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Uh Huh Her

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Produktinformation

  • Audio CD (1. Juni 2004)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Island (Universal Music)
  • ASIN: B00024YVH2
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  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Hörproben
Song Länge Preis
  1. The Life And Death Of Mr. Badmouth 4:50EUR 1,29  Kaufen 
  2. Shame 2:31EUR 1,29  Kaufen 
  3. Who The Fuck? [Explicit] 2:06EUR 1,29  Kaufen 
  4. The Pocket Knife [Explicit] 3:41EUR 1,29  Kaufen 
  5. The Letter 3:19EUR 1,29  Kaufen 
  6. The Slow Drug 3:21EUR 1,29  Kaufen 
  7. No Child Of Mine 1:04EUR 1,29  Kaufen 
  8. Cat On The Wall 3:00EUR 1,29  Kaufen 
  9. You Come Through 2:46EUR 1,29  Kaufen 
10. It's You 4:11EUR 1,29  Kaufen 
11. The End 1:21EUR 1,29  Kaufen 
12. The Desperate Kingdom Of Love 2:42EUR 1,29  Kaufen 
13. Seagulls 1:07EUR 1,29  Kaufen 
14. The Darker Days Of Me & Him 4:34EUR 1,29  Kaufen 

Produktbeschreibungen

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PJ Harvey ist mit Uh Huh Her auf dem absoluten Solo-Selbstfindungstrip. Wäre es musikalisch nicht so weit voneinander entfernt, so würde man gerne eine Parallele zu Lenny Kravitz ziehen: die Songs sind allesamt selbst eingespielt (bis auf das Schlagzeug), das Booklet besteht ausschließlich aus Selbstporträts, die Texte sind, wie immer bei Polly, über Polly. Aber da hören die Gemeinsamkeiten dann auch auf.

Uh Huh Her ist eine Achterbahnfahrt unter der Erde. Mit großer Opulenz, wie beim Vorgänger Stories from The City... hat dieses Album nichts zu tun. Was hier durch knarzige Sounds und minimale Arrangements hindurchscheint, ist aber ihre Mitarbeit bei der letzten Desert-Session. Ein Song wie "Cat On The Wall" hätte auch auf den Alben von Alain Johannes' und Natasha Schneiders Band Eleven sein können. Aber da Frau Harvey durchaus mit ihren eigenen Stilmitteln hervorsticht, bekommt der Hörer so verschiedene Stücke wie die einerseits ganz ruhigen Songs "Slow Drug","The Darker Days Of Me & Him" oder das eine Minute kurze "No Child Of Mine", dann aber auch ein paar Noise-Keulen wie "Who The Fuck?" oder das QOTSA-mäßige "The Letter".

Kurz und gut: Die Stilmittel mögen sich ändern, aber sie sind stets Vehikel für PJ Harveys dunkle Visionen und nur diesen verpflichtet. Da ist die Soloarbeit natürlich enorm vorteilhaft, denn niemand spuckt ihr in die Klangsuppe, um der entstehenden introvertierten Atmosphäre einen fremden Aspekt beizumischen. Uh Huh Her ist am Ende ein Album, das man sich besser interessiert und ohne Störung auf dem heimischen Hörplatz einführt, und hinterher ist man wieder um einiges verwirrter, aber das ist besser als gelangweilt. --Deborah Denzer

kulturnews.de

PJ Harvey hat eine neue Platte gemacht, und die drängende Frage ist nicht "Wie ist die CD?", sondern "Wie geht es Harvey?" Schon immer waren ihre Veröffentlichungen weniger Kommentar zur Außenwelt als öffentliches Aufarbeiten seelischer Probleme; nach "Uh Huh Her" muss man wohl sagen: Es geht ihr schlecht. Düster die Akustikgitarre, tonlos Harveys Stimme, immer wieder durchbrochen von wilden Schlagzeug-Gitarre-Eruptionen, dann schwingt sie sich zum Heulen auf, markerschütternd, hilflos. Bis auf die Drums macht Harvey mittlerweile alles selbst, das verleiht ihrer musikalisch eher konventionellen Blues-Folk-Indie-Melange den Charme des Unfertigen, Sperrigen. Gleichzeitig hat das Album dadurch auch einen leicht autistischen Charakter: Der Vorgänger "Stories from the City, Stories from the Sea" war ein Band-Album, das bei aller Düsternis geschlossen wirkte. Heute hat man dagegen den Eindruck, dass Harvey sich abkapselt, sich einspinnt in einen persönlichen Alptraum. Dass das auf der inhaltlichen Ebene einen ziemlich reaktionären Unterton hat, dass Harvey für die Frau nur das role model der Leidenden anbietet, dass sie Sex nur in Verbindung mit Schuld und Schmerz denken kann - geschenkt. Wie ist die CD? Großartig. (fis)


