Erlaubt ist, was Spaß macht, denken sich allzu oft amerikanische Filmemacher, und dazu gehört scheinbar nicht die Wahrheit.
Denn während sich im Nordatlantik die Wende im U-Boot-Krieg gegen die Engländer abzeichnete mit immer höheren Verlusten für die deutsche Marine, waren es ausgerechnet die Amerikaner, die nach Kriegseintritt lange Zeit für eine gleichbleibend hohe Erfolgsrate deutscher U-Boote sorgte.
Auf einen U-Boot-Krieg waren sie strategisch und waffentechnisch nicht vorbereitet, und so dienten die amerikanischen Frachter als leichtes Torpedofutter.
Die großen Erfolge gegen die USA , die eine neue Generation von U-Boot-Kriegshelden hervorbrachte, kam der deutschen Propaganda-Führung gerade recht, um vor der Öffentlichkeit den Tod vieler alter U-Boot-Asse und die wachsende Erfolglosigkeit im Nordatlantik zu kompensieren.
Einen Film, der die wahren Ereignisse widerspiegelt, kann man dem amerikanischen Publikum aber schwer vorsetzen. Es will coole attraktive amerikanische Helden sehen, damit man mit stolzgeschwellter Brust das Kino verlassen kann.
Der Gegner wird, egal welcher Nationalität, weniger vorteilhaft dargestellt. Er ist brutal, hinterhältig, verkrampft, humorlos und somit ziemlich uncool. Es ist das alte Spiel "Gut" gegen "Böse", das seit Jahrzehnten sooft in amerikanischen (Pro-)Kriegsfilmen thematisiert wird, wodurch sie zu Propaganda-Produkten verkommen und künstlerisch wertfrei werden. Es sind unter anderem Filme dieser Art, die den Amerikanern ein verzerrtes Selbstverständnis ihrer eigenen Nation, Geschichte und Kultur vermitteln.
So ist auch zu erklären, warum ein US- Bürger, fassungslos über die Geschehnisse des 11. September, einem Reporter sagte:" Wir tun der ganzen Welt Gutes, und das ist nun der Dank dafür!"
Was den Film angeht: "U 571" wurde von Wolfgang Petersens "Das Boot" durch einen Volltreffer versenkt.