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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
74 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unverzichtbarer Dialog - aber wie?,
Von Peter Harms "harms-barienrode" (Barienrode, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Umgang mit psychotischen Patienten (Taschenbuch)
Thomas Bock hat ein feines, ein sehr gehaltvolles Buch auf weniger als 150 Seiten geschrieben.Es ist sicherlich auch ein Stück die Quintessenz seiner reichhaltigen Erfahrungen im Umgang mit psychotisch reagierenden Menschen, die Heinar Kipphardt einmal als (...) "eine Art anderer menschlicher Entwurf" charakterisiert hat. Für diese anderen Entwürfe menschlicher, zumeist ungeplanter Lebensentwürfe, zeigt sich Bock durchgehend offen und interessiert. Er gibt sich mit vielen Lehrmeinungen der Schulmedizin nicht zufrieden und ist quasi stellvertretend für viele Betroffene schreibend u n d praktisch tätig. Er gibt ihnen ihre Sprache ein Stück weit wieder zurück und jongliert dabei nicht mit einfachen Rezepten. Das bio-medizinische Modell ist ihm zu reduktionistisch; hier möchte und will er ganz entschieden Erweiterungen integriert sehen. Dafür beschreibt er eine Reihe von Beispielen und Fallgeschichten, die deutlich machen, wie unerhört wichtig es ist, den Menschen einheitlich zu begreifen und nicht nur etwa auf einen für die Schulmedizin interessanten Hirnstoffwechsel zu reduzieren. Wobei dieser oft genug noch als Ursache "verkauft" wird und weniger vielleicht als doch eher die Folge von etwas bislang noch Unverstandenem ist. Für Bock ist die biografische Erforschung, die eine unbedingte Subjektorientierung zur Voraussetzung hat, ganz entschieden wichtig, um vom Erklären zum ("Fall")-Verstehen zu gelangen. Ein auch didaktisch vom Verlag toll aufgelegtes Buch. Wissenschaftlich fundierte und trotzdem verständliche Lektüre mit einem reichhaltigen Quellenangebot zur Vertiefung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
64 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Notwendig sind Liebe und Geduld,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Umgang mit psychotischen Patienten (Taschenbuch)
Gerne habe ich auch wieder dieses Buch von Thomas Bock gelesen. Wichtig ist bereits die Titelwahl, die sich an begleitende, betreuende und ärztliche Personen richtet. Schwierig sind nämlich viele Behandlungsangebote, da sie eher diskriminierend als förderlich sind.Thomas Bock versucht in seinem Buch das Breite Spektrum des respektvollen Umgangs mit Manisch-Depressiven aufzuzeigen. Er weist auf Defizite im Versorgungsangebot hin, dieser sicherlich nicht einfachen Erkrankung. Eine Erkrankung, die auch für Betreuende, Begleitende eine lebendige Herausforderung darstellt, da sie stereotype Rahmen sprengt. Die prinzipielle Verletzbarkeit des Menschen schließt Krankheiten des Körpers wie der Seele mit ein. Die mit psychischen Krankheiten verbundene Stigmatisierung ist kein Naturgesetz, sondern ein sozialer und kultureller Prozess. Notwendig sind Liebe und Geduld, denn Depression ist nicht gleich Trauer und Manie nicht gleich Glück. Die Erkrankung ist Ausdruck einer Lebenskrise (auch life events) besonders dünnhäutiger und sensibler Menschen. Jedoch keine Psychose gleicht der anderen, wie auch jeder Traum anders ist. Die Psychose ist Störung und Lösungsversuch. Es geht in der Psychose darum das Eigene zu finden. Ein Aspekt ist es, die Psychosesprache und ihre Symbole zu entschlüsseln, ein weiter ist es wieder in Beziehung zu treten zu anderen Menschen. Denn jeder betroffene Mensch ist nicht nur einfach passives Oper fremder Einflüsse, sondern auch aktiv selbst an der Ausbildung der Psychose beteilig. Zwischen Nähe und Distanz die individuell passende Balance zu finden ist die Lebensaufgabe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
gutes Buch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Umgang mit psychotischen Patienten (Taschenbuch)
Der Autor hat ein gutes Buch geschrieben. Er plädiert dafür, nicht die Patienten mit Psychopharmake vollzupumpen und ihn vom oben herab und kalt zu behandeln, als wäre eine Psychose nur ein körperliches Transmitterproblem, sondern Menschlichkeit zu zeigen und Partnerschaft zu üben. Jede Psychose ist anders. Aber dennoch sollen die Ärzte und Betreuer -an die sich das Buch hauptsächlich richtet - auf die Individualität des Kranken eingehen und ihn ernstnehmen. Weiterhin ist auch die Familie einzubinden.
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