Worum es geht?
Das Männer unter bestimmten Umständen zu bestimmten Zeiten zu extremen Maßnahmen neigten, ist allgemein bekannt. Was ist jedoch mit der nicht immer so holden Weiblichkeit?
Können auch Frauen Freude an Grausamkeiten finden, können auf die Damen sich dunklen Gelüsten hingeben, können auch Frauen den Weg nach oben über einen Leichenberg erklimmen?
Sie können. Die berüchtigsten Frauen der Weltgeschichte werden hier vorgestellt, bekannte wie Messalina, die Kaiserin an Claudius Seite, die sogenannte Bloody Mary, oder weniger bekannte, aber durchaus berüchtigte Frauen wie die Pharaonin Hatschepsut und die chinesische Herrscherin Tsü-hsi.
Soweit, so gut. Leider beschränkt der Autor sich auf eine reine Aufstellung eigentlich allseits bekannter Fakten.
Wer auf phsychologische Hintergründe gehoft hat (so wie ich), wird leider ziemlich enttäuscht. Es wäre doch deutlich interessante gewesen, einige neuste phsychologische Erkenntnisse mit einzubauen, an denen schon seit Jahren gearbeitet wird.
Auch wälzt Werner alte Vorurteile und Verunglimpfungen, die schon lange von der modernen Forschung widerlegt worden sind, wie die angeblichen Bordellbesuche von Messalina oder die blutrünstigen "Verjüngungskuren" der Gräfin Bathory.
Fazit: Da gibt's Besseres. Wer sich einlesen möchte in die Rolle der rücksichtslosen Frau in der Weltgeschichte, findet hier sicherlich ein interessantes Buch, wer jedoch Fakten mit psychologischem Hintergrund sucht, wird enttäuscht.