Zunächst zu den Unterschieden zur regulären Veröffentlichung:
Es sind zwei Bonustracks ('Coffee Break' und 'Redemption Song' von Bob Marley) enthalten, die oben nicht gelistet sind. Diese sind ebenfalls auf der, in der Bandpause veröffentlichten Raritätensammlung '1989-1999' zu finden.
Des weiteren handelt es sich um eine besondere Art der Verpackung für den geschätzen Silberling: ein Metallhülle, auf die das Coverartwork gebracht wurde.
'Ugly' ist gemeinsam mit seinem Nachfolger 'Soul Searching Sun' wohl als Konsens-Platte anzusehen. War der Erstling 'River Runs Red' noch mehr oder weniger ausschließlich dem Hardcore verschrieben, so ist auf 'Ugly' eine zunehmende Poplastigkeit zu spüren, die wohl dem Songwriting des Sängers Keith Caputo geschuldet ist. Die Vorliebe auch Balladen vermehrt zu präsentieren, konnte dieser dann auf dem nach dem Split entstandenen Solo-Debüt weiter verfolgen.
Daß Metalriffs und Pop gut miteinander gehen liegt wohl zu einem großen Teil an der gesanglichen Performance Caputos. Dieser vermag es aus vermeintlich stumpf kreierten Songgerüsten etwas zu schaffen, was Life Of Agony über andere Rockbands hebt. Caputo versteht es jederzeit das richtige Maß an Pathos und Kitsch anzubringen. Das mit einer gut funktionierendem Rhythmustruppe gepaart, wie auf dieser Scheibe zu finden, läßt jeden Musikfreund glücklich werden, da sind auch Coverversionen mit Augenzwinkern ('Don't You') und ohne ('Redemption Song') verzeihlich.