Der Iwanowski-Verlag nennt seine Werke nicht umsonst "Reisehandbuch", denn mit den Reiseführern für die Hosentasche von Polyglot oder ähnlichesm haben die Dinger in der Tat wenig gemeinsam.
Während man bei Bade- oder Pauschalreisen mit den kleinen, kompakten Informationen ausreichend versorgt ist, empfehle ich für alle, die auf Campingtour oder so gehen, das zugegeben unhandlichere Schriftstück von Iwanowski. Erhältlich für nahezu alle Gegenden Amerikas, inklusive Kanada, und meist über 600 Seiten stark.
Gegliedert ist das Buch nach folgendem Schema:
Zuerst erfährt man einiges über das Land im allgemeinen. Dazu gehört ein kurzer geschichtlicher Rückblick, eine Beschreibung der geographischen Besonderheiten, z.B. Flüsse, Gebirge, Klima, etc., wirtschaftliche und gesellschaftliche Sachverhalte (Ureinwohner, Sprachen, Religionen) und nicht zuletzt ein cirka 50 Seiten dicker Abschnitt über das Land als Reiseland. Dazu gehören die üblichen Infos über Verkehr, Camping, Währung, Post und so weiter, eben alles, was anders ist, als zu Hause. Eingeleitet wird dieser Teil mit 10 Seiten farbiger Bilder, die wohl als Einstimmung auf den Urlaub dienen sollen. Sehr hübsch. Der ganze Absatz ist auf grell farbigem Papier gedruckt und somit leicht im Buch wiederzufinden.
Als nächstes folgt der Hauptteil, der den wesentlichen Unterschied für "Entdeckungsreisende" ausmacht. Je nachdem von welchem Ort man startet und wie viele Wochen Urlaub man zur Verfügung hat, findet man hier zahlreiche Routenvorschläge mit seitenlangen Beschreibungen der jeweiligen Gegend. Sehenswürdigkeiten an der Strecke werden ebensowenig ausgelassen, wie Hotels, Campingmöglichkeiten und auch unbekanntere Orte, die vielleicht mal abseites der typischen Touristenrouten liegen. Das ganze ist im Stil eines Reiseberichts geschrieben, und genau das ist es wohl auch. Besonders praktisch finde ich auch die häufigen Kilometerangaben bei den aufgeführten kleinen Karten. Man kann dann leichter selber planen, schließlich hat jeder so sein eigenes Reisetempo, wenn er durch die Gegend fährt.
Wenn man dann das Ganze durchgearbeitet hat, muß man fast nicht mehr in den Urlaub fahren. Mehr Einzelheiten können einem kaum selber auffallen. Wer aber noch nicht genug hat, hat jetzt zweifellos einen kompletten Überblick über sein Reiseziel. Na dann, schönen Urlaub !!!!