Bobby Cooper (Sean Penn) ist unterwegs nach Las Vegas um Schulden zu begleichen, als in einem Wüsten-Kaff namens Superior der Kühlerschlauch seines schicken roten Oldtimer-Cabrios platzt. Nicht, dass Bobby vorher eine Art Glückssträhne gehabt hätte - genau das Gegenteil ist der Fall, wie sich sehr bald herausstellt! -, aber in Superior nimmt sein Schicksal eine dramatisch, bisweilen skurril-makabere Wende - um nicht zu sagen einige Wenden.
Als er seinen Wagen in eine Werkstatt bringt wird ihm - und den Zusehern ja auch! - schnell klar, dass die Menschen in Superior anders ticken. Besonders schräg ist nicht nur der Automechaniker Darrell (Billy Bob-Thornton), der Null Anstalten macht, sich um Bobbys Wagen zu kümmern. Auch die Leute, die er in der Bar trifft sind eine Klasse für sich. Der schräge Choleriker und Macho namens TNT (Joaquin Phoenix) wird Billy noch größere Probleme bereiten.
Eine Ausnahme scheint die schöne Grace (Jennifer Lopez) zu sein, der er auf der Straße begegnet. Da konnte noch niemand ahnen, dass sie und ihr Mann Jake (Nick Nolte) ein besonderes Geheimnis hüten - so wie eine Menge Geld. Und genau das bräuchte Bobby dringend. Doch die Sache ist komplizierter, als zunächst angenommen...
Oliver Stone hat ein bizarres, großartig bebildertes Filmkunstwerk geschaffen, das ich so einfach nicht verschubladen möchte. Ein Mittelding zwischen Roadmovie und Film Noir - in Farbtönen der Wüste Arizonas. So richtig was fürs Auge. Die sparsamen, umso unterhaltsameren Dialoge ("Sie sollten besser auf sich aufpassen!", ist d-e-r running gag in U-Turn.) runden das Erlebnis perfekt ab. Mehr wäre hier zuviel.
Ach und dabei habe ich die skurille Filmmusik noch gar nicht erwähnt! Dafür zeichnet Ennio Morricone verantwortlich. Widescreen-Movie-Impressionen fürs Ohr! Übrigens ein Anlass auch über den Kauf des Soundtracks nachzudenken.
Apicula schwärmt:
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Öde Landschaft, Skorpione, blauer Arizonahimmel, ein abgehalfterter blinder Indianer und ein rotes Cabrio, das seinen Besitzer vermittels Panne ins Kaff Superior verschlägt, wo das Schlamassel beginnt und freilich auch endet. Ein richtig makaberer Horrortrip dem man zunächst nicht ansieht, wohin er führt.