Voller erwartung, Freude und Neugier erwarb ich vor kurzem dieses schöne Buch. Wirklich, es ist schön! Silberprägung auf dem Umschlag, schwer und damit wertig in den Händen liegend. Bücher aus diesem Verlag sprechen ja meist eine eigene Sprache, die sich qualitativ positiv von anderen absetzt. Ich war aber erstaunt über den Druck im Inhalt. Die Schrift die reproduziert wurde hat mit dem Original nicht mehr viel gemein. So wurde aus einem Regular-Schnitt eine halbfette und: das ist Standard in diesem Buch. Enttäuscht über die Qualität der reproduzierten Schrift (Buchtitel: typographie!) - (drucktechnisch sonst sehr gut) besorgte ich mir das Original des Buches über die Bibliothek bzw. Antiquariat. Dort sieht die rotis auch wirklich nach einer rotis aus. Ich halte diese Schrift (immer noch) nicht für eine Leseschrift. Mich haben die Gedanken des Herrn Aicher interessiert, sie brachten mich aber nicht entscheidend weiter. Dann lieber, weil ergiebiger, vielseitiger und in dur (nicht in moll) geschrieben: "Wo der Buchstabe das Wort führt" von (rip) Kurt Weidemann.
Gott grüß` die Kunst!
Reinhard