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Um der Ehre willen: Erinnerungen an die Freunde vom 20. Juli
 
 
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Um der Ehre willen: Erinnerungen an die Freunde vom 20. Juli [Gebundene Ausgabe]

Marion Gräfin Dönhoff
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Siedler Verlag; Auflage: 5 (1. Mai 1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886805328
  • ISBN-13: 978-3886805327
  • Größe und/oder Gewicht: 20,7 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 149.274 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marion Dönhoff
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ihre moralischen Grundsätze waren ebenso human wie eindeutig. Ihr politisches Urteil hat den langen Atem der Geschichte. Ihre Bescheidenheit stammte aus dem alten Preußen, ihre Bildung aus unseren gemeinsamen europäischen Quellen, ihr Common Sense aus der Erfahrung in der Welt.« (Richard von Weizsäcker über Marion Gräfin Dönhoff )

Kurzbeschreibung

»Die Tatsache, daß ein so einzigartiger Aufstand des Gewissens nicht tiefer in das Bewußtsein der Deutschen eingegangen ist, bleibt immer noch unbegreiflich.«
Marion Gräfin Dönhoff


Viele ihrer engsten Freunde gehörten dem Widerstand gegen Hitler an; nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurden die meisten hingerichtet. Marion Gräfin Dönhoff überlebte, weil ihr Name auf keiner Liste stand. Den toten Freunden setzt sie in diesem Buch ein eindrucksvolles Denkmal.

Marion Gräfin Dönhoffs Erinnerungen an die Freunde vom 20. Juli 1944 sind Geschichtsschreibung und persönliches Zeugnis zugleich. Im Vordergrund ihres Buches stehen sieben Männer, die sich gegen Hitler auflehnten und mit denen Dönhoff durch Freundschaft oder Verwandtschaft verbunden war. Ihre Besitzung Friedrichstein war ein regelmäßiger Treffpunkt der Verschwörer, und mitunter hielt Dönhoff die Verbindung zwischen ihnen aufrecht, überbrachte Botschaften oder gewährte Zuflucht – dem Grafen Schulenburg, dem Gutsnachbarn Lehndorff, dem vertrauten Kreisauer Moltke oder auch Adam Trott zu Solz.

Dönhoffs Erinnerungen ragen aus den zahlreichen Büchern über den militärischen Widerstand heraus, denn es ist ein aus dem eigenen Erleben geschriebenes Zeugnis, das nicht nur die Menschen zu fassen sucht, auch die Welt, der sie entstammten und die mit ihnen vergangen ist.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
48 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das für mich eindrucksvollste Buch über den deutschen Widerstand gegen Hitler - wie auch über die Güründe seines Scheiterns - stellen die sehr persönlichen Erinnerungen dar, die Marion Gräfin dönhoff in diesem buch vorgelegt hat. Sie, die selber dem Widerstand angehörte und durch unwahrscheinliches glück unentdeckt blieb, schildert in sieben sehr persönlichen Portraits ihre Freunde und deren Motive, das Attentat gegen Hitler zu wagen: Albrecht graf Bernstoff, Axel Freiherr von dem Bussche, Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg, Helmuth James Graf von Moltke, Peter Graf Yorck von Wartenburg, ihren Cousin Heinrich Graf Lehndorff sowie Adam von Trott zu Solz. Deutlich wird dabei der ungeheure Wagemut und die persönliche tapferkeit jedes Einzelnen, der aus Abscheu vor den Verbrechen dieses Regimes zu dem Entschluss führte, im Kampf gegen Hitler das eigene Leben - unter Gefahr auch für die Familie zu wagen. "Nie wieder ist bei uns so existentiell gelebt worden wie damals. So bewusst und so lange Zeit auf dem schmalen Grat zwischen Tod und Leben. Für niemanden ist heute das Ausmaß'des Risikos und die Dimension der Gefahr vorstellbar, in der jene jahrelang gelebt haben" - so die 2002 verstorbene Autorin.

Die fünfzig Seiten zur Vorgeschichte der Verschwörung bieten - so urteilt Hasso Freiherr von Uslar Gleichen - wohl die beste Kurzfassung von Verlauf, Motiven und Problemen der Versuche, Hitler zu beseitigen. Zwei Aspekte werden von Marion Gräfin Dönhoff besonders deutlich herausgearbeitet: das vergebliche Bemühen der deutschen opposition, im Ausland Verständnis und Unterstützung zu finden. Außerdem kritisiert sie die Versuche der Westalliierten, die Berichtersattung über den deutschen Widerstand - selbst noch in den ersten Nachkreigsjahren - zu unterdrücken. So war ihr in Hamburg im Jahre 1945 erschienener Privatdruck: "In Memoriam: Den Freunden des 20. Juli" (die Grundlage des vorliegenden, um die Geschichte des Widerstandes erweiterten Werkes) die erste Würdigung des deutschen Widerstandes, der in Deutshland überhaupt erschienen ist. Ein Verdienst dieses Buches ist es, dass Marion Gräfin dönhoff aufzeigt, wie schwierig der Widerstand in einer totalitärtern Diktatur gewesen ist. Niemand, der nicht das Leben in einem totalitären Regime erlebt habe, könne sich vorstellen, welcher Nervenanspannung die aktiven Verschwörer - die Autorin gehört dazu - über Jahre hinaus ausgesetzt waren. "Nicht nur die schwer lastende Verantwortung für Gelingen oder Misslingen..., auch die Sorge, was ihrer Familie zustoßen werde, wenn das Unternehmen vorzeitig entdeckt würde, war eine schwere Belastung. Es war wirklich der "Aufstand des Gewissens.""

