Der "Wind of Change" blies kräftig durch die Hauptstadtstraßen, als U2 kurz nach der Wiedervereinigung nach Berlin kamen, um ihr Mega-Album "Achtung Baby" aufzunehmen. Kaum zu glauben, dass das schon zwanzig Jahre zurückliegt. "From the sky down" beschäftigt sich 86 Minuten lang mit dieser Ära und hält sich mit interessanten Anekdoten nicht zurück: Zum Beispiel, wie die vier Iren im Trabant von der Polizei angehalten wurden. Oder wie sie in den Hansa-Studios nach Inspiration suchten und als Band fast daran zerbrachen. Aber auch die Musik kommt nicht zu kurz: Der Zuschauer ist Zeuge, wie aus einer simplen Gitarrenmelodie das Lied "One" entsteht, das mittlerweile als Klassiker gilt. Aber es geht nicht nur um "Achtung Baby" sondern ebenso um die Bandanfänge; wie sie ihre "Joshua Tree"-Platte (ein weiterer Meilenstein) aufnahmen und auf dem Cover des TIME-Magazines landeten. Man erfährt, wie sich U2 auf ihre Konzerte vorbereiten oder dass bei Proben für Bono immer ein Aufnahmegerät bereit steht, falls er einen seiner genialen Einfälle bekommt. Zeichnet man die nämlich nicht sofort auf, sind sie verloren. Da die gesamte Doku in Englisch ist, sind die mehrsprachigen Untertitel sehr hilfreich. Als Bonus gibt es Ausschnitte einer Pressekonferenz, Fotos und Studio-Live-Aufnahmen der Songs "So cruel", "Love is blindness" und "The fly".