Über das Spiel selbst, so es denn mal funktioniert, ist ja bereits groß und breit geschrieben und berichtet worden. Insofern unterscheidet sich ja auch die Download-Version nicht von der Einzelhandelsversion. Das soll auch nicht Gegenstand der Bewertung sein, denn zum Spiel selbst kann man ja erst dann was sagen, wenn man es spielt.
Und genau das ist das Problem. Ich selbst bin gar kein vehementer Gegner des Online-Zwangs. Im Gegenteil halte ich es für eine relativ wirkungsvolle Methode, der Piraterie zu begegnen. Auch wenn das ganz sicher noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, ist es zumindest ein gangbarer Weg.
Oder auch nicht, wenn man sich das Beispiel von Ubi-Soft anschaut. Ein Login war gestern noch möglich, heute nicht. x-mal versucht, Server scheint völlig tot zu sein und/oder hoffnungslos überlastet. Nun, das ist nunmal der Preis, wenn man sein Spiel mit Online-Zwang versieht: Man benötigt je nach Aufkommen eine erhebliche Serverkapazität, um es abzufangen. Da bietet ja die moderne Informatik viele Möglichkeiten, dem zu begegnen, dank clouding. Leider scheint UBI das entweder nicht zu kennen oder nicht im Griff zu haben. Vielleicht ist auch der Grund ein ganz anderer. Aber was der Grund auch immer sein mag: Ein Spiel, welches ich kaufe und nicht spielen kann, weil eine Verbindung zu den Servern durch Onlinezwang seitens UBI nicht gewährleistet ist, ist keine 4, 3 oder 2 Sterne wert. Denn es ist de facto so, als besäße ich das Spiel gar nicht. Damit ist ein Stern noch sehr geschmeichelt.
Vielleicht noch eine kurze Bemerkung zu all jenen, die der Ansicht sind, dass man das Spiel bewerten sollte und nicht die Verfügbarkeit: Das ist grundfalsch. Das ist, als würde ich ein Spiel bewerten wollen, dass es gar nicht gibt. Ein Spiel auch spielen zu können, ist eine wesentliche Eigenschaft des Spiels - wenn nicht sogar die Wichtigste überhaupt. Wenn das nicht gegeben ist, ist das Spiel wertloser als das schlechteste spielbare Spiel. Aber das nur am Rande.