Produktinformation
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| 1. Astronomy Domine |
| 2. Careful With That Axe, Eugene |
| 3. Set The Controls For The Heart Of The Sun |
| 4. A Saucerful Of Secrets |
| 5. Sysyphus 1-4 |
| 6. Grantchester Meadows |
| 7. Several Species Of Small Furry Animals Gathered... |
| 8. The Narrow Way Part 1-3 |
| 9. The Grand Viziers Garden Party (Part 1-3) |
Inhaltlich betrachtet handelt es sich hier um zwei völlig verschiedene Scheiben. Die vier live vorgetragenen Stücke, mittlerweile allesamt Klassiker des Psychedelic-Rock -- darunter eine sehr außergewöhnlich vorgetragene Version von "Careful With That Axe, Eugene" -- bestechen durch ihre Intensität und ihre Spährenhaftigkeit, die dennoch spannend bleibt, Psychedelic der allerersten Klasse, trotzdem noch verständlich.
Etwas schwieriger gestaltet sich Nummer zwei: Zwölf Stücke bzw. Geräusche. Jeder der Vier durfte sich kompositorisch zu einem Konzept austoben, was Erstaunliches zur Folge hatte. Zum Großteil war das Ergebnis experimentell und verwirrend, es finden sich unzusammenhängende Geräuschkulissen mit teilweise dumpfen Hintergründen, Musikfetzen und manchmal sogar Rhythmus, mehr E- als U-Musik.
Herausgenommen seien die zwei Kompositionen von Roger Waters, der später fast alle Lieder schrieb. Mit "Grantchester Meadows" gelang ihm ein wunderschönes Gitarrenstück, das sieben Minuten entspannt wie ein warmer Sommersonntag dahinplätschert, um dann in einen aberwitzigen elektronischen Zoo zu münden.
Für jeden Fan natürlich Teil der Sammlung, als erstes Pink Floyd-Album im Regal jedoch nur hartgesotten Experimentierfreudigen zu empfehlen.´--Felix von Vietsch
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
78 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meisterwerk? - Absolut!,
Rezension bezieht sich auf: Ummagumma (Audio CD)
Wer Pink Floyd nur von den späten LPs "A Momentary Lapse Of Reason" und "The Division Bell" kennt muss sich bei "Ummagumma" (1969) klar sein, dass Pink Floyd hier erst anfangen, wo Zeitgenossen wie die Beatles, Stones, Beach Boys oder Grateful Dead bei ihren kühnsten Klangexperimenten aufhörten. Erklärtes Ziel der Band war, die überkommenen Klischees der Popmusik wie radiotaugliche 3-Minuten-Songs und eingängige Refrains noch weiter aufzuweichen als auf den bisherigen Alben. Das ist den Pink Floyd auch meisterhaft gelungen.Vom funkensprühenden Psychedelic-Pop des genialen Debütalbums "The Piper At The Gates Of Dawn" schlugen die Floyd eine Entwicklung hin zu bis ins kleinste Detail ausgetüftelten musikalischen Epen ein, die nur noch flüchtig den Eindruck spontaner Jam-Sessions erweckten. Die "Studio"-CD des Doppelalbums "Ummagumma" ist mit ihren Bandeffekten und Einspielungen denn auch mehr ein "Film zum Hören" als jedes andere Werk der Band in den 60er Jahren. Die "Studio"-CD umfasst fünf Kompositionen, zwei von Roger Waters, je eine von den weiteren Bandmitgliedern. Gemäß den verschiedenen Temperamenten der vier Künstler beinhaltet die CD vier stark unterschiedliche Klangwelten. Keyboarder Rick Wright kreiert mit einer düsteren Piano-Improvisation für seinen "Sysyphus" eine Höllenvision, einen vom Synthesizer getragenen paradiesischen Garten, ehe er dem Drama mit einer regelrechten Klangmauer aus Orgel und Synthesizer ein monumentales Ende setzt. Bassist Roger Waters versetzt den Hörer mit "Grantchester Meadows" in die hochsommerliche Szenerie einer blühenden Flusswiese. Der lediglich von zwei akustischen Gitarren und Waters leisem Gesang getragene Song windet sich dabei so träge-gemütlich wie der besungene Strom - die Zeit scheint stillzustehen, der Hörer wird durch viele atmosphärische Effekte wie Vogelgezwitscher, dem Summen von Bienen, dem entfernteren Lärm spielender Kinder zum Teil des Werkes, das eher einem Gemälde als einem Song zu gleichen scheint. Diese Richtung wird auch durch den zweiten Waters-Song aufgegriffen, denn der radebrechende Titel "Several Species Of Small Furry Animals..." ist die exakte Beschreibung dessen, was man zu hören bekommt. Die Kakophonie aus Effekten und elektronischen Verfremdungen ist nicht nur technisch höchst beeindruckend, sondern auch ein in dieser Kompromisslosigkeit einmaliges Experiment. Und Waters als pathetische, unverständliche Reden schwingender Pikte ist einfach urkomisch. :-) Eher introvertiert macht Gitarrist David Gilmour mit seinem Epos "The Narrow Way" weiter. Hier dominiert freilich Gilmours Gitarre die Szenerie, mal akustisch-verträumt als trippige Bluesrock-Parodie ("Part One"), mal düster und bis zur