Veronique Zbinden versucht hier mittels einiger geschichtlicher Hintergründe, die man in jedem Tattoo-Magazin findet, einen wissenschaftlichen Background für eine Bestandsaufnahme zu schaffen, die weder fundiert, noch neu ist. Die Zusammenhänge zwischen den "Primitiven" in Amerika und den Modern Primitives bedarf an und für sich schon allein aufgrund der Namensgleichheit keiner weiteren Erklärung. Trotzdem werden die Zusammenhänge breitgetreten.
In Folge werden die verschiedenen Piercings mehr schlecht als recht erläutert, die Darstellungen sind einerseits nicht vollständig, andererseits alles andere als graphische Meisterleistungen.
Einziger - wirklicher - Pluspunkt sind die Farbfotos in der Mitte des Buches...
Fazit: Für Piercing-Enthusiasten absolut nicht zu empfehlen, da keinerlei neue Informationen geboten werden. Für Unentschlossene ebenfalls nicht, da die Informationen eher abschreckend als informativ sind. Einzig für jemanden, der fest entschlossen ist, sich piercen zu lassen, könnte der Kauf dieses Buches in Betracht gezogen werden. Aber für eine Entscheidungsfindung reicht auch ein Gespräch mit dem Piercer Ihres Vertrauens. Und das ist gratis...