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Uh Huh Her ist eine Achterbahnfahrt unter der Erde. Mit großer Opulenz, wie beim Vorgänger Stories from The City... hat dieses Album nichts zu tun. Was hier durch knarzige Sounds und minimale Arrangements hindurchscheint, ist aber ihre Mitarbeit bei der letzten Desert-Session. Ein Song wie "Cat On The Wall" hätte auch auf den Alben von Alain Johannes' und Natasha Schneiders Band Eleven sein können. Aber da Frau Harvey durchaus mit ihren eigenen Stilmitteln hervorsticht, bekommt der Hörer so verschiedene Stücke wie die einerseits ganz ruhigen Songs "Slow Drug","The Darker Days Of Me & Him" oder das eine Minute kurze "No Child Of Mine", dann aber auch ein paar Noise-Keulen wie "Who The Fuck?" oder das QOTSA-mäßige "The Letter".
Kurz und gut: Die Stilmittel mögen sich ändern, aber sie sind stets Vehikel für PJ Harveys dunkle Visionen und nur diesen verpflichtet. Da ist die Soloarbeit natürlich enorm vorteilhaft, denn niemand spuckt ihr in die Klangsuppe, um der entstehenden introvertierten Atmosphäre einen fremden Aspekt beizumischen. Uh Huh Her ist am Ende ein Album, das man sich besser interessiert und ohne Störung auf dem heimischen Hörplatz einführt, und hinterher ist man wieder um einiges verwirrter, aber das ist besser als gelangweilt. --Deborah Denzer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Shame is the shadow of love,
Von
Rezension bezieht sich auf: Uh Huh Her (Audio CD)
Nach Sories from the city, stories from the sea nun also Uh Huh Her. Schon am Titel erkennt man, dass sie mit diesem Album eine neuerliche graduelle Veränderung der musikalischen Grundstimmung vollzogen hat. Fast so eine Art Rückkehr. Nach den eingängigen, abgerundeten, Glück und Romantik ausdrückenden Stories (ein für P.J. Harvey fast schon aussergewöhnliches Album), besitzen diese Songs wieder mehr Schwere, Aggressivität und auch Trauer, letztlich mehr Unterschiedlichkeit als auf dem großartigen Vorgängeralbum.Man fühlt sich immer wieder an Dry und Is this Desire? erinnert, und doch fühlt man, dass sie hier eine neue Intimität erreicht hat, sie noch einen entschiedenen Schritt weiter in ihrem Ausdrucksvermögen gegangen ist. Es ist erstaunlich, wie souverän sie das vorherige Meisterwerk künstlerisch „überstanden" hat - oder auch eigentlich nicht, denn sie ist schließlich P.J. Harvey. Wieder ist es ihr gelungen, etwas auszudrücken, wozu die meisten Künstler heutzutage nicht mehr fähig sind: Leidenschaft. Diese Frau ist darum so eine große Musikerin, weil sie eine veritable Dichterin ist, der es gelingt, ihre nahe gehenden Verse in Musik zu verwandeln (oder anders herum). Darum The desperate kingdom of love und You come through. Die Bewunderer von P.J. Harvey finden hier eine neuerliche Bestätigung für ihre Anhängerschaft. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pj, wie immer; oder doch ein bisschen besser?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Uh Huh Her (Limited Edition) (Audio CD)
Wie nicht anders erwartet ist diese CD unglaublich gut. Pj Harvey hat alle Instrumente, bis aufs Schlagzeug, selbst eingespielt. Sie schreit, flüstert und erzählt von Ihrem Leid, wie sie es seit ihrer Debut-Cd "Dry" nicht mehr gemacht hat. Vom technischen her ist die CD in etwa so roh, wie bei ihrer zweiten Cd "Rid Of Me". Sie ist etwa so sperrig, wie ihre vierte CD "IS This Desire" Lediglich von der Unbeschwingtheit Von "Stories from the City..." findet man auf der neuen Scheibe nicht allzu viel. Alle die PJ kennen werden die CD lieben. Für die, die Pj kennen lernen Möchten, empfiehlt sich vielleicht besser "To Bring you my love" oder eben "Stories from the City..."
