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Uferwald: Kriminalroman [Taschenbuch]

Ulrich Ritzel
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

10. April 2007
Eine Leiche, ein geheimes Tagebuch und eine Spur, die in die Vergangenheit führt – Hochspannung made in Germany.

Ulm: In einer Wohnung der Gemeinnützigen Heimstätten wird eine ältere Frau tot, schon fast mumifiziert, aufgefunden. Ein Routinefall, scheint es. Charlotte Gossler ist eines natürlichen Todes gestorben, wurde nur viel zu lange von keinem vermisst. Doch dann stößt Kommissar Kuttler auf ein Tagebuch ihres Sohnes, der vor Jahren bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben kam, und der Fall nimmt eine unerwartete Wendung …


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (10. April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442736676
  • ISBN-13: 978-3442736676
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.030 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eine alte Frau wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Was für die Kommissare Wegenast und Kuttler zunächst wie ein Routinefall aussieht, erweist sich in Ulrich Ritzels überzeugendem Kriminalroman Uferwald als Tragödie, deren Wurzeln weit in der Vergangenheit liegen.

Der türkische Hausmeister hatte schließlich Verdacht geschöpft. Sonst hätte Charlotte Gossler wohl bis zum jüngsten Tag tot in ihrer Wohnung gelegen, ohne dass jemand davon Notiz genommen hätte. Die alte Frau hatte anscheinend keine Angehörigen, denen ihr Verstummen aufgefallen wäre. Kommissar Markus Kuttler durchstöbert eher lustlos die Wohnung der Verstorbenen. Gerade haben er und seine Kollegin Tamar Wegenast den alten Hauptkommissar Berndorf zum Zug gebracht und endgültig samt Hund nach Berlin verabschiedet. Und Kuttlers Gedanken sind eher bei Berndorf als in der muffigen Wohnung der Gossler. Bis er das Tagebuch von Tilman Gossler findet, dem Sohn der Toten. Er liest sich in dessen Lebensgeschichte fest und stößt auf ein Verbrechen, das vor Jahren nicht aufgeklärt werden konnte. Seine Ermittlungen führen ihn in Verwaltungsbüros und Anwaltskanzleien und zu den ehemaligen Mitgliedern einer Clique von Schulfreunden, die sich auf unterschiedlichste Weise durchs Leben geschlagen haben. Kuttler verbeißt sich in den Fall, mehr und mehr fasziniert von den Lebensgeschichten der Beteiligten fühlt er sich gar als Teil der Gruppe. Schließlich gerät er durch sein Verhalten mächtig in die Bredouille. Wegenast muss eingreifen, bevor Schlimmes geschieht.

Immer wieder wechselt der Autor die Zeitebenen, schildert die Ermittlungen der beiden Polizisten im Ulmer Stadtmilieu und führt den Leser via Tilman Gosslers Tagebuch in die Vergangenheit. Präzise beschreibt er Verhältnisse und Konflikte innerhalb einer Gruppe von Schulfreunden und baut geduldig und mit großer Spannung die Entwicklungsgeschichte eines Verbrechens auf. Ritzel interessiert weniger der Kriminalfall an sich, sondern der menschliche Faktor -- Liebe, Eifersucht, Gier. Mit diesem im besten Sinne bedächtigen und wohltuend langsamen Roman hat Ulrich Ritzel wieder einmal ein sehr überzeugendes Stück Kriminalliteratur abgeliefert. --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"'Uferwald' ist ein herausragender Kriminalroman: Erfahrungssatt, treffsicher montiert, genau beobachtend, sprachlich brillant." (Deutsche Welle)

"Ein Provinzkrimi im besten Sinne, ein verstörendes Psychogramm beengender Geister und Gedanken." (Literarische Welt)

"Ritzel gilt er als einer der besten Krimiautoren im Land. 'Uferwald' bestätigt den Ruf. Der Autor verknüpft die Handlungsfäden zu atemberaubenden Mustern." (Sächsische Zeitung)

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Er ist abgetreten. Am Anfang des neuen Buches wird der alte, kantige und knorrige Kommissar Hans Berndorf von seinen beiden Kollegen Markus Kuttler und Tamar Wegenast verabschiedet. In Berlin wird er jetzt leben, und kann ja, bei Bedarf, vom Autor wieder aktiviert werden.

Doch das aus Ritzels bisherigen vier, im kleinen, aber feinen Libelle-Verlag erschienenen Büchern bekannte Ermittlerduo lässt den alten Mann nicht vermissen. Eine alte Frau ist tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Charlotte Gossler, Mieterin der gemeinnützigen Heimstätten in Ulm, lag schon seit Monaten dort und zwar im Zimmer ihres Sohnes Tilman, der zwei Jahre zuvor bei einem immer noch ungeklärten Unfall ums Leben kam.

Kuttler findet in Tilmans Zimmer ein Tagebuch, indem Tilman erzählt von einer Clique, zu der auch Luzie Haltermann gehörte, die jetzt Assistentin der Gemeinnützigen Heimstätten ist und aus Mitleid und schlechtem Gewissen heraus die Bestattung von Charlotte Gossler organisiert.

Von der absolut spannenden Handlung soll nicht mehr verraten werden, nur, daß es Ritzel auf das beste gelingt, Menschen zu beschreiben und ihre Schicksale zu dokumentieren. Er zeigt auf, dass die Vergangenheit eben nicht vergeht, sondern mit einem Mal, durch Zufall, zum Beispiel durch die Entdeckung eines unbekannten Tagebuchs, Dinge und Vorgänge ans Licht kommen, die sonst für immer unentdeckt geblieben wären.

