29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ordentliches japanisches RPG., 15. Juni 2007
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Enchanted Arms (Videospiel)
Da das Spiel nur noch 30 Euro gekostet hat und ich sowieso wiedermal seit langem ein japanisches Rollenspiel zocken wollte, hab ich mir also Enchanted Arms zugelegt. Eher aus Mangel an Alternativen auf der Xbox 360, aber ich habe die 30 Euro nicht bereut!
Das Spiel beginnt sehr seicht und fast schon kindlich, entwickelt aber nach etwa 2 Stunden eine tiefgründigere Story, die im Laufe des Spiels um einige Charaktere erweitert wird und immer mehr Hintergrundwissen zu den Menschen und ihrem Universum offenbart. Wendungen hat die Story auch zur genüge - Man kann sich auf jeden Fall nicht beklagen, was man hier geboten bekommt!
Die Grafik ist sehr durchwachsen. Die Abschnitte des Spiels unterscheiden sich in ihrer grafischen Qualität fast schon bedenklich. Einige Bereiche haben unglaublich niedrig aufgelöste Texturen, über die man als verwöhnter 360-Zocker nur sehr schwer hinwegsehen kann. So manches Mal könnte man glatt meinen, man hat ein PS2-Spiel vor sich, was den Detailreichtum angeht.
Einige andere Bereiche und auch die Städte sehen dafür wieder Next-Gen-würdiger (aber immer noch nicht sehr beeindruckend) aus - Diese grafische Berg- und Talfahrt zieht sich allerdings durch das gesamte Spiel.
Das Gameplay ist solide. Das rundenbasierte Kampfsystem besteht nicht nur aus der Entscheidung, welcher Charakter welche Aktion ausführt, sondern man muss auch die Position der eigenen und gegnerischen Einheiten beachten. Die Kämpfe finden nämlich auf einem 4x3 Raster für jede Seite (Spieler und Gegner) statt. Attacken wirken immer nur in bestimmten Bereichen und die einzelnen Einheiten haben auch nur einen begrenzten Bewegungsraum (so lange, bis man im späteren Verlauf einen Skill lernen kann, der diese Einschränkung aufhebt). In das Raster des Gegners kann man aber zu keiner Zeit eindringen.
Man findet im Laufe des Spiels viele Golems, die man in seine Party aufnehmen kann. Allerdings kann die Party nur aus 4 Einheiten bestehen, und diese sind bald mit Hauptcharakteren besetzt, so, dass die Golems an Bedeutung verlieren - Zumindest war das bei meiner Spielweise der Fall.
Zum Schwierigkeitsgrad: Das Spiel ist nicht sonderlich schwer. Ich habe nie wirklich intensiv gelevelt und hatte auch nie Geld-Engpässe. Der erste Kampf, bei dem ich wirklich meine grauen Zellen anstrengen musste und viele Heiltränke gebraucht habe, tauchte nach etwa 28 Stunden auf und war ein Boss-Kampf. Die anderen Boss-Kämpfe davor waren nicht sonderlich schwer.
Zeit für die Dinge, die mir besonders negativ aufgefallen sind:
Was mich leider sehr geärgert hat, sind die unglaublich plumpen Level-Abgrenzungen. Man sollte ja meinen, unsichtbare 'Mauern' haben mittlerweile in Spielen ausgedient - Aber dieses Spiel ist voll mit ihnen. Irgendwann schaut man bei seinen Entdeckungstouren durch die Umgebung eigentlich nur noch auf die Minimap im rechten oberen Eck, dort werden nämlich nur die begehbaren Bereiche angezeigt und man wird nicht ständig enttäuscht, dass man an jeder Ecke an eine unsichtbare Mauer stößt.
Außerdem hängt die Spielfigur auch gern man an kleinsten Stufen (etwa Bordstein-höhe) fest, während sie in anderen Levelabschnitten Mühelos hüfthohe Treppenstufen hinauf sprintet.
An einer frühen Stelle im Spiel wird ein Weg von ein paar Steinen verschüttet. Eigentlich sollte jeder normale Mensch aber um den Steinhaufen herumläufen können, denn daneben ist noch genügen Platz (es ist eine offene Fläche!), aber wie sollte es auch anders sein: Man trifft auf eine unsichtbare Mauer. Hm ... das finde ich leider alles andere als prickelnd - es macht einfach einen erzwungenen und extrem schlampigen Eindruck.
Bisher habe ich 34 Stunden Spielzeit hinter mir und das Spiel zeigt 77% an. Doch obwohl ich von der Story eigentlich noch motiviert bin, kann ich mich im Augenblick absolut nicht mehr überwinden, weiterzuspielen.
Warum? Die Zufallskämpfe wurden ab etwa 70% unerträglich häufig. In den ersten 2/3 des Spieles war das alles kein Problem und es ging so immer flott voran mit der Story - und urplötzlich setzten diese häufigen Zufallskämpfe ein und es zieht sich immer länger und länger und länger, bis man wieder mehr erfährt.
Im Augenblick irre ich durch einen Turm, in dem mich etwa alle 5 Meter ein Kampf erwartet. Sorry, aber da hört leider der Spass für mich auf. Zumal man ja in jedem Bereich immer die gleichen 5 Gegnertypen trifft.
