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Um ewig einst zu leben
 
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Um ewig einst zu leben [Broschiert]

Christoph Werner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 220 Seiten
  • Verlag: Bertuch Verlag; Auflage: 1., Aufl. (April 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937601341
  • ISBN-13: 978-3937601342
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.960.671 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Roman lässt den Leser eine distanzierte Begegnung der Maler Friedrich und Turner erleben und führt ihn in die Welt ihrer Bilder, ihrer Motive und ihrer Zeit.Friedrichs düstere, melancholische Lebenssicht und Turners Weltoffenheit sind der Kontrast, der vor dem Hintergrund ihres Lebens diesen Roman durchzieht. Dennoch verbindet diese beiden so unterschiedlichen romantischen Maler etwas Entscheidendes - das Unbotmäßige ihrer Kunst. Der eine trifft mit seinen Bildern ein existetielles Lebensgefühl, der andere bereitet mit seiner ungeheuren Impression von Licht und Farbe einer umfassenden neuen Kunstrichtung den Weg.

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"Um ewig einst zu leben,

muss man sich oft dem Tod ergeben."

C.D. FRIEDRICH

Caspar David Friedrich und William Turner, zwei Künstler der Romantik, doch beide so gegensätzlich in ihrer Malkunst, ihren Motiven und ihrem Charakter, so verschieden in Pinsel- und Lebensführung.

Ausgehend von der historisch belegten Reise W. Turners im Jahre 1835 nach Dresden und der anschließenden Frage, ob der Engländer dabei die Bekanntschaft C. D. Friedrichs machte, beleuchtet Christoph Werner eindrucksvoll das Leben der beiden Künstler und führt uns Leser in die Welt dieser Künstler, ihrer Bilder und ihrer Zeit.

Der Roman zeugt von der äußersten Sprachgewandtheit und dem Kunstverständnis des Autors dazu von seinem gewissen Fingerspitzengefühl für die Historie.

Einfach ein Genuss zu lesen!
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Der Roman von Christoph Werner „Um ewig einst zu leben. Caspar David Friedrich und Joseph Mallord William Turner" lässt den Leser eine distanzierte Begegnung der Maler Caspar David Friedrich und Joseph Mallord William Turner erleben und führt ihn in die Welt ihrer Bilder, ihrer Motive und in ihre Zeit. Dazu bedient sich der Autor einer erfundenen Person, die, mit einer historisch gut eingebetteten Biographie versehen, eine glaubhafte Verbindung zwischen den beiden Malern herstellt. Friedrichs düster-melancholische wie auch christlich-protestantisch geprägte Lebenssicht und Joseph Mallord William Turners Weltoffenheit sind der Kontrast, der vor dem Hintergrund ihres Lebens diesen Roman durchzieht. Und dennoch verbindet die beiden Maler etwas Entscheidendes: das Unangepasste, man kann schon sagen, das Unbotmäßige ihrer Kunst.

Der eine sagt, der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er auch zu malen, was er vor sich sieht.

Der andere erzählt, ich war vier Stunden lang an den Mast gebunden und hatte keine Hoffnung mehr, mit dem Leben davonzukommen, aber falls ich davonkäme, musste es aufgezeichnet sein, und malt danach sein Bild.

Aus unterschiedlichen Gründen werden die beiden Zeitgenossen (Friedrich lebte von 1774 bis 1840, Turner von 1775 bis1851) erst viele Jahre nach ihrem Tode zu ihrem Ruhm kommen. Der eine trifft mit seinen Bildern ein existenzielles Lebensgefühl, der andere bereitet mit seiner ungeheuren Impression von Licht und Farbe einer umfassenden neuen Kunstrichtung den Weg.

Wir sind geneigt, diese beiden Maler der Romantik zuzurechnen, obwohl ihre Bilder hinsichtlich ihrer Entstehungsgeschichte und ihres Ausdrucks so unterschiedlich sind wie die dahinterliegende Philosphie ihrer Schöpfer.

Wie, Caspar David Friedrich und William Turner dennoch in einer Geschichte? Doch, der Autor versucht es, mit Erfolg.

Vor dem Hintergrund ihrer Biographien, der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in ihren Ländern sowie der vorherrschenden Kunstrichtungen schreibt er diesen Roman und bringt dem Leser die Maler und ihre Bilder nahe.

Wir werden nach London, Dresden und Meißen geführt und erleben am englischen und sächsischen Königshof, wie die Herrscher die Maler und ihre Kunst betrachten und versuchen, sie ihrer Herrschaft nutzbar zu machen.

Wie schon in seinem Roman über Karl Friedrich Schinkel „Schloss am Strom", wo uns der Autor den preußischen König Friedrich Wilhelm III. und den Kronprinzen persönlich nahebringt, gelingt es Christoph Werner auch in diesem Buch, die Monarchen und ihre Motive der Förderung der Kunst zu beschreiben und glaubhaft zu machen.

Die Sprache zeugt erneut von äußerster Sorgfalt und einer dem Gegenstand des Romans angemessenen stilistischen Höhe. Diese zeigt sich dann besonders deutlich, wenn der Leser behutsam an einzelne Bilder herangeführt wird und ihm, wie bei der Betrachtung von Turners „Frosty Morning", das Bild sowohl als unmittelbares Wirklichkeitserlebnis wie auch als transzendentes Werk des Künstlers, der die Grenzen der Wirklichkeit vermittels des im Beschauer erweckten Gefühls überschreitet, nahegebracht wird. Und immer betont Werner das Subjektive der Kunst, der Malerei, und öffnet sich und den Leser damit für eine eigene Sicht auf die Bilder.

Wer auf anregende belletristische Weise etwas über Friedrich und Turner, ihre Zeit und ihre Kunst lesen möchte, ist mit diesem Buch ausgezeichnet bedient und wird am Ende dem Bedürfnis nicht entgehen, sich die Bilder der Maler anzuschauen, die übrigens alle im Internet in guter Qualität zu finden sind.
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