9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fluch des Leistungsdrucks, 2. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
1.0 Einführung
Ich gebe zu, dies war das erste Prince of Persia, dass ich überhaupt einmal spielen durfte. Ich habe genauso wenig den Film geshen. Also bin ich total unvoreingenommen an dieses Spiel herangetreten. Was ich allerdings wusste war, dass diese Spieleserie ein Klassiker ist und sich großer Beliebtheit erfreut(e).
Obwohl ich keine der Vorgänger gespielt habe, weiß ich, dass man bei so einem Erfolg als Hersteller einem großen Leistungsdruck unterliegt. Vergleichbar wohl mit der -etwas längeren- "Final Fantasy"-Reihe, bei der nun wirklich auch nicht jeder Teil ein voller Erfolg war (finanziell lohnt sich ein Final Fantasy für Square wohl immer aber die Meinungen über die Gelungenheit eine jeden Teils gehen weit auseinander).
Wie dem auch sei. Schnelle Lieferung, top Zustand. Gleich ausgepackt und eingelegt. Die Installation ging vergleichbar schnell wie die bei Assassin's Creed 2.
Nach kurzem Überfliegen der Optionen ging es dann auch schon los. "New Game" und los geht's... und das wohl im wahrsten Sinne des Wortes, denn ein tolles Intro gibt es wohl nicht (oder hab ich auf dem Controller gelegen und es weggedrückt?). Ich weiß' nicht, ob man den Grafikstil als Comicstil oder Zeichentrickstil bezeichniet, auf jeden Fall vergleichbar mit "Borderlands", also gut.
1.1 Grundsätze
Was interessiert mich an Action-Adventures wie Prince of Persia?
-> gute Story (keine künstlichen Verlängerungen der Spielzeit)
-> authentische Stimmen
-> gute Grafik
-> anspruchsvolles, aber nicht überladenes Gameplay (Effekte + Steuerung)
-> abwechslungsreiche Welt
-> keine all zu große Geradlinigkeit (Action-Adventures sind ja wohl generell geradliniger als andere Games)
-> tolles Kampfsystem
-> hin und wieder Humor
-> passende Musik
-> angemessener Preis
2.0 Gute Story (keine künstlichen Verlängerung der Spielzeit)
Warum schreibe ich extra in die Klammer "keine künstliche Verlängerung der Spielzeit"? Nun, weil mir sofort aufgefallen ist, dass man versucht durch Sammeln von Life-Seeds, die man benötigt um im Spiel weiter voranzukommen, künstlich die Spielzeit nach oben drückt. Das ist so als würde man in GTA sagen: "Du darfst erst in den nächsten Stadtteil, wenn du die versteckten Päckchen einsammelst". Dies trägt natürlich unheimlich dazu bei, dass das Spiel eine extreme Geradlinigkeit verpasst bekommt. Die Story birgt grundstätzlich viel Potential (obwohl es theoretisch die gewöhnliche 0-8-15 rette die Welt vor dem Bösen Story ist), jedoch reduziert sich ein Großteil des Spiels auf die simple Anweisung: "Klettere in dieses Gebiet, töte den korrumpierten Boss und sammle danach so viele Life-Seeds wie möglich ein." Zum Fazit dieses Punktes: IST DIE STORY GUT? Die Antwort lautet klar JEIN. Hierfür 3/5 Punkten.
2.1 Authentische Stimmen
Dieser Punkt ist schnell abgearbeitet. Hier kann ich nur für die englischen Synchro sprechen, da ich die deutschen Stimmen zu 90% zum Schreien finde und deshalb grundsätzlich alle Spiele mit der englischen Version spiele. Hier sind die Stimmen -wie so oft- tadellos und absolut passend. Beim Prinzen habe ich den Eindruck, dass es sich um denselben Sprecher wie Nathan Drake aus der "Uncharted"-Reihe handelt. Fazit für die Synchro (engl): 5/5 Punkten
2.2 Gute Grafik
Hat dieses Spiel eine gute Grafik? Eigentlich schon. Warum eigentlich? Weil es ein Comicstil bzw. Zeichentrickstil ist (ich kenne die genaue Bezeichnung nicht). "Ist doch gut!" werden viele sagen. Ja, wem es gefällt, der findet es gut, wem nicht, der kann auch mal ein Auge zudrücken, denn so übertrieben comichaft wie z.B. die Dragonball Z Spiele ist es bei Weitem nicht. Fazit der Grafik: 4/5
2.3 Anspruchsvolles aber nicht überladenes Gameplay (Steuerung + Effekte)
Hier muss man wirklich sagen, hat man eine relativ gute Balance gefunden, denn die Kämpfe gestalten sich auf den ersten Blick sehr einseitig, die möglichen Combos sind relativ zahlreich und variabel (manchmal etwas sehr übertrieben). Man kann keinen Schwierigkeitsgrad auswählen, jedoch gibt es mehr und weniger schwierige Bossfights. Ja Bossfights sei hier als Hauptkampf genannt, denn Kämpfe gegen Wachen etc. wird man kaum vorfinden, da die Welt sehr karg und einsam daherkommt. Das Klettern macht Spaß und das Kämpfen ist selbst für Einsteiger in PoP wie mich gut zu handhaben. Abzüge gibt es allerdings für das ewige Klettern an den Klippen der nimmerendenden Schluchtenwelt und der tatsache, dass Besiegte Gegner entweder verpuffen oder fliehen [FSK12 eben] (vgl. Life-Seeds sammeln). Fazit für das Gameplay: 3/5 Punkten.
