Eins zuerst: spiele-geschmäcker sind verschieden, das ist auch gut so, sonst gäbs ja keine individualität ;) .
ABER: Everquest hat mich absolut nicht begeistert. Das fing schon mit der accountanmeldung an, als ich nicht wusste, wo das "@" auf der englischen tastatur ist (kleiner tip: alt gr + 2 ;) ), denn ohne das kann man keine email-adresse eingeben. Dann bin ich jetzt noch etwas verwirrt, aber das wird sich herausstellen, wenn ich meine kreditkartenabrechnung erhalten habe. Und zwar wegen einem Freimonat. Ich dachte, bei Everquest gibt es einen Freimonat, leider aber habe ich nichts entdecken können was dergleichen ähnelt, und es scheint so, als hätte ich jetzt 12,99 ¤ zahlen müssen, ohne zu wissen wofür (was ich auch missbillige).
Nach der umständlichen account-anmeldung UND registrierung UND bezahlung konnte ich dann (nach 40 minuten wartezeit) endlich anfangen zu spielen. Ich fand mich in einer Welt, die (ausser vielen NPC's) fast leer war, und das zur guten abendstunde auf dem ersten aufgelisteten server. Ich versuchte mich also, in der welt zurechtzufinden und mit meinem Magier (mein lieblingschar in jedem rpg) irgendwas anzufangen. Nach dem ich den ersten auftrag, der daraus bestand, einem fetzen papier einem magier zu geben, erledigt hatte, wollte ich zauber kaufen, doch irgendwie vergebens. Völlig hilflos sah ich durch das sortiment und sah namen der zauber, die ohnehin etwas kurios sind, aber keine beschreibung beilegte, was die eigentlich machen. Als ich dann einen rüstungszauber kaufen wollte und diesen in mein Zauberbuch übertragen wollte, hiess es: das ist nicht für deine klasse geeignet! An diesem punkt habe ich den abend mit Everquest beendet.
Am nächsten Tag wollte ich mir das fertigkeiten-system anschauen. Erinnert ein wenig an UO (übrigens mein favorit). Aber dazu muss man leveln, um lernpunkte zu erhalten, die man dann bei einem lehrer gegen übung eintauschen kann. Ich also erstmal raus aus der stadt, dabei kam mir der gedanke, ob diese mörderischen ladezeiten wirklich nötig sind... Als ich gegen monstern kämpfen wollte, starb ich natürlich ein paar mal, was nicht weiter tragisch ist bzw. war, denn sterben tut man am anfang häufig. leider bin ich etwas negativ gegenüber leveln eingestellt, vielleicht bin ich aber auch schon zu sehr an uo gewöhnt ;)
Orientierung ist auch eine sache, man hat nämlich höchstens die karten im handbuch oder eine karte auf internetseiten, wer also weiss das er keine orientierung hat, der sollte sich lieber einen stift zur hand nehmen und sich wege in ausgedruckten karten einzeichnen ;).
die quests, die man später bekommt, sind eigentlich auch nur immer das eine: kille monster x, bringe mir gegenstand y, laufe nach ort z (kann auch an ner anderen stelle sein ;) ) und brings mir wieder. Und das ist mir etwas zu eintönig. Was ich auch bemerkt habe, ist, das es kein "kann" gibt, sondern eher häufiger "muss" ... wer weiss, vielleicht hab ich zu kurz gespielt (insgesamt eine woche), aber diese spielzeit hat mir nicht gefallen.
Was ich positives daran finden kann ist folgendes:
schöne zaubereffekte
unkompliziertes kampfsystem
gutes handelssystem
nette rpg-eigenschaften mit nicht-spieler-figuren (interaktion und reden, was in UO noch komplett fehlt ;) )
leider wars das schon mit dem positiven, veteranen und liebhaber dieses spiels mögen mir verzeihen...