Als die deutschen Truppen 1940 in Amsterdam einmarschieren, bekommen die 13-jährige Rosemarie Brenner und ihre Familie zu spüren, was es heißt jüdisch zu sein:
Sie müssen auf alle ihrer Kleidungsstücke gelbe Sterne nähen, bekommen neue Pässe und wenig später muss Rosemarie ihre Schule verlassen und auf eine nur für Juden gehen.
Als schließlich der Räumungsbefehl kommt, muss die Familie ihr Haus räumen und von einer Wohnung in die Nächste ziehen. Schließlich werden sie in das Übergangslager Westerbork eingeteilt, wo sie Dank des Einsatzes ihrer Eltern zunächst bleiben können.
Dank der Bemühungen der Mutter gelangt die Familie an südamerikanische Pässe, welche für die Familie der Schlüssel in die Freiheit sein sollen. Wenige Tage später sitzen sie im Personenzug nach Bergen-Belsen,von wo aus die Reise weitergehen soll...
Diese Geschichte zieht einen einfach in seinen Bann, da die Gefühle des Mädchen so eindrucksvoll und anschaulich beschrieben sind. Man merkt, dass dieses Buch jemand geschrieben hat, der all dies selbst erleben musste! Man erfährt zwar auch viel über die äußeren politischen Umstände; doch fand ich viel wichtiger, dass man sich in die Stimmung, die in diesen Lagern herrschte, so gut wie in keinem anderen Buch, das ich bisher gelesen habe, hineinversetzen konnte!
Es ist eine Geschichte voller Dramatik, geschrieben in einem sehr nahegehenden, ausdrucksstarken Stil. Sie enthält viele historische Sachinformationen, bis hin zum kaum zu bewältigenden alltäglichen Leben in den verschiedenen Lagern.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!