2.4 Abwechslungsreiche Welt
Leider kann man von Prince of Persia nicht sagen, dass die Welt sehr abwechslungsreich ist. Man klettert durch töte, öde und dunkle Schluchten um diese dann nach einem Bosskampf zu begrünen. Danach geht dasselbe Spiel in endlos vielen Gebieten, die größten Teils kaum anders aussehen, weiter.
Man sieht keine weiten Wüsten, Wiesen, Wälder oder Berge. Einzig und allein eine Schlucht nach der anderen stellt sich einem in den Weg, sodass man sich vorkommt wie in einem großen Labyrinth. Fazit für die Welt: 3/5
2.5 keine allzu große Geradlinigkeit
Wer die vorherigen Punkte bereits gelesen hat, dem ist bestimmt aufgefallen, dass ich an mehreren Stellen dieses Thema anspreche. Leider ist dies der ständige Begleiter vieler Action-Adventures. Man kann diese Geradlinigkeit auch nicht zu 100% ausschalten, weil man sonst schnell in ein RPG rutscht. Die exzellenten Action-Adventures können diese Geradlinigkeit mit einer tollen Story und abwechslungsreichen Welt mehr als wettmachen. PoP zählt leider nicht dazu, obwohl es Spaß macht, als verwegener Kämpfer mit Prinzessin als Anhängsel dunkel in hell zu verwandeln und Recht und Ordnung wiederherzustellen.
Kurz und bündig: Prince of Persia ist sehr geradlinig. Man darf zwar entscheiden, in welcher Reihenfolge man die Gebiete abarbeitet, was allerdings keinen Unterschied macht, weil sich alle ohnehin so stark änlich sind. Fazit für den Unterpunkt "keine allzu große Geradlinigkeit": 2/5 Punkten.
2.6 tolles Kampfsystem
Der Titel sagt es eigentlich schon. Wenn man mal kämpfen darf, dann macht das auch echt Laune. Spektakuläre Combos sorgen für gute Unterhaltung. Auch wenn man immer nur gegen einen Gegner/Boss gleichzeitig antritt (nein, kein Schlachten wie z.B. in Devil May Cry). Einfaches Handling und optisch gut umgesetzte Animationen fahren dem Spiel hier 4/5 Punkten ein.
2.7 hin und wieder Humor
Humor muss einfach sein in einem Action-Adventure. Das heißt nicht, dass das Spiel niedlich-lustig oder Hannah-Montana-lustig sein soll. Nein (oh nein!), mal ein lockerer Spruch, eine große Klappe oder eine kleine Panne sorgen an manchen Stellen für ein Schmunzeln. Nicht zuletzt, weil der Sprecher vom Prinzen (zumindest in der engl. Version die dem Sprecher von Nathan Drake unheimlich änlich ist) einfach erste Klasse ist. Hier werden die vollen 5/5 Punkten erreicht.
2.8 Passende Musik
Man hat oft in den einsamen, öden Schluchten das Gefühl "man ist das hier elendig". Ja so ist es, denn die Musik fehlt an manchen Stellen etwas. Aber beruhigenderweise nur an manchen, denn von Ubisoft zu erwarten ist der tolle Soundtrack des Games: Passend und atmosphärisch kommt er daher und schließt sich dem Humor mit weiteren 5/5 Punkten an.
2.9 Angemessener Preis
Tja, was ist angemessen. Das ist so relativ wie sonst kaum etwas. Der Preis der UK-Version (die ich generell bestelle) ist meist billiger als der deutsche und für einen Klassiker absolut OK. Von einer guten Preisleistung ist hier absolut auszugehen. 4/5 Punkten.
3.0 Gesamtfazit
Das Spiel erhält von mir insgesamt 4/5 Punkten. Warum? Ich finde grundsätzlich 5 Sterne eine viel zu ungenaue Möglichkeit ein Spiel nach den eigenen, wichtigsten Punkten zu bewerten. Besser wären mindestens ein 10 Punkte System wie z.B. von IGN oder eine Prozentskala von 1-100% Spielspaß.
Weil hier 4/5 einer 8/10 bzw 80 von 100 ausmachen, fände ich eine 3/5 viel zu hart und eine 5/5 viel zu gut. Daher sind die 80% ein tolles Ergebnis.
