dieses album markiert die auferstehung der band von den toten. aber es klingt gar nicht österlich, sondern noch karfreitäglicher als der vorgänger. die hälfte der songs handelt (gefühlt) davon, wunden zu lecken - die andere hälfte davon, dass diese beim lecken nicht heilen, sondern nur immer wieder aufbrechen.
auch songs of faith and devotion war ein blutalbum, aber es begehrte auf gegen die verzweiflung, schlug um sich, kämpfte, biss. ultra klingt so abgrundtief deprimiert, dass sensible leute die richtige tabletteneinstellung wählen sollten, bevor sie es hören.
ultra beginnt unendlich spannend, die ersten vier songs gehören zu den besten liederstrecken, die dm je gelungen sind. nach hinten zu rinnt das album dann ein bisschen aus. auch die instrumentals klingen ein wenig nach zeitschinden.
beim sound merkt man, dass sie am suchen waren, alan wilder fehlte doch sehr. einerseits klingt vieles nach alten depeche mode, andererseits schieben die gitarren hier die musik doch sehr offensiv richtung rock, manche arrangements sind dann wieder sehr clubby und ein bisschen unterkühlt.
ein sehr spannendes album, nicht leicht zu hören, das gegenüber songs of faith and devotion songwriterisch nur leicht abfällt. "it's no good" übrigens ist ein echter dm-klassiker.