Nachdem mein Sohn (11) bereits begeistert die verwandten Spiele Physicus, Geograficus sowie Mathica (allesamt mit ein wenig Hilfe) gespielt hat, haben wir uns gemeinsam an Chemicus herangewagt.
Das Spiel setzt jedoch bereits großes chemisches Vorwissen voraus und ist für diese Altersgruppe (Unterstufe Gymnasium) daher nicht geeignet. Zudem ist der Wissensteil auch nicht mehr so kindgerecht erklärt wie in Physicus oder Mathica. (Was bei der komlexen Materie auch nicht wirklich möglich ist aber sowohl auch daran liegen könnte, dass das Spiel für eine höhere Altersgruppe gedacht ist).
Ein großer Nachteil besteht auch darin, dass der Text im Lernteil nicht mehr vom Erzähler zusätzlich "vorgelesen" wird, sondern zur Gänze selbst gelesen werden muss. Personen, die gut durch Zuhören lernen, sind hier daher benachteiligt.
Der Lernteil ist jedoch sehr umfangreich, Themenbereiche wie Stoffe und ihre Eigenschaften, Stoffveränderungen, Atombau, Säuren und Laugen, Elktrochemie und organische Chemie werden ausfühlich präsentiert.
Dieses Spiel hat, wie alle Spiele aus der Reihe eine gute Grafik. Bild für Bild klickt man sich durch die verschiedenen Welten, stetig auf der Suche nach Bauteilen, die anschließend chemisch sinnvoll miteinander kombiniert werden müssen.
Weiters punktet Chemicus - wie alle Spiele aus der Reihe - mit seinen bescheidenen Systemanforderungen, sodass auch ältere Computer gut mit der Grafik zurecht kommen.
Das Spiel kann ich uneingeschränkt allen Jugendlichen und Erwachsenen empfehlen, die vom "Chemievirus" befallen sind und ihr chemisches Wissen anwenden wollen.