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ah! AH! HÖR!,
Rezension bezieht sich auf: Uh Huh Her (Audio CD)
Nach den gitarrenpop-lastigen "Stories From The City, Stories From The Sea" meldet sich Polly Jean Harvey mit einem auffallend sparsam produzierten Nachfolger zurück. Technische Spielereien sucht man auf "Uh Huh Her" vergebens, die Songs sind einfach, reduziert und direkt, Pollys Ausnahmestimme kommt so ideal zur Geltung.Der Eröffnungstrack besticht durch einen unerbittlich treibenden Groove. Bedrohlich bohrt sich das schleppende Gitarrenriff unterstützt von Rob Ellis' monotonem und extrem akzentuiertem Drumming mit jedem weiteren Schlag einen Stück tiefer in den Gehörgang. Voller Verachtung klagt Polly hier den notorischen Lügner „Mr Badmouth" an, bis sich dieser schließlich vor Angst weinend in der Ecke verkriecht. Leises Hintergrundgeschrammel, eine zurückhaltende Harmonika und ein minimalistischer Drumloop untermalen Pollys expressiven Gesang in "Shame" derart unaufdringlich, dass sich das beschriebene Schamgefühl langsam aber sicher im gesamten Raum ausbreitet. Frei von jeglicher Scham rotzt "Who the fuck?" einem plötzlich und ungefragt vor die Füße, beschwert sich im Vorbeigehen wie ein bockiger Teenager mit tourette-Syndrom, äußert zuletzt nur noch manische Laute und verschwindet nach zwei Minuten wieder genauso plötzlich hinter der nächsten Häuserecke, um einen verwirrt zurück zu lassen. Die anschließenden hippieesken Klänge versprechen Erholung von dieser Begegnung, doch zerstört Polly die Idylle mit ihrem beunruhigend glänzenden „Pocket Knife", das sie immer mal wieder aufblitzen lässt. "The Letter" ist eine leidenschaftlich rockende Liebeserklärung an eine etwas angestaubte Kommunikationsform und besitzt das wohl größte Hitpotenzial auf dem Album. Weiter geht es mit dem wahrscheinlich leisesten Song, den P J Harvey je veröffentlicht hat. Ihr fragendes Flüstern fesselt einen im willenlosen Halbschlaf, surreale Bilder ziehen vorbei. Ein geflügelter Junge injiziert mit seinen Pfeilen "The Slow Drug", die alsbald den gesamten Körper durchströmt und einen nicht loslässt, bis der behutsame Fade-Out durch die Folk-Gitarre des folgenden Einminüters "No Child Of Mine" abgelöst wird. Polternde Gitarren und die Aufforderung, das Radio lauter zu drehen leiten "Cat On The Wall" ein, Polly klingt hier so naiv und zerbrechlich wie das 17jährige Mädchen, das sie besingt. Es folgen ausschließlich sehr ruhige Songs und Interludes. Die Ballade „You Come Through" erzeugt durch seine dezente exotische Percussion eine fast karibische Atmosphäre. „It's You" hat einen interessanten Spannungsbogen zu bieten. Es wird von einem später wiederkehrenden schicken Pianothema eingeleitet, das in einen warmen, verzerrten, an „Is this Desire?" erinnernden Basslauf übergeht, der Pollys sinnlichen Gesang nachahmt. Im „Desperate Kingdom of Love" begleitet sich P J Harvey selbst auf der Akustikgitarre und scheint dabei den eigenen gerade erzielten Lautstärkerekord noch einmal unterbieten zu wollen. Den traurig-schönen Abschluss bilden "The Darker Days of Me & Him" mit dem rührend vertonten Wunschzettel „no neurosis / and no psychosis / no psychoanalysis / and no sadness". ;( Für Fans ein Muss, für alle anderen ein Soll. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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