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Ulrich Greiners Lyrikverführer. Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten.
 
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Ulrich Greiners Lyrikverführer. Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten. [Gebundene Ausgabe]

Ulrich Greiner
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
  • Verlag: C.H. Beck; Auflage: 1 (16. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406590691
  • ISBN-13: 978-3406590696
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 267.932 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrich Greiner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Gedicht, die gebundene und ursprünglich gesungene Rede, ist nicht nur der Anfang, sondern auch die Königsdisziplin der Literatur. Wie der Erfolg von Lyrikfestivals und Poetry Slams, von Anthologien wie Ludwig Reiners' "Ewiger Brunnen" und mancher Lyrik-Neuerscheinung zeigt, sind Gedichte populär. Die Zahl der Freizeitdichter und Gedichtleser ist, das kann man im Internet sehen, gewaltig. Wahr ist aber auch, dass das moderne Gedicht nicht selten rätselhaft ist und der Erklärung bedarf.Nach seinem erfolgreichen und weithin gelobten "Leseverführer", der sich vor allem dem Roman zuwandte, widmet sich Ulrich Greiner, Literaturkritiker der ZEIT, in seinem Lyrik-Verführer nun dem Gedicht. In sieben Kapiteln beantwortet er die Frage: Was ist ein Gedicht? Kundig und klug, für Laien eine Art Erste Hilfe, für Kenner ein Entdecken und Wiederfinden, liefern diese Kapitel Zugänge zur Geschichte und zu den Formen des Gedichts.
Im zweiten Teil schildert Ulrich Greiner zehn exemplarische Lektüren alter wie moderner Gedichte und beantwortet ebenso elegant wie fundiert die Frage: Wie versteht man ein Gedicht? Für alle, die Gedichte lieben und mehr über sie wissen wollen, aber auch für jene, die sich der Poesie erst nähern möchten, ist diese "Gebrauchsanweisung" ein anregender, kluger und unterhaltsamer Gewinn.

Über den Autor

Ulrich Greiner, 1945 geboren, war von 1998 bis April 2009 verantwortlicher Redakteur des Ressorts Literatur bei der ZEIT und ist nun deren Kulturkorrespondent sowie Herausgeber von ZEIT-Literatur. Er war Gastprofessor in Hamburg, Essen, Göttingen und St. Louis. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland sowie der freien Akademie der Künste in Hamburg.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Freude an Gedichten, 6. Mai 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ulrich Greiners Lyrikverführer. Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten. (Gebundene Ausgabe)
Gleich im ersten Abschnitt versichert Ulrich Greiner, dass "dieses Buch nicht für Germanisten [...] geschrieben ist, sondern für Leser, die Gedichte lieben", was sicherlich eine sehr löbliche Absicht ist. Allerdings sollte man auch Germanisten nicht grundsätzlich die Fähigkeit absprechen, Gedichte lieben zu können.

Diese "Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten" ist in zwei große Kapitel gegliedert: einen theoretischen und einen praktischen Teil. Außerdem fügt der Autor noch einen Anhang hinzu, der die wichtigsten Termini der Gedichtinterpretation bereit stellt, eine Auswahl von Gedichtanthologien aufführt, ein Quellenverzeichnis und ein Register bietet.

Der erste Teil - "Was ist ein Gedicht" - dient dazu, die Voraussetzungen zum tieferen Verständnis des zweiten zu schaffen. Aber auch die Theorie, die unterschiedliche Aspekte des ly<rischen Schaffens erläutert, ist alles andere als grau. Denn der Autor beantwortet die oben gestellte Frage mit der Aussage, dass das Gedicht eine Erzählung, ein Lied, ein Gefühl, eine Idee, eine Form, ein Rätsel oder ein Spiel sei und belegt dies anhand einer Fülle von Beispielen, die von den Anfängen der lyrischen Produktion bis in die unmittelbare Gegenwart reichen. Wobei er - ganz nebenbei - so etwas wie eine kleine Geschichte der abendländischen Lyrik mitliefert.

Wenn man beim Lesen dieser Handreichung durch die überaus lebendige Darstellung auf den Geschmack gekommen ist, wird man mit umso größerem Gewinn den zweiten Teil - "Wie versteht man ein Gedicht?" - in sich aufnehmen. In elf Beispielen, die von dem Klassiker Friedrich Hölderlin bis zu der noch nicht 30-jährigen Nadja Küchenmeister reichen, zeigt Ulrich Greiner, wie durch eine Interpretation das Verständnis für ein Gedicht vertieft werden kann. Dabei macht er sehr schön deutlich, dass eine Gedichtinterpretation immer auch die des jeweiligen Verfassers - also einerseits im weitesten Sinne subjektiv - ist, dass sie aber andererseits unbedingt "stimmig", d.h. durch den Text selbst legitimiert sein muss.

Ein ganz besonderer Vorzug dieser Analysen liegt darin, dass keine mehr als 2 1/2 Seiten umfasst, dass man sich als Leser aber trotzdem erschöpfend informiert fühlt. Diese Qualität geht auf die Tatsache zurück, dass sämtliche Interpretationen in der von Marcel Reich-Ranicki seit 1974 herausgegebenen "Frankfurter Anthologie" erschienen sind, die den Autoren vorschreibt, wie lang das Gedicht (42 Zeilen) und der Kommentar (4000 Zeichen) höchstens sein dürfen.

