Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hervorragendes Beat'em'up mit Stärken, aber auch Schwächen, 1. August 2008
Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Ich möchte meine Eindrücke zum hervorragenden Beat'em'up Soul Calibur IV hier einmal wiedergeben. Ich besitze das Spiel jetzt seit 2 Tagen und konnte da schon einige Erfahrungen sammeln. Ich bin kein Neuling in der Reihe und ziehe daher auch gleich ein paar Vergleiche zu den Vorgängern.
Grundsätzliches
Soul Calibur war schon immer tendenziell eher ein Beat'em'up, das einen sehr leichten Einstieg ermöglicht. Es ist nicht unbedingt erforderlich sich einen Charakter auszusuchen und diesen so Lange zu üben, bis man alles beherrscht. Die Charaktere sind eigentlich alle recht zugänglich und auch als Einsteiger hat man mit dem sogenannten 'Button-Smashing' (dem 'willkürlichen' Drücken von Tastenkombinationen) recht schnell erste Erfolge. Mehr Spaß macht es natürlich wenn man die Charaktere und ihre wirklich sehr umfangreichen Combos dann auch wirklich beherrscht.
Gameplay
Das Rad wurde hier nicht neu erfunden. Es wurden bewusst alle Elemente aus den Vorgängern übernommen (was ja nicht schlecht ist). Ein wirklich 100%ig ausgeglichenes Balancing der unterschiedlichen Charaktere wie zum Beispiel in Tekken gibt es zwar in SC nicht, wirklich gravierend dieser Umstand aber nicht. Frust entsteht selten.
Eine der wenigen wirklichen Neuerungen in der Soul Calibur Reihe sind die zerstörbaren Rüstungen. So kann es mal passieren, dass der strahlende Ritter Siegfried ein paar Schläge zu viel gegen den Oberkörper bekommen hat und seine Schulterpanzerung dafür einbüßt. Sehr nett ist, dass der Charakter dann aufgrund der neuen Situation seine Kampfhaltung etwas verändert. Durch den Verlust der Rüstung erhöht sich der erlittene Schaden ein wenig. Ob sich dadurch auch Combos oder z.B. die Reichweite ändert konnte ich bisher noch nicht ausmachen. Es lässt das Spiel aber natürlicher wirken und gliedert sich in die tolle Grafikpracht recht gut ein.
Ebenfalls in der Form bisher noch nicht in den Soul Calibur Spielen vorhanden, gibt es nun die Möglichkeit die Charaktere 'hochzuleveln' um ihnen dann zusätzliche Fähigkeiten zu ermöglichen. Bisher war dies nur über neue Waffen möglich. Nun erreichen die Charaktere selbst auch höhere Stufen und damit auch ein paar nette Fähigkeiten. Diese lassen sich dann auf Wunsch auch im Multiplayer-Modus nutzen. So kann Kilik sich zum Beispiel für einen kurzen Moment unsichtbar machen, etc. Man verbringt sehr viel Zeit im Charakter-Editor um sich komplett neue Figuren oder aber die coolsten oder schrulligsten Varianten der vorhandenen Belegschaft zu erstellen.
Unter den Charakteren gibt es nur wenige neue Gesichter, die sich dennoch gut in das Gesamtbild eingliedern. Es sind wieder die üblichen Verdächtigen dabei und man findet sich schnell zurecht. Ob nun Darth Vader, der in der PS3 Version heimisch ist, in das ganze Storybild rein passt - darüber lässt sich streiten. Ich denke hier teilen sich die Meinungen. Ich hätte auch darauf verzichten können, aber stören tut es mich jetzt nicht. Es ist bei Soul Calibur durchaus üblich, dass Charaktere aus anderen Spielen oder Universen eine Gastrolle bekommen. (Man erinnere sich an unseren grünen Schwertschwinger Link aus The Legend of Zelda, der einen Gast auftritt in Soul Calibur 2 bekommen hat).
Nochmal zurück zu Darth Vader - auch wenn die Story ein wenig haarsträubend ist, so fügt sich der Kampfstil mit den Machtelementen nach den ersten Spielversuchen doch sehr schön in das übliche Kampfbild des Spiels ein. Spielerisch stört er jedenfalls nicht.
