Ich muss sagen, dass "Chessmaster - Grandmaster Edition" gerecht zu bewerten doch Schwierigkeiten bringt.
Auf der einen Seite ist es eine gute Software. Man kann damit sehr gut Schach lernen, und auch die Engine ist relativ stark, und man kann gute Analysen von Partien machen.
Auch die Datenbanken und Minispiele, die mitgeliefert sind sind ganz lustig.
Nun aber das Problem: Es ist schon EWIG so!
Das Programm, wie auch die Engine, ist im Prinzip das selbe wie bei Chessmaster 9000. Dazu kamen eine neue Verpackung, ein neuer Titel, und noch etwas mehr Werbung für den arroganten und egozentrischen Josh Waitzkin, der keine Gelegenheit auslässt, zu beschreiben, wie unglaublich stark seine Gegner doch sind, um dann voller Stolz zu zeigen, wie er sie vom Brett fegt. Dass er bei seinen philosophischen Einsichten und perfekter Spieleart noch nicht Weltmeister im Schach ist, ruft Erstaunen beim kritischen Betrachter hervor.
Allen Sarkasmus beiseite, fand Ubisoft nichts besseres, als eine neue Sektion hinzuzufügen: "The Art of Learning". Was selbstverständlich nur in Kombination mit dem Buch "The Art of Learning" (von Josh Waitzkin, ja, wer sonst), genießen kann.
Zusätzlich wird die Engine als "Ultimate Opponent" präsentiert. "Ultimativer Gegner" - Schöner Titel, Fakt ist aber dass im Internationalen Wertungssystem die Engine von Chessmaster weit hinten liegt. (Auch nicht verwunderlich, da sie seit Chessmaster 9000 wirklich kaum neue Entwicklungen erhalten hat).
Einen Stern vergebe ich dennoch, nämlich dafür, dass das Programm relativ flüssig und fehlerfrei läuft, und man damit doch sehr gut Schach lernen kann. Die oben genannten Dinge aber, und auch der Schneid, den ubisoft hat, das selbe Produkt praktisch 3 mal herauszubringen und vom Anwender jedes mal den gleichen Preis abzuverlangen, drücken die Wertung (zumindest bei mir) sehr stark nach unten.