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Doch mit "Age of Shadows" hat sich alles geändert: Etliche Monster wurden viel gefährlicher. Neue Zaubersprüche, ein verändertes Kampfsystem und neue Waffen erlauben völlig neue Taktiken. Das überarbeitete System der magischen Waffen und Rüstungen sorgt endlich dafür, dass auch Handwerker ein erträgliches Auskommen haben (weil nur diese aus guten magischen Gegenständen optimale magische Gegenstände machen können). Und dann ist da noch dieses Feature, sein eigenes Haus nach den eigenen Vorstellungen gestalten zu können.
Für denjenigen, der Ultima Online noch nicht kennt, möchte ich ganz kurz erklären, worum es in diesem Spiel geht: Man schlüpft in die Rolle eines virtuellen Menschen in einer "mittelalterlichen" Umgebung, in der sich gleichzeitig etliche (tausende?) andere Spieler zusammmen mit computergesteuerten Personen und Monster bewegen. Das war's eigentlich schon. Denn was man im Spielverlauf tut ist überhaupt nicht vorgegeben. Es gibt keine vorgegebenen Ziele, keine Orte, die man aufsuchen muss oder einen sonst irgendwie vorgegebenen Spielablauf. Man kann als Held fiese Monster plätten, als Handwerker besondere Gegenstände herstellen (und an andere Spieler verkaufen), als böser Zauberer unschuldige NPCs killen, oder tun, was einem sonst noch so einfällt. Man kann sich beispielsweise auch einfach mit anderen Spielern unterhalten. Und wem das alles noch nicht reicht, der kann sich ja nach Feluca begeben - wo Spieler sich auch gegenseitig umbringen und/oder berauben können (wovon auch ausgiebig gebrauch gemacht wird).
Die Grafik, der Sound und die Bedienung des Spieles wurden zwar etwas überarbeitet, doch im Großen und Ganzen sieht Ultima Online noch immer so aus, wie zuvor. Das hat allerdings auch seine Vorteile: Für die 2D-Version des Spieles reicht auch ein Rechner mit 233 MHz, einer einfachen 2D-Grafikkarte, 32 MByte RAM und 56K-Modem allemal aus und selbst die (Pseudo-) 3D-Version (die ebenfalls auf der CD enthalten ist) ist mit einem 500-MHz-Prozessor und einer Grafikkarte auch unterhalb einer GeForce2 vollkommen zufrieden.
Einen riesigen Nachteil dieses Spiels möchte ich aber nicht verschweigen: Es macht süchtig (auch, weil man sich regelmäßig mit alten Bekannten treffen kann) und kostet dann nicht nur viel Freizeit, sondern kann ins Geld gehen. Denn nach dem ersten Monat (der im Kaufpreis des Spieles enthalten ist) werden monatlich etwa 10-15 Euro für die "Gaming Time" fällig (die man leider nicht mehr bei Amazon.de erwerben kann) - und zwar zusätzlich zu den Onlinegebühren, die man an seinen Provider zahlen muss (eine Flatrate ist da eigentlich Pflicht). Allerdings muss man dann auch nicht mehr jeden Monat ein neues Spiel kaufen, den Ultima Online wird auch auf Dauer nicht langweilig.
Noch eine Bemerkung zum Schluss: Auch wenn es das Verkaufssystem von Amazon gelegentlich vorschlägt macht es gar keinen Sinn, zusätzlich eine ältere Ultima-Online-Version zu kaufen. Das ist nämlich genau das gleiche, höchstens mit einigen fehlenden Möglichkeiten. Also lasst es sein. :-)
Fazit: UO ist immer noch - dank seiner Komplexität, in allen Kategorien das beste MMORPG da draußen. Nur eben diese Komplexität und die bescheidene Grafik schreckt Anfänger leider etwas ab... aber mal ehrlich, was zählt mehr, Grafik oder Spielspaß?! :-)
P.S. Das einzige Spiel, welches dank ähnlicher Komplexität UO von "meinem" Thron stürzen könnte, wäre eventuell StarWars Galaxies. Das erscheint aber in Europa erst in mehreren Monaten.
Nach dem 5. Geburtstag von Origins Ultima Online erscheint nun eine neue Variante desselben.
Mit UO:Age of Shadows versucht Origin viele Grundlegende Dinge bei Ultima Online zu ändern, ist dabei aber nicht konsequent genug.
So ist auch bei dem 5. Client die 3D-Variante, allen Vorraussagen nach, immer noch kein wirklicher 3D Client.
Daß dies nicht unmöglich wäre ist allen UO-Fans schon seit UO:Third Dawn klar.
Doch so werden auch bei UO:Age of Shadows wirklich schön animierte 3D-Akteure durch eine oft unübersichtliche 2D Welt geschickt.
Und trotzdem: UO macht süchtig.
Gut an der neusten Variante ist sicherlich die Einführung von neuen Charakterklassen, bzw. Fertigkeiten und des Custom-House-Tools, wodrauf viele Fans schon lange gewartet haben.
Gut ist auch die Erweiterung der Landmasse um eine komplett neue Ebene zwischen den Sternen.
Und gut ist auch, daß das lang ersehnte Dungeon Doom entlich freigeschaltet wird.
Alles in allem, ein Muß für jeden UO-Fan und eine gute Empfehlung für Rollenspielfreunde, die viel Zeit haben, sich um ihr Leben im Internet zu kümmern.
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