Die Geschichte des Buches erinnert sehr an das etwa zur gleichen Zeit entstandene Buch von Anne Chaplet "Sauberer Abgang", in dem auch eine alte Clique in mysteriöse Todesfälle verwickelt ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gääähhhn.. 8. Mai 2014
Format:Taschenbuch
...extrem langweilige Handlung. Noch langweiliger sind die seitenlang eingeschobenen Tagebuchauszüge. Dazu kommt ein Schreibstil, der seltsam altbacken wirkt.
ich glaube, ich habe noch nie ein Buch ca. 30 Seiten vor dem Ende zur Seite gelegt. Hier war das der Fall.
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3.0 von 5 Sternen mittelmäßig 27. März 2012
Format:Taschenbuch
Eine alte Frau stirbt, und ihr Tod bleibt monatelang unbemerkt. Lediglich ein türkischer Mitbewohner vermisst die Frau und schickt eine Meldung an die Hauseigentümer, die gemeinnützigen Heimstätten, dort aber wird seine Nachricht verschlampt. Bei der Aufklärung dieses Todesfalles fällt dem Kommissar mehr durch Zufall ein Tagebuch des vor mehreren Jahren unter ungeklärten Umständen verunglückten Sohnes der toten Frau in die Hände, und er beginnt, darin zu lesen. Mehr und mehr wird er von den darin beschriebenen Ereignissen und Erlebnissen des Sohnes mit seiner langjährigen Clique gefesselt und kommt sich zuletzt fast selbst wie ein Mitglied dieser Clique vor.
Es gibt spannende Verwicklungen, einen Bankraub, einen Selbstmord, den der Kommissar ungewollt verursacht. Am Schluss ist die Lösung des Falles unvermutet, aber doch schlüssig und eher unspektakulär, etwas enttäuschend.
Als geborene Ulmerin hatte ich etwas mehr lokales Feeling erwartet, das kam jedoch nicht auf (vielleicht bin ich auch schon zu lange fort und kannte die beschriebene Szene deshalb nicht?).
Es hat mich auch verwirrt, dass reale Straßennamen und Stadtteile mit Fantasienamen abwechselten, so konnte man sich manchmal auch nicht richtig vorstellen, wo die Handlung spielen sollte (aber das Verfremden war wohl Absicht?).
Was aber total irreführend und daneben war, war das Titelbild mit dem Boot. Nirgends in dem ganzen Buch kam ein Boot vor.
Da wundert man sich dann schon ein bisschen, dass Leute, die anscheinend absolut keine Ahnung von der Geschichte haben, wahllos irgend ein Foto dafür auswählen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ohne Bernsdorf, trotzdem gut! 1. Februar 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Der erste Krimi ohne Kommissar Bernsdorf, trotzdem sehr gut u. im vertrauten Milieu bei Tamar Wegenast u. Kuttler, der diesmal in den Vordergrund rückt.

Leiser Beginn mit der Schilderung der Wohnung, in der die tote Mutter des vor ein paar Jahren bei einem mysteriösen Radunfall ums Leben gekommenen Tilman seit Wochen unentdeckt liegt und pikanterweise zwar von dem türkischen Nachbarn gemeldet wird, dessen Meldung aber verschlampt wird...

Durch Tagebucheintragungen des toten Tilman gefesselt, ermittelt Kuttler in dessen alter Clique. Alle mittlerweile arriviert u. involviert.

Sehr schön zu lesen!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ewald Judt HALL OF FAME REZENSENT
Format:Taschenbuch
Nach den 4 Ulrich Ritzel-Kriminalromanen "Der Schatten des Schwans" (btb 72800 - Erstauflage 1999), "Schwemmholz" (btb 72810 - Erstauflage 2000), "Die schwarzen Ränder der Glut" (btb 73010 - Erstauflage 2001) und "Der Hund des Propheten" (btb 73256 - Erstauflage 2003) mit dem Ulmer Hauptkommissar Berndorf ist "Uferwald" (btb 73667 - Erstauflage 2005) der erste Kriminalroman ohne ihn - er hat sich in der Pension nach Berlin zurückgezogen. Doch seine Kommissare Markus Kuttler und Tamara Wegenast vertreten ihn nach seinem Abgang bestens. In "Uferwald" stößt Kuttler per Zufall auf eine Jahre zurückliegende merkwürdige Angelegenheit. Nach dem einsamen Tod von Frau Charlotte Gossler - ihr Ableben wurde erst Monate danach bemerkt - liest Kuttler das Tagebuch ihres vor 7 Jahren bei einem "Unfall mit Fahrerflucht" ums Leben gekommenen Sohnes Tilman. Dabei wird ihm klar, daß das damals eben kein "Unfall mit Fahrerflucht" war - und so startet er mit Tamara Wegenast Ermittlungen. Diese konzentrieren sich auf seine Clique, die seit Jugendzeiten zusammen war und sich erst nach seinem Tod zerstreute, sowie deren Umfeld. Dabei kommt vieles zutage, was als Mordmotiv gelten könnte - Liebe, Eifersucht, Gier, Spielsucht, Rache. Ein (unnötiger) Banküberfall verkompliziert die Geschichte. Erst ein Nachspielen der damaligen Silvesternacht (wie in einem Agatha Christie-Krimi) unter Anleitung von Markus Kuttler macht klar, daß nur eine Person als Täter in Frage kommt. Alles in allem ist der Plot nicht unspannend, die Art des Schreibens läßt jedoch nicht zu, daß man ununterbrochen gefesselt ist.
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