Was ich schon immer wollte habe ich mit dem NavCom 400 bekommen. Es sollte ein GPS Tracker sein, welchen ich bei Joggen und beim Fahrradfahren nutzen kann. Gleichzeitig soll er umfangreiche Messdaten erfassen und transferieren können. Der NavCom 400 erfüllt diese Anforderungen, auch wenn alles von einem wichtigen Faktor abhängt und das ist die Qualität des Satellitenempfangs. Ist dieser schlecht oder unterbrochen, funktioniert natürlich auch der NavCom 400 nicht mehr wie gewünscht. Damit wollen wie auch gleich mit dem wesentlichen Kritikpunkt einsteigen. Im Gebäude geht gar nichts, aber auch im Randbereich tut sich der NavCom 400 schwer und das obwohl die Energiesparfunktion ausgeschaltet ist. Steht man dann auf einer freien Fläche, so dauert es mitunter einige Minuten, bis sich der NavCom 400 genügend Satelliten gesucht hat, was ungeduldigen Joggern mitunter auf die Nerven gehen kann. Offensichtlich ist die Empfangsleistung wie auch bei vielen anderen kleineren GPS Geräten noch deutlich ausbaufähig. Hat sich der NavCom 400 seine Satelliten gesucht, kann es losgehen.
Was bietet der NavCom 400 für Funktion? Der NavCom 400 erfasst Zeit, Strecke, Geschwindigkeit, Schrittzahl (jedoch ist das Pedometer nicht 100%ig präzise), Position (durchgehendes Tracking), und Höhendaten. Natürlich werden diese Daten in verschiedenen Formen angezeigt, wie Höchstgeschwindigkeit oder auch Durchschnittsgeschwindigkeit. Die jeweiligen Daten werden auf mehreren Seiten angezeigt, welche man mit zwei Pfeiltasten durchblättern kann. Dazu gibt es noch eine dritte Taste, mit welcher man das Gerät einschaltet und in die Untermenüs für verschiedene Einstellungen gelangt. Nach kurzer Eingewöhnungszeit lässt sich der NavCom 400 mit diesen 3 Tasten gut bedienen. Auf den bereits angesprochenen Seiten finden sich nun die verschiedensten Anzeigemuster und Funktionen. Man kann sich ein Höhenprofil anzeigen lassen, eine Stoppuhr verwenden, Rundenzeiten erfassen, GPS Daten analysieren, einen Kompass undd en Schrittzähler nutzen. Besonders erwähnenswert ist eine Trackingmap, wo die Laufstrecke mit gezeichnet wird. Der NavCom 400 verfügt zwar über kein Kartenwerk, aber für Querfeldeinläufe ist dies ein tolles Feature, da man spielend leicht zum Ausgangspunkt zurückkehren kann. Auch kann man jederzeit seinen Standort als POI speichern, um später wieder zurückzufinden. Ein weiteres erwähnenswertes Feature sind hochladbare POIs, denn mit dem NavCom 400 wird zugleich interessante Software mitgeliefert. So kann man mit dem per USB verbunden NavCom 400 einerseits die erfassten Daten in ein Analyseprogramm (Kalorien, Strecke, Zeit, Geschwindigkeit, usw.) hochladen, aber auch Wanderstrecken oder Laufstrecken am PC planen und als POIs auf den NavCom 400 überspielen. Dieser zeigt dann Richtung, Entfernung und geschätzte Ankunftszeit zum jeweils nächsten POI an. Da die Strecke aus einer Kette von POIs bestehen kann, funktioniert das quasi wie ein Routenplaner.
Kommen wir zum Zubehör. Natürlich ist ein Micro-USB Kabel für den Datentransfer und das Aufladen des Akkus dabei. Auch dabei ist eine Halterung für einen Fahrradlenker und ein Silikonarmband, womit sich der NavCom 400 wie eine Armbanduhr tragen lässt. Die Ausmaße des NavCom 400 betragen hierbei 6,5cm x 4,0cm x 1,8cm, was wegen der Höhe ziemlich klobig wirkt, jedoch ist das Gewicht noch recht erträglich. Das Design ist sehr deutlich auf den robusten Outdoorbereich ausgelegt und bietet wenig Schick. Der beleuchtbare Bildschirm ist einfarbig aber übersichtlich gestaltet.
Zusammenfassend erhält man ein tolles Outdoorgerät mit praktischer Software. Innovationspotential ist ganz klar im Bereich der Verkleinerung und der schnelleren GPS Bereitschaft bzw. dem besseren GPS Empfang zu finden.