Einzelspieler-Modus
Hier liegt eindeutig der ganz große Schwachpunkt des Spiels und auch der einzig wirkliche Kritikpunkt. Der Story-Modus ist - direkt ausgedrückt - ein Witz. Es dauert mit Charakter-Auswahl, Ladezeiten und gemütlichem Durchlesen des Story-Textes zu Beginn gerade mal 10-12 Minuten bis man den Endboss nieder gestreckt hat. Zudem unterscheiden sich die 'Zwischensequenzen' überhaupt nicht, und spätestens nach dem zweiten Charakter überspringt man diese nur noch leicht genervt. Einzig die Schlusssequenzen unterscheiden sich größtenteils und bieten vereinzelt auch ganz nette Lacher (Tipp: Amy). Der normale Schwierigkeitsmodus ist sehr einfach und man hat nach einer halben Stunde 2 Charaktere durchgespielt und genug Punkte verdient, um alle restlichen Charaktere freizuschalten.
Etwas mehr Abwechslung und 'Langzeitmotivation' bringt der Seelenturm-Modus. Dort kann man Schätze und Gimmicks frei spielen. Man kämpft teilweise mit mehreren Charakteren gegen eine 'Welle' von Gegnern. Die Charaktere kann man dann wie in einem 'Tag-Team' im Kampf auch durch tauschen. Verliert man jedoch eine Figur, muss der Rest der Ebene ohne diese weitergespielt werden. Man kämpft hier gegen aufeinander folgende Wellen von Gegnern, und muss sich teilweise seine Kämpfer einteilen, damit man sie nicht verliert. Gerade gegen Ende wird es hier schon fordernder.
Weiterhin gibt es Aufgaben zu erledigen, die ebenfalls ein wenig Motivation bringen. Angefangen von 'einfachen Dingen' wie 'Spiele den Story-Modus mit der Figur Darth Vader' oder 'Schaffe den Story-Modus auf Schwer' bis hin zu 'Erreiche im Arcade-Modus xxxx Punkte'. Die Aufgaben reichen von sehr leicht, bis fordernd.
Interessant - aber auch schon bekannt aus den Vorgängern - ist die Möglichkeit sich einen eigenen Charakter zu 'bauen' und zu verbessern. Der Editor macht einen wirklich sehr guten Eindruck (besser als im Vorgänger) und auch das erstellen von eigenen Charakteren macht sehr viel Spaß. Wirklich toll: man kann auch mit den komplett selbst erstellten Figuren den Story Modus durchspielen. Dort werden dann vorgefertigte 'Geschichten' um die Figur erzählt.
Ein weiteres Feature, sofern eine Verbindung zum Playstation-Netzwerk besteht: Man kann die erreichten Punktestände über das PSN in eine Rangliste eintragen lassen und sich dadurch mit anderen Spielern weltweit messen.
Multiplayer-Modus
Viel zu sagen gibt es eigentlich nicht. Beat'em'ups leben einfach vom Multiplayer-Modus und genau deshalb schafft man sich das Spiel ja an. Schön ist, dass man nun am Kampfende ausführlichere Statistiken als im Vorgänger bekommt.
Absoluter Tipp: Wenn ihr mit Freunden im heimischen Wohnzimmer spielt, dann wählt als Figuren den Zufallsmodus ... jedoch nicht 'Alle' sondern 'Männlich' bzw. 'Weiblich'. Hier werden dann wirklich komplett zufällig generierte Figuren erstellt. Wir hatten am Wochenende einen totalen Lachanfall wegen einer dieser Zufallsprodukte: Ein riesiger, braungebrannter Muskelberg ... mit pinken Haaren und 'Tira' als Kampfstil und Waffe. (Zur Erklärung: Tira kämpft mit einem messerbesetzten Reif - der Stil erinnert an Bodenturnen oder Ballett). Jetzt springt also ein Pink-haariger Barbar mit den tollsten Ballettfiguren und einem Reif über die Bildschirm ... zu allem Überfluss war die Tonlage der Stimme dann auch noch sehr hoch. Wir lagen jedenfalls quietschend und lachend auf dem Boden.
