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Uhrwerk Orange - SZ-Cinemathek
 
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Uhrwerk Orange - SZ-Cinemathek

Malcolm McDowell , Michael Bates , Stanley Kubrick    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 14,59 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Malcolm McDowell, Michael Bates, Patrick Magee
  • Regisseur(e): Stanley Kubrick
  • Komponist: Wendy Carlos, Ludwig van Beethoven, Henry Purcell, Gioacchino Rossini, Edward Elgar, et al.
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Süddeutsche Zeitung GmbH
  • Erscheinungstermin: 12. November 2005
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 131 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0007TFJ9Q
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 64.223 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Im London der Zukunft sorgt der junge Alex mit seiner Gang nachts für Randale. Er landet im Gefängnis und muß als Versuchskaninchen für eine neue, wissenschaftliche Methode herhalten, bei der man ihm im Schockverfahren den Agressionstrieb nimmt. Wieder in Freiheit fällt der jetzt wehrlose Alex einem seiner früheren Opfer in die Hände. Nach einem Selbstmordversuch wird Alex' "Heilung" wieder rückgängig gemacht...

Produktbeschreibungen

Uhrwerk Orange. DVD-Video


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Torsten Scheib VINE™-PRODUKTTESTER
Auch heute - nach über dreißig Jahren - hat Stanley Kubriks "Uhrwerk Orange" nichts von seiner Eindringlichkeit eingebüßt und schockiert und entsetzt immer noch. Basierend auf dem gleichnamigen Roman des Kult-Autors Anthony Burgess wird hier die Geschichte von Alex erzählt, der zusammen mit seiner Gang (den "Droogs") raubend, plündernd und vergewaltigend durch die die Gegend zieht und dabei der Polizei und auch anderen Institutionen mehr als nur ein Dorn im Auge ist.
Eines Tages schließlich begeht Alex einen fatalen Fehler: Bei einem weiteren Überfall tötet er eine Frau und wird auch noch von seinen Kameraden verraten. Die Folge: 14 Jahre Staatsgefängnis! Doch dann hört Alex von der neuen Konditionierungsmaßnahme des Staates, die aus Kriminellen wieder friedlebende Bürger machen soll. Nichtsahnend ob der Ereignisse, die ihm noch bevorstehen, willigt Alex ein ...
Es ist schwer zu sagen, was an "Uhrwerk Orange" der beunruhigenste Faktor ist. Zu mannigfaltig schlägt Regisseur Kubrik auf den Zuschauer ein, als dass er sich dagegen wehren könnte, seien es nun die eindringlichen Bilder von Gewalt bzw. sinnloser Brutalität oder die schockierende Tatsache, wie leicht es einem Staat fallen könnte, aus seinen Bürgern dumpf vor sich hinlebende Roboter ohne Eigensinn zu kreieren. Noch immer besitzt "Uhrwerk Orange" Gültigkeit und dürfte jedem, der dieses zeitlose Meisterwerk zum ersten Mal sehen wird, schwer im Magen liegen bleiben. Nichts desto trotz stellt dieser Film nicht nur ein Manifest dar, sondern ist gleichzeitig eine Herausforderung, der sich jeder stellen sollte.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rirghty-right...? 16. März 2005
Von robotgeorgie #1 HALL OF FAME REZENSENT
Stanley Kubrick, der Ende der 60er mit dem genreprägenden und maßstäbesetzenden "2001" das Kinopublikum gleichsam begeistert wie verwirrt hatte, schuf 1971 einen der kompromißlosesten Filme überhaupt: Die Verfilmung von Anthony Burgess' Roman "Clockwork Orange": Eine ultrabrutale Geschichte um einen jungen Mann, Alex, der als Anführer seiner Gang - seinen Freunden, den Droogs - die Stadt unsicher macht: Raubt, mordet, schändet und vergewaltigt - bis Alex von der Polizei geschnappt wird und einem speziellen 'Programm' unterzogen wird, welches ihn zu einem braven und friedlichen Staatsbürger machen soll.
Überwältigende Kameraeinstellungen, bombastische (kalssische) Musik und kompromißlose Darstellung von Gewalt (in dieser Reinkultur erst wieder gesehen in David Fincher's "Fight Club") machten den Film zu einem der umstrittendsten der 70er: Nachdem einige Einbrüche und Überfälle im 'Stil' von "Clockwork Orange" verübt wurden, entschloß sich Stanley Kubrick kurz nachdem der Film in Großbritannien angelaufen war, den Film aus den Kinos zu nehmen. Bis vor wenigen Jahren war "Clockwork Orange" in keinem britischen Kino zu sehen.