An anderer Stelle erwähnt sie nochmals den psychischen Druck, der auf den Verschörern lastete: Himmler hatte den Familien der Attentäter mit absoluter Sippenhaft" gedroht. Deutlich wird dies etwa in der Würdigung ihres Vetters und Spielgefährten Heini Lehndorff. Dieses Kapitel gehört für mich zu den ergreifendsten des ganzen Buches. Er stellte sich aus Sorge um seine Familie seinen Verfolgern - ihm war zweimal vor der Gestapo die Flucht gelungen. Trotz seiner Verhaftung wurden seine beiden kleinen Kinder von der Gestapo abtransporteiert und verschleppt; erst nach Kreigsende konnten sie durch unwahrscheinlichen Zufall zusammengeführt werden.

Wenn man dies liest, so wird verständlich, dass jeder der Beteiligten nur das Allernotwendigste wissen durfte: wie leicht konnten von einem, der gefangen und gefoltert wurde, die Namen der anderen erpresst werden! Marion Gräfin dönhoff führte eine rege Korrespondenz mit dem deutschen Botschafter in Italien, Ulrich von Hassell, - doch beiden war nicht bewusst, das der jeweils andere zu der Widerstandsgruppe gegen Hitler gehörte. Weiterhin wird in diesem Buch deutlich vermittelt, dass es nach Meinung von Gräfin Dönhzoff Unsinn ist, die am Attentat gegen Hitler Beteiligten in soziale Gruppen einzuteilen. "Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass die opposition gegen Hitler ja keine Revolte im Sinne einer politischen oder sozialen Revolution war. Es war vielmehr der Aufstand hoher und höchster Staatsdiener sowie angesehener Persönlichkeiten des öffentlichen Legbens, die aus moralischen gründen den Verbrechern in dern Arm zu fallen versuchten."

Fazit: Deutsche jeder Couleur: Konservative, Sozialisten, hohe Militärs, führende Zivilisten haben jahrelang unter ständiger Lebensgefahr gegen alle Widrigkeiten des Schicksals und des totalitären Staates daran gearbeiet, den Diktator zu stürzen. Nicht als Revolutionäre, so die Autorin, die eine ihnen gefällige, angeblich die Menschheit beglückende neue Ordnung errichten wollten, sondern weil sie nicht länger mit ansehen konnten, wie Verbrecher ihr Land und die Nachbarländer zerstörten, das eigene Volk korrumpierten, alle positiven Eigenschaften pervertierten und die Reinhaltung der Rasse als höchstes ethisches ziel postulierten. In einem Satz hat es Peter Yorck vor dem Volksgerichtshof im Angesicht des tobenen Richters Roland Freisler formuliert: "Die entscheidende Tatsache ist der totalitäre Anspruch des Staates an den Bürger, der gewzungen wird, seine moralischen und religiösen Verpflichtungen gengenüber Gott preiszugeben" - so zitiert ihn Marion Gräfin Dönhoff.

Fazit: Wer die Portraits der Freunde Marion Gränfin Dönhoffs liest, dem wird anhand der Schilderung dieser bewegenden Einzelschicksale bewusst, wie groß der Verlust war, den Deutschland durch das Scheitern des Attentates auf Hitler erlitten hat; die von Marion Gräfin Dönhoff portraitierten PÜersönlichkeiten, die das "bessere" Deutschland verkörperten, fehlten nicht nur der Gräfin - sie fehlten ganz Deutschland nach 1945. Diese Tatsache verdeutlicht zu haben, darin liegt das Verdienst dieses sehr eindrucksvollen Buches.

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
unbedingt zu empfehlen 20. April 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Persönliche und aufrichtige Erinnerungen an die Menschen, die nicht nur das Attentat am 20.Juli vorbereiteten, sondern auch politische Pläne und Visionen für ein Deutschland nach der NS-Zeit entwickelten.

Engagiert und sehr lebendig geschrieben. Besser als jedes Geschichtsbuch.

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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unbedingt lesen! 14. Januar 2006
Von Shaun TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ein ergreifendes Zeugnis der Gräfin, die bereits sehr früh Kontakte zum Widerstand aufnahm und herstellte und schließlich mit einigem Glück nicht den Nazi-Schergen nach dem 20. Juli zum Opfer fiel. Natürlich mag man ihr vorwerfen, damals nicht offiziell durch Distanz zum NS-Regime aufgefallen zu sein, dennoch hat sie durch ihr Tun beigetragen, dass überhaupt Untergrundarbeit stattfand. Es hätte nichts genutzt, sich offen gegen das Regime zu stellen, was ihren sicheren Tod bedeutet hätte. Da Informationen über die ermordeten Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944 schwierig zu erhalten sind gerade aufgrund der notwendigen Geheimhaltung, ist dieses Buch aus der persönlichen freundschaftlichen Verbundenheit der sich erinnernden Autorin sehr wichtig. Es sollte gerade auch jungen Menschen im Geschichtsunterricht zur Lektüre empfohlen werden.
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