Ich habe am Wochenende auch ein wenig den Online-Modus angetestet. Es geht recht schnell ein Spiel zu finden und die Verbindung klappt auch meistens sehr gut. Man findet vermehrt Spiele mit Spielern aus den USA, wodurch die Verbindung zum Spielpartner gerne ein wenig höhere Latenzen aufweißt (es gibt keine Länderkennung, jedoch spielen doch schon sehr viele Spieler mit Headset und das 'amerikanische Kaugummi-Englisch' kann man recht gut zuordnen). Hier würde ich mir wünschen, dass man Suchfilter anhand der Latenz oder des Landes anwenden könnten, denn gerade mit schwächeren Leitungen (wie ich sie eine habe) kommt es gerne zu Rucklern. Vielleicht wird das ja noch irgendwann nachgereicht.
Grafik
Hier möchte ich gar nicht so viele Worte verlieren. Die Charaktere sind sehr detailliert und die Kampfschauplätze sehen allesamt sehr gut aus - so wie man es halt von der PS3 erwartet. Die Arenen sind zwar wie in den Vorgängern wieder recht klein und erstrecken sich auch nicht über mehrere Ebenen, aber das stört nicht. Es ist halt ein reiner Prügler. Die Charaktere besitzen sehr viele Details und die Bewegungen sind allesamt extrem flüssig. Wie oben schon erwähnt können Charaktere teile ihre Rüstung/Kleidung verlieren, und ändern dadurch gerne auch mal die Kampfhaltung. Die Umgebung ist teilweise zerstörbar und verleiht den Kämpfen noch ein bisschen mehr Effekte. Auswirkungen auf den Kampf hat es aber selten.
Sound & Musik
Die Soundeffekte sind in Ordnung, die Musik ist teilweise in Ordnung, auf Dauer jedoch nervig. Ich hab sie am zweiten Abend schon ausgestellt.
Sonstiges
Das Spiel benötigt keine Installation auf der Playstation-Festplatte um gespielt werden zu können - besitzt aber die Option das dennoch zu tun, um die Ladezeiten etwas zu verkürzen. Das Feature lässt sich über das Optionsmenü aktivieren (und auch wieder deaktivieren). Leider besitzt das Spiel bis dato auch noch keine Rumble Funktion für die 'neuen' Dual-Shock3 Controller. Das wird aber vielleicht noch mit einem zukünftigen Patch nachgereicht - hoffe ich.
Fazit
Das derzeit beste Beat'em'up auf den leider in dem Bereich noch spärlich besähten Next-Gen-Konsolen-Markt. Die Bewertung fällt hier jedoch etwas schwierig aus. Betrachtet man das Spiel als reinen Multiplayer-Klopper, dann gibt volle 5 Sterne. Hat man jedoch nicht vor das Spiel mit mehreren Leuten - egal ob Online oder Offline zu spielen, dann würde ich vom Kauf doch eher abraten. Hier würde ich maximal 3,5 Sterne vergeben. In dem Fall sollte man zu etwas Arcade-lastigerem wie zum Beispiel Devil may cry greifen.
Ich würde dem Spiel 4,5 Sterne geben, da es jedoch diese Zwischenwertung nicht gibt, vergebe ich aufgrund des etwas mauen Einzelspielerparts nur 4 Sterne.
(aktualisiert am 4. August)
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Soulmade, 30. Juli 2008
Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Hier einige Eindrücke zu diesem Spiel, welches ich schon
vom Videoladen um die Ecke leihen konnte.
Die Grafik ist klasse und (nach der Installation auf der PS3-Festplatte)
auch perfekt flüssig. Die Inst. wird im Optionsmenü angeboten
und sollte auch genutzt werden. Dies dauert so ca. 15 Min. aber natürlich
braucht man die BluRay trotzdem zum Spielen.
Die leider etwas dünnere Story ist verschmerzbar. Halt ein Beat em up.