So sieht es also aus: 30 Euro für 30 Stunden Spielspass - Das Spiel würde zwar noch länger dauern, aber als wirklichen Spass empfinde ich das leider nicht mehr. Dabei würde ich gerne wissen, wie es mit der Geschichte um die liebgewonnenen Charaktere weitergeht - Aber ob ich jemals soviel Überwindung aufbringen kann, diese übertrieben häufigen Zufallskämpfe durchzustehen wage ich zu bezweifeln. :(
Fazit: Durchschnittliches Rollenspiel mit vielen unbeschwerten Stunden Spielspass - und viel Frust gegen Ende. Nicht wegen dem Schwierigkeitsgrad, aber wegen der plötzlich Verlangsamung der Story durch übertrieben viele Zufallskämpfe.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nett, 9. Mai 2007
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Enchanted Arms (Videospiel)
Enchanted Arms ist ein typischer Vertreter der ersten Spiele die für eine einer neue Konsolengeneration erscheinen: Die technischen Möglichkeiten der Hardware werden noch längst nicht ausgenutzt. Der Spielablauf entspricht den jeweiligen Genre-Standard und das Spieldesign ist simpel gestrickt. Letzteres bedeutet im Fall eines Japan RPGs, dass das Kampf- und Skillsystem ziemlich einfach ist, das Spiel strikt linear abläuft und die Zahl der optionalen Geheimnisse und Minispielchen gering ist.
Mit anderen Worten: Es fehlt an all den Dingen, die eine lange aufwendige Entwicklungsphase bedeuten würden.
Und trotzdem hat mir Enchanted Arms viel Spaß gemacht. Das hat vor allem drei Gründe:
1. Bei aller oben angeführten Durchschnittlichkeit, muss man den Programmieren lassen, dass sie auch keine wesentlichen Fehler gemacht haben. Es spielt sich schön flüssig und mich haben keine bösen Designschnitzer gestört.
2. Verglichen mit anderen Japan RPGs ist die Menge an Text und Sprachausgabe (alles englisch) deutlich überdurchschnittlich. Das ist zwar nicht jedermanns Geschmack, aber mir gefällt es. Die eigentlich nicht besonders originelle Geschichte (Gut gegen Böse ' Naiver Jüngling wird zum Held der die Welt retten muss) wird so ausführlich erzählt, dass sie spannend, fesselnd und an manchen stellen sogar komisch wird. Noch besser hat mir gefallen, dass die Charaktere auch untereinander viel reden und sich dabei zanken und gegenseitig necken. Diese Gespräche sind meistens ausgesprochen lustig. Die Spielfiguren sind mir im Laufe des Spiel an Herz gewachsen und waren weit mehr, als lediglich eine Ansammlung von Attributswerten und Zaubersprüchen.
3. Der simpelste Grund ist, dass es für die neue Konsolengeneration noch keine ernsthafte Konkurrenz im Genre der Japan RPGs gibt. Wenn man schon mal so viel Geld für das neue Gerät ausgegeben hat, will man es ja auch nutzen... ;-)
Fraglos sind Spiele wie FFXII oder Dragen Quest VIII größer, schöner, bombastischer. Und sicherlich wird auch für die neue Konsolengeneration über kurz oder lang Spiele kommen, die noch um einiges besser sein werden ' Aber wer nicht länger auf die neuen Spiele warten will, die alten schon durchgespielt hat, oder einfach ein blödes Gefühl dabei hat, seine alte PS2 wieder zu entstauben um ein Japan RPG spielen zu können, sollte durchaus mal einen Blick auf Enchanted Arms riskieren. Für vergleichsweise wenig Geld, bekommt man ein solides und spaßiges Japan-RPG, mit dem man eine nette Zeit verbringt.
Abraten würde ich lediglich all denen, die mit der englischen Sprache gar nicht zurecht kommen, solche Spiele ausschließlich wegen des Kampfsystems spielen und Unterhaltungen grundsätzlich sofort wegklicken oder glauben dieses Spiel wäre etwas in der Art von Oblivion, weil es auch unter "Rollenspiele" steht.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ich verstehe es nicht, 18. April 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Enchanted Arms (Videospiel)
Auch ich wollte mir den Titel anfangs kaufen und hab mich wie üblich bei mehreren Heften und Internetseiten informiert.
Die meisten Wertungen gingen sogar unter 75% und einmal gab es sogar nur 3/10 für das Spiel.
Ich hab mir das Game dank den Rezensionen hier aber doch zugelegt, vor allem weil ich ein Fan von RPGs bin wollte ich mich zumindest selbst überzeugen.
Zocke das Spiel zwar erst seit 4 Stunden aber es hat mich bereits in seinen Bann gezocken.
Ja es stimmt, es sind wirklich viele Dialoge vorhanden, aber das stört mich um ehrlich zu sein kein bisschen.
Vor allem finde ich es genial das man die Japanische Sprache auswählen kann.
Das meiste wurde ja sowieso schon geschrieben Story/Grafik ist spitze( was ich in den ersten 4 Stunden gesehen/erlebt habe).
Ich bereue es wirklich das ich mich von den ganzen Heften und Tests blenden hab lassen, verstehe es wirklich nicht wieso das Spiel teilweise so miese Wertungen bekommen hat.
Definitiv eine Perle, wer an Japano-Rpgs gefallen findet oder endlich mal wieder ein Spiel zocken möchte mit viel Tiefgang und guter Story : ZUSCHLAGEN!
Danke Amazon, ohne euch hätte ich das Spiel vielleicht nie gekauft!
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