Jennifer Aniston der die Presse seit Jahren "vorschreibt" "ein Kind zu wollen", spielt in diesem Film tatsächlich eine Frau, die ein Kind will, noch dazu ohne einen passenden Partner zu haben. Ihr leicht neurotischer, hypochondrischer bester Freund Wally Mars (Jason Bateman) möchte ihr die Sache ausreden und ist so gar nicht begeistert, als Kassie auf die Suche nach dem passenden Sammenspender geht. Als sie diesen in dem sportlichen Angeber Roland (Patrick Wilson) findet und eine "Samenspenderparty" gibt, verliert Wally die Contenance, betrinkt sich und gibt selbst eine Samenspende ab. Aniston zieht mit dem Neugeborenen Sebastian in ihre Heimatstadt zurück, nach 7 Jahren allerdings wird ihr die Landidylle (die im Film nicht erzählt wird) zuviel und sie kommt nach New York zurück. Sie nimmt die Freundschaft zu Wally wieder auf, allerdings auch die zu Roland...
Obwohl es ein locker, leichter, lustiger - vorallem durch die tolle Nebenbesetzung von Jeff Goldblum und Juliette Lewis - Film ist, treibt er auch zum Nachdenken an. So nach dem Motto, ist es richtig, dass sich eine Frau ohne Partner auf einen wildfremden Mann einlässt, nur weil ein Kinderwunsch erfüllt werden will? Die Problematik, die viele alleinerziehende Mütter haben, wird auch in diesem Film nicht angezeigt; nämlich wie ernährt sie das Kind, wer passt drauf auf, wenn sie arbeiten muss, Geldprobleme etc.; all das gibt es in dem Film nicht, da Aniston gut verdient und die ersten 7 Jahre im Kreise der Familie nicht gezeigt werden. Das Apartement von Kassie ist top und sie findet auch gleich wieder einen Job in New York... Also für mich persönlich ein bißchen zu viel der heiligen Welt mit Kind.
Jason Bateman ist die eigentliche Überraschung in diesem Film. Er spielt diesen leicht neurotischen ausgeflippten Wally richtig gut; man nimmt ihm zu jedem Zeitpunkt die heimliche Liebe zu Kassie ab. Jeff Goldblum als herrlich überspannter Künstler ist wiedermal eine Bereicherung und erinnert etwas an seine Rolle in "Nine Months".
Viel Spaß!