Unkenntlichkeit verzerrt ("Part Two"). Das Finale "Part Three" hingegen weist mit seinem ausufernden Gitarrensolo bereits auf einen Weg hin, den Gilmour und die Band in späteren Jahren stilistisch beschreiten sollten. Nicht zuletzt wohl deshalb, weil Gilmour hier erstmals Tonangebend war und die übrigen Floyd ihren musikalischen Beitrag unter seiner Führung leisteten. Eine "echte" Soloarbeit stellt wieder der abschließende, ebenfalls dreigeteilte Song "The Grand Vizier's Garden Party" von Drummer Nick Mason dar. Im Grunde ein überlanges Drumsolo, ist "Grand Vizier" dermaßen abgefahren, dass man sich das Werk durchaus als musikalische Vorführung in einer Opiumhöhle des mittleren Orients vorstellen kann, in die die Flöten des Intros wie zu einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht einladen. Die "Live"-CD ist schlichtweg atemberaubend und gilt unter Fans als eine der besten Bühnenaufnahmen der Band - zu Recht. Pink Floyd gelang hier das Kunststück, den vier "klassischen" Songs von den ersten beiden LPs nicht nur eine neue individuelle Note zu verleihen, sondern die originalen Aufnahmen auch in punkto Dramatik und Komposition zu toppen. Alle vier Musiker setzen Maßstäbe und zeigen außergewöhnliche Leistungen - was für Live-Rock-LPs durchaus nicht selbstverständlich ist. Insbesondere "Careful With That Axe, Eugene" schlägt die ursprüngliche Version aus dem "Relics"-Sampler um Längen. Ziehe ich noch das 1971 entstandene Live-Video "Live at Pompeji" heran, so bin ich überzeugt, dass Pink Floyd Ende der 60er / Anfang der 70er Jahre den Zenit ihrer Schaffenskraft erreicht hatten. Es mag Platten geben, die avantgardistischer sind als "Ummagumma", gewiss. Doch darum geht es nicht. "Ummagumma" ist die beste Umsetzung der ursprünglichen Bandphilosophie, nach der die Musik, die Kreativität des Künstlers, im Zentrum des Interesses steht. Äußere Einflüsse wie der Druck, radiotaugliche und besonders eingängige Songs zu schreiben, haben hier außen vor zu bleiben. Damals wie heute hat "Ummagumma" nichts mit der Seichtigkeit der Hitparaden zu tun (obwohl sich das Album respektabel verkaufte). In "Ummagummas" kreativem Prozess fehlte die kritisch-ironische Brechung, die später zu einem Leitmotiv der Pink Floyd unter der Fuchtel von Roger Waters werden sollte, noch völlig. Das Album ist als experimentelle Musik zu sehen, die sich ihre Maßstäbe selbst erschafft. Genau das macht es zu einem der größten Werke von Pink Floyd. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pink Floyd mal ganz eigensinnig,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ummagumma (Audio CD)
"Ummagumma" ist das Paradebeispiel englisch- experimentieller Popmusik. Wo die Beatles mit "Revolution Number Nine" und "Tomorrow Never Knows" aufhörten, fängt "Ummagumma" an. Die erste Hälfte des Doppelalbums enthält Live- Aufnahmen der Pink Floyd- Klassiker: "Astronomy Domine" ist eine Verbeugung vor ihrem Begründer- Gitarristen Syd Barrett wie es ebenso ein Freischwimmen von seinem Schatten ist: Gilmours Gitarrensolo wirkt durch den Wah- Wah- Einsatz aggressiv hardrockig. Musikalischer Nervenkitzel sind die ausgewiesenen Gruppenkompositionen "Careful With That Axe Eugene", dessen Dynamik von zarten Mellotron- und Gitarrenmelodien bis zu Roger Waters gewaltigem Aufschrei reicht, sowie das musikalische Kriegsschaubild "A Saucerful Of Secrets", das Gilmours Gitarrenexplosionen zu Nick Masons Drumloop kombiniert und in Richard Wrights schaurig schönen Orgeleinsatz kulminiert. "Set The Controls For The Heart Of The Sun" ist hingegen ist ein Wechselbad aus mantrischen Trommelritualen und einer darauffolgenden, im pianissimo getragenen Exkursion von Gitarre und Orgel zu Alice in electronic wonderland - märchenhaft! Ein skuriles Notizbuch ihrer musikalischen Ideen ist die zweite Albumhälfte: Hier und da etwas halbgar, aber immer anregend und in seiner atmosphärischen Vielfalt bestechend. Roger Waters liefert mit "Grantchester Meadows" eine schöne Folkballade und macht im Anschluß darauf mit Tonbandcollagen in "Several Species Of Small Fury Animals" Ausflüge in die musique concrete, während David Gilmour einige gutgelaunt akustische Countrybluesanklänge in "The Narrow Way" beisteuert. Richard Wright schickt uns dann durch ein musikalischen Wechselbad von paradiesischen Naturklängen und brutalsten Orgel- Clustern. Nick Mason beendet den Reigen mit aberwitzigen elektronischen Variationen seiner Schlagzeugetüden. Ein Album ohne Konkurrenz!(Jedoch ungeeignet für Gelegenheitshörer, die nur "We don't need no education.." kennen!)
