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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die zur Zeit beste U-Sim!, 26. Juni 2002
Spielablauf: Im Singleplayer-Modus absolviert man eine komplette Karriere als Kommandant eines deutschen U-Bootes im 2. Weltkrieg. Beginnend im Jahr 1939 führt einen das Spiel durch alle wichtigen Szenarien der „Schlacht im Atlantik". Angefangen vom Angriff auf Scapa Flow, über das Unternehmen „Weserübung" (die Besetzung Norwegens) und die „Operation Paukenschlag" (Angriff gegen die US-Ostküste) bis hin zu den Einsätzen gegen die alliierte Invasionsflotte an der Küste der Normandie. Auch in der Nordsee, im Mittel- und im Nordmeer macht man Jagd auf alliierten Schiffsraum. Geht man anfangs noch mit einem kleinen Typ II-Boot auf Feindfahrt so steigt man im weiteren Verlauf des Spiels auf den Typ VII um, um gegen Kriegsende mit einem Typ XXI ausgerüstet zu werden. Erfreulich ist die große Vielfalt der Überwasserfahrzeuge. Verschiedene Zerstörer-Klassen, mehrere Frachter und Tanker sowie Kreuzer, Schlachtschiffe und Flugzeugträger kann man vor die Rohre nehmen. Insgesamt kommt das Programm auf ca. 200 3D-Modelle! Im Gegensatz zum ersten Teil, bei dem man noch auf einem US-Boot den Pazifik unsicher machte, kann man jetzt auch die Flak selbst bedienen und sich gegen angreifende Flugzeuge zur Wehr setzen. Je nach Erfolg warten nach Abschluss der Missionen Orden auf den Kommandanten. Auf eine dynamische Kampagne wurde leider verzichtet, so dass man nur festgelegte Einsätze mit bestimmten Missionszielen zur Verfügung hat.Der Einstieg: Nach der Installation kann man Grafik-, Sound- und Realismuseinstellungen vornehmen, bevor man sich für eine Kampagne oder für eine Einzelmission entscheidet. Unter den 11 vorgegeben Einzeleinsätzen finden sich auch 3 Übungsmissionen, die dem Einsteiger die Navigation des Bootes sowie den Einsatz der drei Primärwaffen Torpedo, Geschütz sowie Flak nahebringen. Der integrierte Editor ist allerdings sehr schmal ausgefallen. Man kann lediglich Tageszeit, Wetterlage, den gewünschten Bootstyp sowie den Einsatzort festlegen. Dazu noch, ob es ein Angriff gegen Kriegsschiffe oder Frachter sein soll und wie stark deren Sicherung ausfällt, sofern eine vorhanden sein soll. Die Grafik: Die einzelnen Stationen des Bootes sind grafisch ansprechend gestaltet und orientieren sich an den Original-Vorbildern. Bei der Aussenansicht muss man jedoch Abstriche machen - zu altbacken wirkt die Grafik. Zwar sehen das eigene Boot sowie alle anderen Schiffe durchaus gut aus, doch wirkt ein „nacktes" SH 2 dennoch etwas steril. Erst der Einsatz verschiedener Modifikationen, die es zuhauf im Internet gibt, peppt die Grafik ordentlich auf. Hoch aufsteigende Wassersäulen bei Torpedotreffern, gewaltige Feuerbälle bei explodierenden Tankern, fette schwarze Rauchsäulen über brennenden Schiffen sowie aus der Flak fliegende Patronenhülsen lassen das Herz höher schlagen. Wer sich bei schwerem Seegang hinter das Bordgeschütz stellt, wird unwillkürlich die Füße hochziehen, sobald der Bug tief ins Wasser eintaucht und die Wellen den Turm umspülen. Den Lauf abgeschossener Torpedos kann man mittels einer Kamera verfolgen, was einen manches mal die Faust ballen lässt, wenn der wertvolle Aal knapp am anvisierten Ziel vorbeiläuft. Der Sound: Tontechnisch weiss SH 2 zu gefallen. Der Diesel wummert, die Wellen rauschen und nach dem Alarmtauchen lauscht man gespannt auf das Pingen des feindlichen Sonars, während im Hintergrund leise die E-Maschinen summen. Die Sprachausgabe ist in Ordnung, wenn auch manchmal ein wenig emotionslos. Auch hier gibt es verschiedene Sound-Modifikationen, die für einen anständigen „Wumms" bei Torpedoeinschlägen oder dem Benutzen von Flak und Bordgeschütz sorgen. Die Steuerung: Gesteuert wird mit Maus und Tastatur. Mit den Funktionstasten erreicht man schnell die verschiedenen Stationen, wie den Maschinenraum, den Horchraum oder den Funkraum, durch den man bei Bedarf über etwaige Änderungen der sekundären Missionsziele informiert wird. Auch kann man von hier Nachschub anfordern oder die Position gesichteter feindlicher Verbände durchgeben. Mit der Maus bedient man alle Instrumente. Die Navigation des Bootes geht flott von der Hand, so dass nicht nur der Angriff auf alliierte Konvois, sondern auch das Katz-und-Maus-Spiel mit feindlichen Zerstörern für Nervenkitzel sorgen. Den meiste Zeit des Spiels verbringt man vor dem Kartenbildschirm. Hier lassen sich Kurs und Geschwindigkeit einstellen, bereits gesichtete Gegner werden ebenfalls durch farbliche Symbole dargestellt, an denen man erkennen kann, ob es sich um Kriegsschiffe, Frachter, feindliche, neutrale oder eigene Einheiten handelt. Multiplayer: Hier sollte man mindestens über einen ISDN-Anschluss verfügen, Modem-gestützte Online Games sind nur bedingt möglich - spätestens, wenn es gegen einen Konvoi geht, geht das Modem aufgrund der zu berechnenden Datenmenge in die Knie. Ansonsten sorgen die Gefechte gegen den menschlichen Gegner für Spielspass, zudem lässt sich SH 2 mit „Destroyer Command" koppeln, so dass einer das U-Boot, der andere den Zerstörer steuert... Fazit: Wer den Vorgänger kennt und liebt oder auf historische U-Boot-Simulationen steht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Aufgrund der variablen Realismus-Einstellungen und der verschiedenen Schwierigkeitsstufen können Einsteiger schnell erste Erfolge verbuchen und auch Hardcore-Realisten kommen auf Ihre Kosten.
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