17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gesamtkonzept scheint nicht ganz ausgewogen, 30. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Lost (Videospiel)
Während des Abenteuers, das zeitlich zwischen der ersten und zweiten Staffel einzuordnen ist, begegnet man allen liebgewonnenen (oder auch verhassten) Hauptcharakteren, die einem mehr oder weniger hilfreich zur Seite stehen. Die Charaktere gewinnen durch die schöne Umsetzung markanter Gesichtsmerkmale an Authentizität, zudem wurden sie sehr gut von den deutschen Original-Synchronsprechern vertont.
Aufgaben gibt es auf der Insel genug, und nachdem Lost" ein Adventure ist, wechseln sich gruselige Höhlenwanderungen mit vielen dialoglastigen Szenen und Rätseleien ab.
Wie in diesem Genre üblich, darf ein Rucksack samt Inventar nicht fehlen, und weil die anderen Überlebenden dringend benötigte Gegenstände nicht einfach rausrücken, sondern tauschen, gilt es, alles, was auf der Insel lose herumliegt, aufzusammeln: Von Kokosnüssen bis zu Relais, irgendwie kann man alles irgendwo benutzen oder damit handeln.
Durch die ständig wechselnden Aufgabenstellungen, die sich nach einiger Zeit zwar wiederholen, aber nett und manchmal recht anspruchsvoll gemacht sind, kommt keine Langeweile auf. Da müssen Relais in Stromschaltkreise eingebaut werden, was ziemlich fordernd sein kann. Man flüchtet vor dem schwarzen Rauch durch den Dschungel. Weicht schießwütigen Kollegen aus, während man eine Ladung Dynamit mit sich trägt. Schlägt sich mit allzu schnell wegbrennender Fackel durch fledermausverseuchte, dunkle Höhlen. Knipst Fotos in der eigenen Erinnerung, um Flashbacks freizuschalten. Muss innerhalb einer herunter tickenden Zeit kleine Rätsel lösen. Irrt mit Kompass durch den Urwald oder orientiert sich an verstreuten Trümmern des Flugzeugs.
Dabei verrennt man sich nur selten, meist ergibt sich aus Gesprächen oder Hinweisen, wie und wo es weitergehen soll. Das ist zwar einerseits gut, weil durch den linearen Verlauf der Geschichte keine großen Hänger entstehen, andererseits vermisst man manchmal die Interaktivität: A muss vor B erledigt werden, um schließlich C tun zu können. Die eingeschränkte Handlungsfreiheit stört jedoch nicht allzu sehr, da die gebotene Geschichte spannend erzählt wird.
Grafisch befindet sich Lost auf hohem Niveau. Vor allem die Gesichter und Gesten von Jack, Sawyer, Kate & Co. sind den Serienfiguren gut nachempfunden, wenn sie bisweilen auch an etwas ausdrucksarmer Mimik leiden.
Strand, Wasser und Orte wie der Bunker oder Wrackteile des Flugzeugs wurden realistisch und detailreich dargestellt. Besonders der Dschungel besticht durch eine mystische Atmosphäre: Sonnenlicht fällt gebrochen durchs Blattwerk, alles ist in Bewegung und überall raschelt etwas. Wenn dann noch der schwarze Rauch grollend um die nächste Ecke kommt, schlägt das Herz jedes Lost"-Fans höher.
Die musikalische Untermalung ist stimmungsvoll und passend zur jeweiligen Situation, die Geräuschkulisse breit gefächert - und obendrein gibt's auch noch den Originalsoundtrack der Serie.
Fazit: Audiovisuell bleiben bei Lost wirklich fast keine Wünsche offen. Das Spiel ist so nah an der Serie, dass Lost - Via Domus" für Fans mit Sicherheit einiges zu bieten hat. Authentische Charaktere, stimmige Musik, eine teils beeindruckende Landschaft - die Zutaten jedenfalls wurden gut gewählt und gekonnt verrührt. Schade nur, dass die Hauptspeise dennoch ein bisschen fad schmeckt, da die Rätsel und Aufgabenstellungen sich oft wiederholen, dabei lediglich immer schwieriger werden.
Mit rund acht Stunden Spielzeit fällt das Vergnügen denn auch recht kurz aus, und da der Wiederspielwert nicht allzu hoch ist, wenn man die Story einmal kennt, liegt mit Lost" ein Titel vor, der im Gesamtkonzept nicht ganz ausgewogen scheint.
Spieler, die mit der Serie nicht viel am Hut haben, werden sicher schnell gelangweilt sein, denn wie die Serie setzt Lost" eher auf Dialog und Atmosphäre als auf Action und Spannung. Bei einem Preis von knapp 30 Euro kann der durchschnittliche Lost"-Fan allerdings guten Gewissens zugreifen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schade! Schade!, 3. März 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Lost (Videospiel)
Wirklich Schade. Das Spiel an sich ist Klasse, keine Frage. Die Figuren sind den Originalen sehr ähnlich! Auch die Grafik ist gelungen. Die Geschichte von dem Reporter ist auch sehr gut gelungen. Auch, wie in der Serie, fliesen Rückblicke der Hauptfigur mit ein. ABER aus diesem Spiel hätte mehr gemacht werden können! Ich bin keine Suchtzocker, sondern Gelegenheitszocker. Ich hatte noch nie so schnell, ein Spiel durch! Für mich war das Spiel so eine Art DEMO, ein Vorgeschmack auf das richtige Spiel! Die Rätsel, waren wirklich gut, aber ich bin enttäuscht, enttäuscht von der "LÄNGE" des Spieles. Schade. Das Spiel an sich hätte volle 5 Punkte verdient, aber 5 Punkte hat für mich eine "DEMOVERSION" beim besten willen nicht verdient! :( Dennoch muss ich gestehen, ich bin rießen Lostfan und daher werde ich das Spiel nicht wieder verkaufen. So als kleine Gelegenheit zwischendurch, werde ich es wieder spielen. ;) Den Preis finde ich aber, im Angesicht der Tatsachen, frech, sorry!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungene Serienadaption (nicht nur) für Fans, 11. März 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Lost (Videospiel)
Als Fan der Serie war ich skeptisch, ob das Spiel das besondere Gefühl der Serie übermitteln kann. Und in dieser Hinsicht hat es meine Erwartungen deutlich übertroffen.
Jeder Fan wird eine Gänsehaut bekommen, wenn er selbst die Zahlen am Computer eingeben muss und wenn die Black Rock direkt vor einem steht.
Ich habe beim ersten Mal ca. 10 Stunden benötigt um ans Ende zu kommen (mit allen Extras, die allerdings nichts besonderes sind). Beim zweiten Durchspielen war ich nach ca. 4 Stunden fertig.
Positiv ist es, dass neben der deutschen Fassung auch die englische, spanische, französische und italienische Fassung (jeweils Bildschirmtext und Sprachausgabe) enthalten sind. Umschalten kann man die Sprache allerdings nur vor dem Spielstart über die PS3-System-Sprachen-Einstellung.
Wer Englisch versteht, sollte auch auf die englische Fassung umschalten, denn nur dort ist Lippensynchronität gegeben. Die deutsche Fassung ist nicht lippensynchron, teilweise falsch oder unnötig übersetzt (Die "Black Rock" heisst nun mal so, diese in "Schwarzer Felsen" umzubenennen ist nicht sehr sinnvoll). Auch passen im Deutschen oft die Fragen nicht zu den Antworten der Charaktere. Also: Spielt es lieber auf Englisch, da passt alles.
Nicht-Fans werden vieles nicht so intensiv wahrnehmen und können getrost zwei Sterne von der Wertung abziehen.
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