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43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ausflug in die Avantgarde,
Von sevenmileboots "sevenmileboots" (ludwigsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ummagumma (Audio CD)
Die Doppel-Lp ,Ummagumma' ist das erste Juwel der Nach-Barrett-Phase, das ohne Einschränkungen jedem Fan (und allen, die es werden wollen) empfohlen werden kann.LP 1 enthält Live-Tracks mit den vier Highlights der damaligen Zeit: ,Astronomy Dominé', ,Careful With That Axe, Eugene', ,Set The Controls For the Heart Of the Sun' und ,A Saucerful Of Secrets'. Alle Stücke haben Überlange und ufern in herrliche Sound-Impros aus, die den Hörer in eine spacig-gruselige Atmosphäre versetzen, seine Fantasie anregen und das Bewusstsein verändern. Alle Stücke klingen besser als die Originale auf den Platten, von denen sie stammen. Die Live-Arbeit hat sie wachsen und reifen lassen. Die junge Band hatte damals auch noch genug Zeit und Engagement, ihre Musik ständig zu verbessern. Die Musik ist ideal geeignet, gepflegt abzuhängen und in fremde Welten auszusteigen. Alles, was der Hörer braucht, ist Offenheit für seltsame Klänge und ein bisschen Geduld. LP 2 führt den eingeschlagenen Weg weiter, allerdings nicht ohne Gefahr, in allzu avantgardistische Gefilde abzudriften. Jeder der einzelnen Jungs konzentrierte sich dabei sozusagen auf sein Soloprojekt, deshalb tragen die jeweiligen Stücke ein eigenes Gepräge. Wright legt mit Sisyphos Part 1-4 die instrumentale Vertonung eines alten griechischen Mythos vor. Sisyphos ist der Mann, der als Strafe für seine Überheblichkeit in der Unterwelt immer wieder einen schweren Stein einen Hügel hinaufrollen muss, der dann wieder hinabrollt - intellektuell, avangardistisch und ziemlich ernst. Waters konterkariert seinen Folksong ,Grantchester Meadows' mit Geräuschen von rauschenden Bächen, auffliegenden Rebhühnern, dem Bellen von Füchsen und legt mit ,Small Furry Animals ..' eine Hammer-Collage vor, die elektronisch erzeugte Klänge mit Geräuschen kombiniert. Was hier genau geschieht ist unklar - jedenfalls treffen sich kleine Pelztiere zu einer Versammlung im Wald, um dort der Rede eines Neandertalers zu lauschen. "And the wind cries Mary .." - völlig skurril und abgedreht, aber humorvoll und inspirativ. Gilmour versucht sich zum ersten Mal selbständig als Composer und zeigt mit ,The Narrow Way', was an Qualitäten in ihm steckt. Es beginnt mit einer Folkpicking-Fahrt ins Grüne, die mehr und mehr in enge Gefilde gerät (klasse gemacht mit dem Slide!) und schließlich im tiefen dunklen Wald landet (die Musik wird verzerrt und düster). Schließlich endet die Fahrt und mündet in den Songteil, der wie eine Mischung aus ,House Of Rising Sun' und ,More'-Psychedelia daherkommt. Fantasieanregend und atmosphärisch ist das auf jeden Fall! Mason benutzt seine Drums und verschiedene Percussions-Instrumente dazu, das Geplänkel während einer Garten-Party darzustellen, bei der sich immer wieder vorlaute Stimmen zu Wort melden, ohne wirklich etwas zu sagen zu haben. Das Experiment endet mit einem eher konventionellen Drum-Solo. Respekt! Fans, die eher auf einprägsame Songs fliegen als auf Experimente, werden es wohl mit ,Ummagumma' nicht leicht haben. Anderen wird das Werk vielleicht den Zugang zu ähnlichen Versuchen in der sogenannten E-Musik öffnen (so wie damals viele E-Musik-Hörer anfingen, Rockmusik interessant zu finden). Die Platte kann den Horizont erweitern und trotzdem eine Menge Spaß machen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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