Ein wirklich spannendes und zugleich leicht zu lesendes Buch, in dem deutlich wird, dass Milton H. Erickson durchaus nicht nur der "permissiv" (erlaubend) und indirekt arbeitende Therapeut war, als der er für viele Menschen bekannt wurde. Erickson war in jeder Hinsicht ein ganz großer Neuerer seiner Zeit, der zu jeder Schulmeinung der Psychotherapie/Psychiatrie eine eigene, meist gegenteilige Meinung besaß. So war er in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts sowohl wegen seiner Anwendung von Hypnose von den meisten Fachkollegen verpönt, als auch gerade wegen seines oft ausgesprochen direktiven autoritären Stils, den man sich in der Psychotherapie jener Zeit weder unter den Psychoanalytikern noch unter den Humanisten vorstellen konnte. Aber Erickson erzielte bahnbrechende Erfolge, die seinen Methoden Recht gaben. Das Buch verdeutlicht außerdem die äußerst große Vielfalt an Methoden und Ansätzen, die Erickson vereinte.