Grob zusammend gefasst: Für Neueinsteiger oder Leute die Assassin's Creed noch nicht allzuhäufig gespielt haben, ist Revelations ein Muss. Denn das Spiel fesselt ungemein, allerdings kennen die Alt-Fans diesen Effekt schon.
Storymodus:
-Story ist vergleichesweise schwach zu Brotherhood oder Assassins Creed 2. Stört wohl aber nur Leute die diese Spiele gespielt haben. Sonst ist die Story gut gelungen, vielleicht ein wenig zu kurz. Während man in AC 2 eine unglaublichen Verschwörung aufdeckt, die sich über wenige kleinen Fische bis hin zum Papst erstreckt oder man eben diesen und seine brutale Familie und den heimlichen Herrscher über diese bekämpft (ACB), muss man feststellen, dass die Story um Ezio in Revelation's nicht wirklich ein unglaubliches Ausmaß hat.Schade, ich war trotzdem fasziniert. Top Pluspunkt sind die Altair- Zwischensequenzen.
-Ort, Konstantinopel hat seinen Flair, es gibt viel zu entdecken, wobei es um einiges kleiner als Rom ist. Doch die ganzen kleinen Gassen, die zum Teil sehr schöne Bauten und die regen Menschenmengen sind angenehm und schön zu bereisen und zu beobachten.
-Kämpfe sind sehr schön umgesetzt. Viele abwechslungsreiche Moves, Ezio ist trotz seines Alters sehr beweglich und haut durchaus n paar überraschende Konterangriffe raus. Zum Teil sind Kämpfe fast zu einfach, ein altes Problem in AC.
-Waffen. Hier sind es vorallem die Bomben die erwähnt werden müssen. Obwohl einige das Einbringen von diesen vor dem Release als sehr kritisch und unpassend für den Meisterassassinen empfand, ist inzwischen deutlich geworden, dass die Bomben sehr schnell zu eurer Lieblingskomponente werden. Man gewöhnt sich schnell an sie, die Bomben wirken unglaublich effektiv, die Möglichkeiten im Spiel sind stark erweitert geworden. Früher musste man Leichen als Ablenkung benutzten, durch einfache Akkustikbomben klärt sich dieses Problem. Die Bomben geben euch ein Spektrum an neuen taktischen Möglichkeiten, außerdem sind sie hervorragend in das Spiel miteingebunden. Sonst alles beim alten, Armbrust, Wurfmesser Geiftklinge/pfeile, Pistole, Doppelklinge, Kurzdolch und Schwert.
-Figuren. Ezio ist inzwischen ein Mann dessen besten Jahre schon eine Weile her sind. Trotzdem ungemein schnell, wendig und gewitzt, mn muss ihn einfach mögen. Sein Alter wird in die Story hervorragend eingebaut, es gibt viele Anspielungen darauf, er strahlt als Assassine immernoch eine gewisse Aura aus.
Altair ist auch wieder dabei, die Zwischensequenzen mit ihm sind eine Freude, es ist schlichtweg "geil" mit ihm zu spielen. Desmond bekommen wir in seiner etwas wirren Welt auch zu sehen, die Spielzeit mit ihm ist ein wenig komplex und verwirrt, viele werden sich wundern was das Ganze jetzt so soll:D War trotzdem mal eine intressante Spielerfahrung. Minus hier ist der Ersatz von Leonardo da Vinci. Mein ganz persönlicher Favorit ab AC2. Leonardo brachte viel Witz in das Spielgeschehen, und nicht nur mir war er ein gern gesehener Faktor in AC. Der Versuch Leo's fehlen durch Sofia oder Reis zu ersetzten schlägt fehl, der alte und beste Freund von Ezio wird schlichtweg weggelassen, er fehlt.
-Sound. Nunja, trägt dazu bei dass das Spiel unterhaltsamer wird, aber ich hatte nur 1, 2mal richtige Gänsehaut. Es gab schon bessere Tracks und Sounds in Ac, in Revelations eher durchschnitt.
- Grafisch ist AC R ähnlich zu den Vorgängern, was keine Kritik ist, denn die Grafik dort war beeindruckend. Noch beeindruckender sind die Actionszenen, Feuer, Wasser, Explosionen etc sind kinoreif umgesetzt, und vorallem der Spielbeginn ist in Sachen Kinoatmosphäre Oscar-reif.
-Fortbewegung. Brunnen, Gondeln und ganz neue Seile/Hakenklinge. Die Hakenklinge ist eine hammer erweiterung, sie lässt einen die Pferde vergessen, sie ist für alles brauchbar. Sonst AC typisch, klettern hier und dort, nicht sehr unterschiedlich, man kann da auch allerdings nciht mehr viel tun.
-Gilde/Stadt. Aus ACB übernommen, gleiches Prinzip, ein bisschen ausgebessert worden, aber relativ gleich geblieben. Man muss wieder Geschäfte freikaufen, Türme zerstören, eine Gilde aufbauen. Alles aus ACB übernommen worden, bietet wenig neues (doch:Turm verteidigen). Gerade dieses kleines "Minispiel" ist abunzu ganz lustig zu erleben, aber haut auch nicht gerade alles raus.
-Gegner. Templer, mal wieder :D aber diesmal steht kein Papst, kein starker Soldat und Anführer der päpstlichen Truppen hinter den bösen Machenschaften, dieses Mal bleibt das Gesicht eures wirklichen Feindes verborgen. Zum Schluss eröffnet sich euch allerdings einiges.
Eine Sache für sich ist der Multiplayer. Dieser ist genial:D Negativ ist vielleicht dass man die Abstergokredits nur langsam verdient, da war das System der Freischaltung in ACB besser, aber sonst top. Gefühlsmässig geil, macht Spaß. Gerade der Multiplayer macht AC R spielenswert, ist noch besser wie in ACB. Viele neue Modi, neue Karten etc. Gerade Deathmatch oder Aussätziger macht unglaublich Fun. Ich hätte slesbt wenn der Storymodus absolut Schei*e gewesen wäre,jedem empfohlen AC R zu kaufen, weil gerade der Multiplayer das Spiel ausmacht. Es ist auch leichter gewordne Sitzungen zu finden, es gibt viele möglichkeiten für seinen Spielstil.
Fazit!: Ein gelungenes Spiel, das trotz wenig Neuem aber viel Altem trotzdem einen AC-Fan für mehrere Tage bindet. Der Multiplayer ist absolut empfehlenswert, für Fans der Serie ein lohnenswerter Muss. Doch, kritisch muss man sagen, dass durchaus mehr drin gewesen wäre, die Entwickler haben ihr Potential nicht voll ausgenutzt. Gerade die kurze Spieldauer, wenig Spielermissionen, mangelnde Kontakte wie in AC2 oder ACB mit Niccolo Machiavelli oder La Volpe oder Claudia fehlen. Neueinsteiger werden also mehr Spaß haben als alte AC-Zocker, da gerade diese stärker bemerken was gleich ist oder fehlt.