The Orb alias Dr. Paterson sind die Verbindung vom Ambient des Brian Eno und vom Dub des Lee Perry. Schon auf Ihrem Erstling "Adventues beyond the ultraworld"verbanden sie beides auf genial-witzige Art und Weise. Warum ich dennoch dieses Album dem Erstling vorziehe, liegt vor allem an dem schon legendären Beginn von "Towers of Dub". Ein mit vornehmen Englisch sprechender Mann ruft beim Empfang der BBC an. Der Portier möge bitte dem in Kürze eintreffenden Haille Sellasie mitteilen, dass ihn Marcus Garvey im "Babylon Antique" treffen möchte. Der Portier wiederholt noch einmal das ihm Aufgetragene und bekommt noch mitgeteilt, dass es sich um einen "black Gentleman" handelt. Nach einem "God bless you, good bye" beginnt eine Dub Exkursion vom Feinsten. Eine Harmonika mit extra viel Hall. Eine Basslinie im Hiphop-reggae-dancehouse-style und die immerzu bellenden Hunde. Die 40-Minuten Single "Blue Room" indes wurde auf 15 Minuten gekürzt. Natürlich fehlen die pfeifenden Züge, das blubbernde Wasser und die Delphine nicht. An anderer Stelle hört man Mitschnitte von russischer Kosmonauten, Meldungen aus dem NASA-Zentrum und immer wieder Geräusche aus der Alltagswelt. All das so witzig und kurzweilig zusammengestellt, dass man diesem Ambient-Dub-Mix unmöglich widerstehen kann. Es sei denn, man hört deutschen Tekkno und weiss nicht, dass Haille Sellasie nicht nur der Name eines Langstreckenläufers ist und Marvin Gaye "What's goin' on" gesungen hat und nicht Marcus Garvey.