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Malte Neumann am 31. Januar 2005
Format: Audio CD
Nach Sories from the city, stories from the sea nun also Uh Huh Her. Schon am Titel erkennt man, dass sie mit diesem Album eine neuerliche graduelle Veränderung der musikalischen Grundstimmung vollzogen hat. Fast so eine Art Rückkehr. Nach den eingängigen, abgerundeten, Glück und Romantik ausdrückenden Stories (ein für P.J. Harvey fast schon aussergewöhnliches Album), besitzen diese Songs wieder mehr Schwere, Aggressivität und auch Trauer, letztlich mehr Unterschiedlichkeit als auf dem großartigen Vorgängeralbum.
Man fühlt sich immer wieder an Dry und Is this Desire? erinnert, und doch fühlt man, dass sie hier eine neue Intimität erreicht hat, sie noch einen entschiedenen Schritt weiter in ihrem Ausdrucksvermögen gegangen ist. Es ist erstaunlich, wie souverän sie das vorherige Meisterwerk künstlerisch „überstanden" hat - oder auch eigentlich nicht, denn sie ist schließlich P.J. Harvey. Wieder ist es ihr gelungen, etwas auszudrücken, wozu die meisten Künstler heutzutage nicht mehr fähig sind: Leidenschaft.
Diese Frau ist darum so eine große Musikerin, weil sie eine veritable Dichterin ist, der es gelingt, ihre nahe gehenden Verse in Musik zu verwandeln (oder anders herum). Darum The desperate kingdom of love und You come through.
Die Bewunderer von P.J. Harvey finden hier eine neuerliche Bestätigung für ihre Anhängerschaft.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon Kunde am 8. Oktober 2004
Format: Audio CD
Nach den gitarrenpop-lastigen "Stories From The City, Stories From The Sea" meldet sich Polly Jean Harvey mit einem auffallend sparsam produzierten Nachfolger zurück. Technische Spielereien sucht man auf "Uh Huh Her" vergebens, die Songs sind einfach, reduziert und direkt, Pollys Ausnahmestimme kommt so ideal zur Geltung.
Der Eröffnungstrack besticht durch einen unerbittlich treibenden Groove. Bedrohlich bohrt sich das schleppende Gitarrenriff unterstützt von Rob Ellis' monotonem und extrem akzentuiertem Drumming mit jedem weiteren Schlag einen Stück tiefer in den Gehörgang. Voller Verachtung klagt Polly hier den notorischen Lügner „Mr Badmouth" an, bis sich dieser schließlich vor Angst weinend in der Ecke verkriecht. Leises Hintergrundgeschrammel, eine zurückhaltende Harmonika und ein minimalistischer Drumloop untermalen Pollys expressiven Gesang in "Shame" derart unaufdringlich, dass sich das beschriebene Schamgefühl langsam aber sicher im gesamten Raum ausbreitet. Frei von jeglicher Scham rotzt "Who the fuck?" einem plötzlich und ungefragt vor die Füße, beschwert sich im Vorbeigehen wie ein bockiger Teenager mit tourette-Syndrom, äußert zuletzt nur noch manische Laute und verschwindet nach zwei Minuten wieder genauso plötzlich hinter der nächsten Häuserecke, um einen verwirrt zurück zu lassen. Die anschließenden hippieesken Klänge versprechen Erholung von dieser Begegnung, doch zerstört Polly die Idylle mit ihrem beunruhigend glänzenden „Pocket Knife", das sie immer mal wieder aufblitzen lässt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Schillorius am 21. Juli 2011
Format: Audio CD
Früher zählte PJ Harvey zu den Helden der neu- aufkommenden Grunge- und Alternative-Rock-Ära der frühen 90er Jahre. Wenn auch musikalisch stark an den frühen Pixies und Nirvana orientiert, verkörperte Harvey mit ihren ersten Alben eine neue Art "feminine Aggressivität", in der ein scheues, ängstliches und unberechenbares Wesen hauste, dass man sich lieber nicht zu streicheln traute, weil man sonst übel gebissen werden konnte. Doch diese Zeiten des Kampfes und des Leidens sind lange vorbei. Mittlerweile ist Harvey eine Künstlerin mit Weitblick, die immer ihrer künstlerischen Intuition folgt und mit jedem weiterem Album ihr musikalisches Spektrum erweitert. "Uh Hu Her" ist eine deutliche Abkehr von den Vorgängeralben und ein krasser Gegenentwurf zu deren eher poppigen Sound. Es ist aber keine Rückbesinnung auf "alte Tage". Es ist vielmehr eine Reise in das Innere der PJ Harvey. Das Cover zeigt ein unscharfes Polaroid-Foto von Harvey, schief aufgeklebt und mit aufgemaltem Albumtitel versehen. Auf der Rückseite findet man eine bunte und wirr- zusammengebastelte Tracklist aus unterschiedlichsten Papierschnipseln. Der Sound gemäß seinem Artwork: spartanisch, fragmentiert, trocken und dumpf. Harvey entblättert ihre Songs auf das Nötigste, verzichtet völlig bewusst auf eine saubere, glatte Produktion und üppige Arrangements. Sie benutzt immer gleich den ersten Take, egal ob perfekt gespielt oder nicht und bewahrt somit die Natürlichkeit und Ursprünglichkeit jedes einzelnen Songs. Kein langes Schrauben, kein unendliches Feilen, sondern 14 wundervolle, rau produzierte Songs. Wer an einsamen Regentagen lieber zu Hause bleiben- und das alltägliche Treiben vom Fenster aus beobachten möchte, sollte im Hintergrund "Uh Hu Her" laufen -und seinen Tagträumen freien Lauf lassen.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Robin Frost am 1. Juni 2004
Format: Audio CD
Wie nicht anders erwartet ist diese CD unglaublich gut. Pj Harvey hat alle Instrumente, bis aufs Schlagzeug, selbst eingespielt. Sie schreit, flüstert und erzählt von Ihrem Leid, wie sie es seit ihrer Debut-Cd "Dry" nicht mehr gemacht hat. Vom technischen her ist die CD in etwa so roh, wie bei ihrer zweiten Cd "Rid Of Me". Sie ist etwa so sperrig, wie ihre vierte CD "IS This Desire" Lediglich von der Unbeschwingtheit Von "Stories from the City..." findet man auf der neuen Scheibe nicht allzu viel. Alle die PJ kennen werden die CD lieben. Für die, die Pj kennen lernen Möchten, empfiehlt sich vielleicht besser "To Bring you my love" oder eben "Stories from the City..."
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