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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2001
An der Neuauflage dieses bereits 1982 einmal erschienenen Buches des DDR-Journalisten Rudolf Hirsch kann Hans-Jürgen Döscher nichts Gutes lassen. Nicht nur stört ihn der "vulgärmarxistische Tenor", in dem hier allein wirtschaftliche Interessen und die 'Ideologie des deutschen Monopolkapitals' für den Antisemitismus verantwortlich gemacht würden. Neuere Forschungen zur nationalsozialistischen Judenvernichtung ignoriere der Autor schlichtweg, aber anscheinend auch das Verlagslektorat. Die Vorgeschichte der Endlösung finde sich entgegen der Suggestion des Buchtitels gar nicht. Auch könne bei den Berichten über den Auschwitz- und den Lischka-Prozess von "unabhängig-kritischer Analyse und sachkundiger Beurteilung" nicht die Rede sein. Das vornehmliche Interesse des Autors sieht Döscher dagegen in Entlarvung und Denunziation. Daneben findet der Rezensent bemerkenswert, dass der Verlag nun - anders als der ehemalige ostdeutsche Verlag - die jüdische Herkunft des Autors im Klappentext so besonders hervorhebt. Das hinterlasse einen faden Nachgeschmack.
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Über den Autor
Rudolf Hirsch, geboren 1907 in einer jüdischen Familie in Krefeld, übernahm das väterliche Schuhgeschäft, arbeitete im antifaschistischen Widerstand, emigrierte nah Holland, Belgien, Palästina, 1949 Rückkehr in die DDR. Gerichtsreporter, Journalist und Buchautor. Berichterstatter im Auschwitzprozeß und anderen Kriegsverbrecherprozessen. Rudolf Hirsch starb 1998 in Berlin.