Die Interaktivität vor/nach den Kämpfen, wie man sie aus dem Vorgänger kennt, fehlt leider.
Dafür hat man meist selbst mehrere Gegner in einer Stage nacheinander und kann häufig selbst im Kampf per R1 die Figur wechseln.
Das ist gut gelungen.
Im einfachen Geschichts-Modus ist das Spiel schnell zu schaffen.
Gut für zwischendurch .
Neue Charaktere sind günstig zu kaufen, gerade wenn man das Game 2-3 Mal
mit versch. Figuren durchgespielt hat, steht genug virtuelles Geld zur Verfügung.
Der Rest geht für Waffen und Kleidung drauf.
Tolles Spiel, welches man immer wieder gerne für den kurzen Zeitvertreib
nutzen kann, mit vielen vielen verschiedenen Charakteren und Bonusfiguren.
Die Schlagcombos gehen einem dabei gewohnt (siehe Vorgängerversion) locker von der Hand.
Die Critical-Finisher sind spektakulär und eine Mischung aus M.Kombat und
FinalFantasy. Schöne Idee und passt zum Spielgeschehen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Soul Calibur verliert sein Herz, 16. August 2008
Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Auch wenn der Titel der Beurteilung ein wenig theatralisch klingt, so stimmt die Kernaussage- meines Erachtens nach- auf jeden Fall.
Doch der Reihe nach: Namco hat uns auch dieses Jahr mit einem Soul Calibur entzückt.
Nach dem Intro findet man auf dem ersten Blick alles, was man will.
Doch schon wenn man sich näher mit den Spielmodi beschäftigt fällt auf, dass für eine Langzeitmotivation kein Platz war. Eine "Soul Tour" um die Welt mit viel Story oder aber auch ein Strategieintermezzo wie im dritten Teil sucht Ihr vergeblich.
Wenn man den ersten Kampf kämpft sticht einem sofort die schöne Grafik ins Auge. Alles wirkt einen Tick lebendiger, die Kämpfer sind sehr schick und auch einige Stages lassen das Flair von der Soul Calibur-Reihe aufblitzen.
Die Entwickler haben ein neues Feature eingebaut: Zerstörbare Rüstungen.
Diese sollen verhindern, dass zuviel geblockt wird und dass "Defensiv-Spezialisten" nichts mehr zu lachen haben. Zudem gibt es, wenn man alles zerstört auch einen Finisher, welcher zu einem sofortigem Ko führt.
Um diesen jedoch auszuführen vergeht einige Zeit, da man den Gegner erst einmal ohne Rüstung blosszustellen hat. Und dann ist meistens der Kampf auch schon vorbei.
Als ich kämpfte viel mir auf, dass die Gegner viel mehr blocken. Dies ermöglicht viele Würfe anzubringen. Wahrscheinlich wollten die Entwickler den Spielern mal ihre Finisher ausprobieren lassen...naja jedenfalls sind die Gegner für einen geübten Spieler kaum noch der Rede wert.
Die Stages sind wieder einmal typische "Ringstages". Man kann in vielen Leveln einfach aus dem Ring geworfen werden. Doch Interaktion sucht man vergeblich. Nicht einmal ein Fenster zerbricht unter starken Schlägen...
Positiv sind die schöne orchestrale Musik ( wobei man sich den Stücken aus dem Vorgänger mehr als einmal bedient), die Grafik und der riesengrosse Editormodus, wo man seinen Kämpfer nach Belieben gestalten kann...leider kann man keine eigenen Stile kreieren, das wäre noch einmal interessanter geworden.
Insgesamt aber enttäuscht aus Veteranensicht das Spiel. Auch der Starwarsbonus ( in der Ps3-Fassung spielt man mit Darth Vader) rettet da nichts mehr und Namco betreibt einfaches Recycling ohne grossen Innovationen. Wer hingegen noch nichts mit Soul Calibur zu tun hatte, ein gutes Beat em Up sucht und auch Mittelalter und Fantasyflair liebt, sollte zugreifen.
16.08.08 Simon Lorenz
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