Und wieder ein Juwel aus dem US-Serienschatz, das bei uns leider fast unbekannt ist.
Das Besondere hierbei sind zwei Punkte:
1. Die Serie ist wirklich witzig. Wer nicht gerade ein totaler Griesgram ist, kann in jeder Folge mindestens einmal herzlich lachen, man hat immer ein Schmunzeln auf dem Gesicht. Es ist sogar Platz für ein bisschen Satire, die Autoren machen sich lustig über die US-Fernsehlandschaft, über Seifenopern, versteckte Werbung usw.
2. Die Serie ist hoch romantisch. Die Geschichte von dem hässlichen Entlein, das sich in einen schönen Schwan verwandelt, ist natürlich uralt, man kennt sie von Hans Christian Andersen ebenso wie aus "Verliebt in Berlin". Und man erkennt natürlich auf den ersten Blick, dass Hauptdarstellerin America Ferrara eine schöne Frau ist, die auf hässlich geschminkt wurde. Aber das macht nichts. Es kommt darauf an, wie eine alte Geschichte neu erzählt wird - und hier ist es sehr gut gelungen. Die Sorgen und Nöte von Betty, ihr kleinen und großen Liebesaffären sind liebevoll und glaubwürdig umgesetzt. In jeder Folge gibt es mindestens einen Moment, in dem ich zum Taschentuch greifen muss.
Auch nicht zu verachten: 30 Minuten Featurettes und 16 entfallene Szenen.