Das Spiel glänzt nicht mit einer abwechslungreichen Spielwelt bzw. Gameplay, aber die Grafik, Musik, Synchro, Steuerung und auch die Grundzüge der Story ziehen die Bewertung auf ein gutes Niveau. Kein Pflichtkauf aber bei dem Preis dennoch eine gute Investition für guten Spielspaß á la Ubisoft.
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr gutes Spiel aber nicht perfekt., 5. Dezember 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
Hallo,
ich spiele das spiel jetzt schon seit ca. 6 Stunden und bin zu folgendem Eindruck gekommen:
Grafik:
Ich finde die Grafik im allgemeinen sehr passend und stimmig. Die Cellshading-Technik spricht mich auch an, weil ich sowieso ein Mangafan bin. Außerdem ist es mal etwas neues. Unter den Prince of Persia Veteranen ist dies umstritten. Jedoch finde ich auch wenn man die Grafik nicht so ansprechend findet, dass der Spielspaß im Vordergrund steht. Man sieht es ja an dem spiel Asassins Creed: Bessere Grafik aber nach einer Weile wird das Spiel langweilig. Das bringt mich zu dem Punkt des Spielspaßes.
Spielspaß:
Ich finde das Spiel ziemlich spaßig. Da wäre zum Einen, dass es eine relativ offene Spielwelt gibt und es mehrere Wege zum Ziel gibt. Zum andern finde ich auch positiv, dass von den Massenschlachten abschied genommen wurde, jedoch die einzelnen Gegner etwas schwerer geworden sind. Sie lernen sogar während dem kampf etwas hinzu. Spielspaßfördernd finde ich auch, dass man nicht sterben kann, sondern immer kurz davor gerettet wird. Dies erspart das Neuladen des Levels und den Frust, wenn man eine längere Zeit nicht gespeichert hat und man wieder ganz von vorne beginnen muss. Jetzt denken sich wahrscheinlich viele wo denn dann die Herausforderung ist, wenn man nicht sterben kann. Diese liegt darin, dass wenn man gerettet wird genau vor der Stelle, wo man gestorben ist abgestellt wird, damit man die Herausforderung widerholen muss bis man sie geschaft hat. Auch die Gegner regenerieren ihre Lebensenergie, wenn man mal hopps geht. Gut finde ich auch, dass man sich den Weg anzeigen lassen kann, den man zum nächsten Ziel nehmen muss. In den vorigen Teilen wusste ich oft nichtmehr welchen Weg ich jetzt nehmen muss um beispielsweise zum Turm zu gelangen. Da es hier jetzt auch eine eher offene Welt ist, ist diese Hilfe echt willkommen und man ist nicht frustriert, wenn man längere Zeit nicht weiterkommt weil man nicht weiß wo man lang muss.
Schwiedrigkeitsgrad:
Am Anfang sind die Level ziemlich einfach. Nach einer Weile wird es jedoch schon ziemlich schwierig, weil man dann komplexere Sprünge vollführen muss um an das Ziel zu gelangen. Stirbt man währenddessen, wird man zurückgesetzt und muss die Sprungkombo nochmals von Vorne wiederholen, bis man sie geschafft hat.
Leveldesign:
Das Leveldesign finde ich im Gegensatz zu einigen Vorgängern etwas realistischer. Wer baut schon mitten in einen Gang, wo tagtäglich Diener und andere Leute durchlaufen, eine Fallgrube oder tausend verschiedene Fallen hintereinander? Da finde ich das mit der schwarzen Masse schon etwas besser gelöst. Weiterhin finde ich die etwas offenere Welt auch sehr ansprechend. Was die Entwickler noch besser machen hätten können wäre, dass man wie bei Asassins Creed zu dem nächsten Schauplatz reiten kann und dort dann erst die Turnerei beginnt. Momentan turnt man von einem Abschnitt der Weltkarte zum anderen, wobei man rechts und links von Felswänden umgeben ist. Ganz so offen ist die Welt daher nicht. Mir fehlen da offenen Flächen. Da hätte man beispielsweise eine Wüste machen können, wo man mit dem Pferd durchreitet, bis man beispielsweise zu einem Turm kommt der plötzlich mittendrin aufragt. Um auf den Turm zu kommen muss man das anfangen rumzuturnen und zu klettern.
Story:
Die Story finde ich im Allgemeinen etwas flach. Man erfährt am Anfang ein Stück und dann heißt es: Heile alle Gebiete. Wen man ein Gebiet geheilt hat, kommt es zu einem kurzen Dialog indem eventuell mal wieder etwas Neues erzählt wird. Meistens kommt dann aber nur die Spruch: Lass uns weitermachen. Insgesammt finde ich hätte man die Story etwas dichter erzählen können.
Naja, man kann ja nicht alles haben.
Trotzdem finde ich dass es sich um ein sehr gutes und unterhaltsames Spiel handelt obwohl es nicht gerade perfekt ist. Aber wann ist schon ein Spiel perfekt, wenn jeder andere Vorlieben hat?
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