Im Prinzip wird einem mit Broken Destiny eine portable Version des vierten Teils (X360, PS3) geboten. Technisch ist der Titel sehr eindrucksvoll (technisch zwischen Teil 2 und Teil 3 auf der PS2), dafür ist die Serie ja bekannt. Spielerisch wurde versucht, das große Vorbild so weit wie möglich umzusetzen - was grundsätzlich auch gelungen ist! Leider fehlt es dem Spiel an einem Story-Modus, der wurde mehr oder weniger komplett gestrichen. Dafür paßt Kratos hervorragend ins Spiel hinein (ganz im Gegensatz zu den Star Wars Kollegen auf den stationären Konsolen).
Der größte Kritikpunkt bleiben die schwachen Spielmodi. Wirkt wie hingeschludert, wenig durchdacht und kaum motivierend. Das ging schon erheblich besser in den vorangegangen Teilen. Es wird nur wenig geboten: Die Prüfungen sind nervig und der Spießrutenlauf toppt das Ganze noch, weil es keinen Spaß macht: Blocke und drücke Taste XY... Das ganze wird dann bis zum Ende dauerhaft wiederholt! Leider ist auch der Mehrspielermodus sehr eingeschränkt, denn außer Ad-Hoc (Spieler mit PSP und eigenem Spiel im gleichen Raum) gibt es keine weitere Möglichkeit, die Mehrspielerqualitäten auszutesten.
Schade, fast wäre Broken Destiny die absolute Kampfreferenz auf der PSP geworden - leider patzt man bei der eigentlichen Pflicht, den Spielmodi, obwohl bei der Kür im technischen Bereich alle Register der PSP-Programmierkunst gezogen werden. Tekken: Dark Resurrection bleibt damit Beat 'em Up Nr. 1 auf der PSP, aber da der Titel mittlerweile nicht mehr ganz taufrisch ist, bietet sich Broken Destiny trotz Spielmodischwächen als nette Abwechslung an.