Der Film war - und ist - eine gnadenlose Abrechnung mit dem System eines totalitären Staates, der seine Bürger vor allem 'bösen' zu schützen vorgibt, einem Staat der sich letztendlich als opportunistischer Moloch enttarnt, wehr- und willenlosen Individuen die zu willkommenen Marionetten dieses Staates werden. Eine Thematik, die heute nach wie vor aktuell ist, Politiker entpuppen sich als Wendehälse und Heuchler, um sich über Wasser halten zu können. Wie (fast) jeder Stanley Kubrick-Film ein zeitloses, mahnendes Werk, ein Pflichtfilm - Kult.
Im Rahmen der 50-teiligen SZ-Cinemathek erscheint "Clockwork Orange" auf DVD, auf Bonus-Features muß man leider wie auch schon im Release von Warner verzichten - hier sei aber auf die Dokumentation "Stanley Kubrick - A life in picutres" verwiesen (nur mit der "Stanley Kubrick Collection" erhältlich).

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Wolf
Es ist bisweilen traurig, dass Menschen so sehr in subjektiven Erwartungen und beschränkten Horizonten verhaftet sind, dass Sie mit dem Wort "Kunst" leider nur einen schmalen Streifen ihrer eigenen kleinen Welt verbinden.

Also bitte nicht abschrecken lassen von teilweise sehr unqualifizierten Äußerungen hier. Jeder, der eine Ahnung davon hat, welch fesselnde Wirkung von unkommentierten Bildern und Einstellungen auszugehen vermag, der möge sich diesen Film anschaffen. Dieser Film stellt in dieser Hinsicht einmal mehr einen ästhetischen Hochgenuss dar!!

Allen anderen wird er vielleicht gefallen, anderen nicht. Ist Kunst zu dem banalen Zwecke da, uns zu gefallen? Wie auch immer, was dieser Film zu bieten hat, ist Ästhetik, und zwar in den wildesten Spielarten.

Stanley Kubrick war einer der größten Regisseure aller Zeiten. Und von seinen Filmen ist "A Clockwork Organge" womöglich der am meisten explizite.

Zunächst einmal der Appell an diejenigen, die des Englischen mächtig sind, sich das Ganze in der originalen Tonspur anzusehen. Das ist zwar eine echte Herausforderung, denn es handelt sich dabei um einen nicht leicht zu verstehenden Slang, der aber sehr bildhaft und ungemein komisch ist und einen wichtigen Teil des ästhetischen Konzepts darstellt. Kubrick hat den Dialogen der Gang um Alex eine proletarische Sprache verliehen, die immer wieder auch sehr sanft und poetisch wirkt; Anleihen an Shakespeares Sprachgebrauch verdeutlichen die Synthese von Kunst bzw. Ästhetik und Grausamkeit. Zudem ist hier ist vor allem interessant, dass die in England bestehende soziale Abgrenzung, die in den jeweiligen Akzenten steckt, leicht parodiert wird. Es ist keinem zu trauen, egal welcher Stellung, ergo welcher Sprache er angehört.

Die deutsche Synchro gibt sich Mühe, aber es bleibt leider vieles auf der Strecke. Also vielleicht auf Englisch mit englischen Untertiteln schauen.

Natürlich gibt es eine ganze Menge mehr in diesem Film zu entdecken. Von der rein visuellen bzw. audio-visuellen Brillanz des Meisters mal abgesehen, fällt auch Malcolm McDowells Schauspiel auf. Schön wie Dorian Gray, charakterlich verdorben, wird er schließlich in einem visuellen Höllentripp gebrochen.

All das stellt McDowell wunderbar überzeugend und präsent dar; eine bestechende, eine preiswürdige Leistung.

Dazu wirft der Film einige Fragen über das Menschsein auf. Kubrick zeigt, dass jeder jeden zu seinem eigenen Vorteil missbraucht. Wer überflüssig ist, der wird fallen gelassen. Interessant ist auch die Synthese von Trieben und Ästhetik. Als Alex beides verliert - die Triebwelt und die Liebe zur 9. Sinfonie Beethovens - scheint er nicht mehr lebensfähig. Erst die psychologische Rückführung zum wahren Charakter des Menschen, eben triebhaft zu sein, lässt ihn die Musik auch wieder genießen.

Fazit: Eine faszinierende Reise in die menschliche Psyche. Traumhafte Bildsprache, triebhaft und wüst, aber eben doch hoch ästhetisch. Dazu ein Schauspieler, welcher der manischen Akribik seines Meisters folgen und alles aus sich herausholen musste. Und zu guter Letzt Musik, deren Einsatz in diesem Film verdeutlicht, worum es geht: Um Schönheit und um Grausamkeit.
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