Strahl und Sicherheit als noch ein paar Jahre zuvor, klingt jedoch im Vergleich gerade zur Mittellage etwas weniger üppig (Maria Callas kann sie bei der Gestaltung und totalen Verausgabung in dieser Scena nicht erreichen, dafür sind Stimme und hohes C um einiges schöner, balsamischer). Die von Verdi stets abverlangten tiefen Brusttöne erreicht sie natürlich, der Klang der Stimme ist allerdings nicht immer so schön, wie man es erwarten würde. Hier hat die Natur wohl der Schönheit ihres Organs eine gewisse Grenze gesetzt. Insgesamt ersingt sich Leontyne Price aber eine exponierte Stellung als Amelia, im Duett mit Riccardo ist gewissermaßen das Knistern der beiden Liebenden hörbar. Eine herausragende Leistung!
Robert Merrill verleiht mit seinem Klassebariton der Figur des Renato alles, was man sich wünschen kann: Ein kernig-männliches, dunkles Timbre, Biss, Gefährlichkeit, Legato, prunkvolle Höhe und die Fähigkeit, die Stimme zurückzunehmen, gerade bei den vielen Vorschriften Verdis eine selten anzutreffende Kunst heutzutage. Ihm gelingt der Wechsel zwischen dem treuen Freund hin zum Rächer an demselben allein über die Stimmfarben, und sein Organ bleibt selbst in den fortissimo zu singenden Phrasen wohlklingend und in der Resonanz. Für mich ist Merrill, trotz seines nicht immer modulationsreichen Singens, einer der souveränsten Sänger und besten Baritone seiner Zeit, die Stimme wesentlich italienischer als z.B. die von Sherrill Milnes.
Reri Grist singt mit ihrer technisch hervorragend geführten Stimme einen quirligen und überzeugenden Oscar. Das helle, schlanke Timbre ist rollendeckend, durch den Stimmsitz und die Tragfähigkeit der Stimme kann sie selbst in den Ensembles führen, wo sie das muss, eine optimale Leistung! Vergleicht man diese mit z.B. Kathleen Battle, erkennt man einen Klassenunterschied, vor allem in puncto Präzision und Intonation.
Bleibt noch als letzte Hauptperson mit einem immens wichtigen Auftritt in einer absolut packenden Szenenfolge Ulrica, gesungen von Shirley Verrett. Sie nutzt ihre Chance auf Basis der zündenden Musik Verdis hervorragend, gestaltet mit ihrem schlanken Mezzo schön und vor allem in der Höhe selbstbewusst aussingend. Ihr gelingen alle Töne sowie die Wechsel zwischen Brust- und Mittelstimme sicher, mir fehlt einzig das "dreckige", ältere, geheimnisvolle in der Stimmfarbe für diesen Charakter. Vielleicht war sie zum Zeitpunkt der Aufnahme einfach noch zu jung. Einer Simionato oder Cossotto kann sie daher insgesamt nicht das Wasser reichen, rein sängerisch betrachtet ist das aber natürlich eine sehr gute Leistung.
Erich Leinsdorf leitet das RCA - Orchester sowie den RCA - Chor. Angeblich stecken die Ensembles der Oper Rom dahinter, was beim Aufnahmeort in römischen Studios einleuchtend wäre. Die Leistung ist sehr gut, Italiener haben Verdi im Blut und das ist zu spüren. Leinsdorf gibt den Szenen die nötige Kraft, Farbe, Tempo und Knalligkeit, die man von einem Verdi erwarten darf. Die Chorauftritte sind souverän und stark, präzise und beeindruckend. Die von Verdi meisterhaft komponierten Begleitungen der Charaktere haben eine weite Spannbreite von wenigen Instrumenten bis zum vollen Orchester. Gerade die Instrumentation bei kleiner Begleitung, beim scheinbar gleichförmigen "hummtata", ist bei genauem Hinhören das geniale: Mit ganz wenigen Mitteln kann Verdi eine Szene grundieren, eben jene spezielle "tinta" erzeugen, wie das wenigen gelungen ist. Wenn dazu dann besondere Sänger/Innen diese Farbe aufnehmen und in ihre Phrasierung übernehmen können wie hier, dann entsteht Kunst und Opernglück. Verdi macht mit Kürze und sparsamen Mitteln seinem Antipoden Wagner auf seine Weise Konkurrenz, und glücklich ist der, der beides zu schätzen weiß.