Mir scheint, dass Ulrich Greiner nicht zu viel versprochen hat und er die Leser sehr wohl zum Lesen von Gedichten verführen kann. Und vielleicht sollte man das kleine Buch sogar als Schullektüre empfehlen. In jedem Fall aber bietet es Deutschlehrern eine Fülle von Anregungen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch , das dem Leser Gedichte näherbringen möchte und ihm hilft sie zu erschließen, 10. Dezember 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ulrich Greiners Lyrikverführer. Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten. (Gebundene Ausgabe)
Viele Liebhaber von Büchern, viele Freunde der Literatur hätten in der Vergangenheit sicherlich häufiger zu einem Gedichtband oder zu einem einzelnen Gedicht aus einer Sammlung gegriffen und es gelesen und genossen, wenn sie früher schon den hier zu besprechenden Lyrikverführer" des ehemaligen Zeitfeuilletonisten Ulrich Greiner in den Händen gehabt hätten.

Eine "Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten" will er bieten und das ist auch dringend notwendig, denn selbst in den höheren Schule der Gegenwart wird auf die Ausbildung der Kompetenz Gedichte lesen und auf die Schulung der nötigen Sensibilität um sie innerlich aufnehmen und verstehen und begreifen zu können, sehr wenig Wert gelegt.

Dabei transportieren Gedichte so viel verdichtete Erfahrung, soviel erlittenes Unheil, aber auch so viel erfahrenes und erlebtes Glück, entweder mit Menschen, im Anschauen und Erleben der Natur oder auch im religiösen Sinne in der Begegnung und Auseinandersetzung mit Gott.

In sieben Kapiteln erläutert Greiner zunächst einmal, was ein Gedicht ist bzw. sein kann und gibt jeweils Beispiele aus der geheimnisvollen Welt der Lyrik verschiedener Epochen. Ein Gedicht kann sein eine Erzählung, ein Lied, ein Gefühl, eine Idee, eine Form,ein Rätsel oder ein Spiel. Meistens atmet es alle Elemente.

An der Interpretation von elf Gedichten im zweiten Teil des Buches kann man die Erkenntnisse des ersten Teils dann nachvollziehbar und verständlich studieren. Von Friedrich Hölderlins Der Sommer" bis zu Nadja Küchenmeisters nebel" geht dabei die Reise, und natürlich ist auch ein Gedicht von Joseph Eichendorff dabei.

Natürlich ist eine solche Auswahl extrem subjektiv und das eine oder andere "Lieblingsgedicht" hätte ich gerne auch in diesem Buch wieder gefunden. Doch das tut dem "Lyrikverführer" keinen Abbruch. Er lädt ein und verführt tatsächlich dazu, mit den durch dieses kleine Buch gewonnenen Erkenntnissen das jeweilige Lieblingsgedicht noch einmal ganz neu anzuschauen, zu lesen und auch zu hören.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen S C H L Ü S S E L L Y R I K & L Y R I K S C H L Ü S S E L, 22. Oktober 2009
Von 
Uwe-Jens Has (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ulrich Greiners Lyrikverführer. Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten. (Gebundene Ausgabe)
Also, ich habe das Buch meiner Frau gegeben, sie solle mal überfliegen, was sie

so denkt und sie meinte, sie möchte es von Anfang bis Ende lesen, sie hätte schon

eine Verslehre, aber hier verstünde sie es besser.

Und was will man mehr von einer Gebrauchsanweisung?

Sie hat in der Tat schon drei Weinkisten (als Bücherregal), mit Gedichten.

Wenn wir in der Schule ein Gedicht aufsagen mussten, stolpernd, falsch betonend,

wenn überhaupt, sagte der Deutschlehrer zum Schluss gern:

'Erreicht den Hof mit Müh' und Not, in seinen Armen das Kind war tot.'

Greiner ereicht den Hof lässig, die Zügel in der Linken und rechts das Buch, das

übersteht den Ritt auch ganz gut, stabiler Umschlag, abwaschbar , kann man immer

noch ganz zum Schluss in den Rucksack quetschen, wenn man auf grosse Fahrt geht.

Sein Pferd übrigens, heisst ' Feuilleton'.

Vorne steht drin ' Für meine Liebste' und da kucken wir natürlich gerade rein,

was er der so erzählt. Sie kommt vermutlich von ganz woanders her, Naturwissenschaft,

oder so, denn er erklärt es ihr umfassend und von Anfang an, also von

'Du bist min, ich bin Din, verloren iszt dasz Slüzzelin bis Robert Gernhardt:

'Dich will ich loben : Hässliches , Du hast so was verlässliches'.

140 Seiten das Gedicht als Erzählung, Lied, Gefühl, Form, Rätsel, Spiel.

Von der Mond ist aufgegangen , Wenn ich ein Vöglein wär , Die Schwalbe fliegt

über den Erie-See über den Erlkönig bis Celan und Biermann. Bachmann fehlt, aber

das macht nichts das hier wird ja sowieso wohl der Beginn einer wunderschönen Reise

in die Lyrikwelt.

Hilfe dazu am Schluss: Über 20 Seiten Alphabet der Verslehre und Bibliographie von

'must haves'.

Dann gibt es noch 11 Interpretationen die schon einmal abgedruckt wurden in der

Frankfurter Anthologie der FAZ, der längsten Lyrikreihe der Welt.

Er zitiert Hugo von Hofmannsthal:

'Es führt von der Poesie kein direkter Weg ins Leben und vom Leben keiner in die Poesie.'

Das macht aber nichts, denn der Umweg über dieses Buch lohnt sich.

'was sollen wir mit dem ertrunkenen matrosen tun?

wir singen ihm das wasserlied

wir sprechen ihm das grasgebet

dann will er gern zurück'.

Das Gedicht 'eia wasser regnet schlaf', aus dem Jahre 1960 hat einen Leserbriefaufruhr

in der FAZ verursacht. Geschrieben hat es eine Lektorin, die später auch für Jurek

Becker zuständig war. Es gibt einen Briefwechsel darüber. Becker : 'Liebstes Lieschen'.

Und das warum-wieso-weshalb? steht auf S. 171.
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