Spannung, breite Farbpaletten, keine Angst vor den "Knalleffekten", Zeit für die italienisch-melancholische Phrase, das alles leistet Leinsdorf mit den Seinen: Bravourös durch Bergonzi, sinnlich-schön durch Price und herrlich männlich durch Merrill, Verdiherz, hier kannst Du glücklich werden!
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TOP 500 REZENSENTam 26. August 2015
Verdis "Maskenball" war schon immer ein Liebling der Plattenproduzenten, aber die Auswahl an wirklich überragenden Produktionen ist nicht sehr ergiebig. Zu nennen wären unter den historischen Arturo Toscanini (1953) und Angelo Questa (1954), wobei letztere eigentlich nur durch Tagliavinis Riccardo und Giuseppe Valdengos Renato Profil gewinnt sowie Antonino Votto (1956), der mit Maria Callas, Giuseppe di Stefano und Tito Gobbi schier unschlagbare Protagonisten zur Hand hat, und Abbados Aufnahme von 1980, die sängerisch durchweg zu überzeugen vermag und auch künstlerisch weit über das Mittelmaß hinausragt.
Erwähnen möchte ich noch ausdrücklich die erste Solti-Aufnahme von 1961 (Decca), in der bereits der großartige Carlo Bergonzi als Riccardo auftritt, die aber im übrigen mit Birgit Nilsson (Amelia), Cornell MacNeil (Renato) und der nicht mehr taufrischen Giulietta Simionato (Ulrica) ein nicht sehr homogenes Sängerteam zur Verfügung hatte.
Meine Lieblingsaufnahme bleibt aber seit ihrem ersten Erscheinen die hier wieder vorgelegte Produktion mit Leontyne Price, Shirley Verrett, Carlo Bergonzi und Robert Merrill in den Hauptrollen, die unter Erich Leinsdorf im Sommer 1966 in Rom mit Chor und Orchester der RCA Italiana entstand. Es handelt sich dabei fast ausschließlich um Kräfte des Opernhauses Rom, die von der Produktionsfirma RCA während der sommerlichen Spielpause zu Aufnahmen herangezogen wurden und dann unter diesem Namen auftraten.
Das hat einmal mit der gewohnt hervorragenden Leistung des Dirigenten zu tun, der sich wieder einmal als sehr einfühlsamer Begleiter des Ensembles bewährt. Aber auch die Sänger geben ihr Bestes: Leontyne Price als Amelia gestaltet mit ihren wunderbaren Stimme ein großartiges Rollenporträt, ihr Partner Bergonzi singt mit viel Geschmack und außerordentlicher Kultur, und auch Robert Merrill als Renato ist, was Stimmschönheit und Gestaltung anbelangt, nicht zu schlagen. Schließlich singt Shirley Verrett eine furchtgebietende Ulrica, die nirgends einen Schwachpunkt aufweist. Von den übrigen Mitwirkenden ein besonderes Lob an Reri Grists Oscar. Sie singt die etwas ausgefallene Rolle mit glockenklarer, fast knabenhafter Stimme.
Die Klangqualität der Aufnahme ist außerordentlich präsent und läßt ihr Alter kaum erkennen. Bedauerlich nur, daß das Libretto lediglich eine englische Übersetzung bringt. Ansonsten finde ich die Aufmachung der Serie "The Sony Opera House" schlicht gesagt scheußlich, sie wirkt, zumindest auf mich, alles andere als anziehend. Man sollte aber nicht den Fehler machen und die Verpackung mit dem Inhalt gleichsetzen.
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