"Two and a half men" gehört sicherlich zu den besten Sitcoms, die derzeit über den Fernseher flimmern und erfreut sich in Deutschland wie in Amerika einer riesigen Fan-Gemeinde, die auch von den privaten Eskapaden des Hauptdarstellers Charlie Sheen nicht abgeschreckt werden.
Mittlerweile befinden wir uns schon im siebten Jahr zusammen mit Charlie, Alan und Jake. Eine Menge hat sich verändert, wir haben Frauen kommen und gehen sehen (Mia, Kandi, Wanda,...), haben Beerdigungen, Geburtstagsfeiern oder Hochzeiten mit Todesfolge erleben dürfen. Ein jeder Fan wird sich fragen: Was soll noch kommen?
Die 7. Staffel umfasst 22 Episoden, die sehr durchwachsen sind. Insbesondere die erste Hälfte ist stellenweise extrem unlustig und gekünstelt, dass selbst ich als Fan der ersten Stunde und schnell zu begeisternder Sitcom-Fan nur müde schmunzeln konnte. Folgen wie "Stark und durchsetzungsfähig" oder "Sabber, Lechz, Schmatz" sind zwar vereinzelt komisch, aber die Leichtigkeit und der Spaß, der die anderen Staffeln ausgemacht hat und mich immer noch voller Begeisterung die Wiederholungen auf Kabel-1 schauen lässt, fehlt häufig.
Ich denke, dass ein großes Problem die sehr präsente Figur der Chelsea ist. Charlie steht auf einmal unter dem Pantoffel und viele Witze funktionieren nicht wirklich. Generell hat man den Eindruck, dass Charlie Sheen seine Figur mit weniger Begeisterung spielt, als in den Staffel zuvor. Ganz anders ist es jedoch bei Jon Cryer, der Alan so genial gibt und verrückter ist als je zuvor, dass er seinen Schauspielkollegen locker an die Wand spielt.
Aber DANN, liebe Kundinnen und Kunden, DANN kommt die zweite Hälfte der 7. Staffel. Ich weiß nicht, ob Autoren ausgetauscht oder neu eingestellt wurden, aber die Dynamik der Serie veränderte sich schlagartig. Die Witze sind böse, die Dialoge wahnwitzig wie früher und Berta sowie Evelyn (mit neuer Synchronstimme) bekommen wieder längere Screen-Time. Stellenweise habe ich mich vor Lachen nicht wieder einkriegen können. In der Finalfolge "Das wird kein gutes Ende nehmen" war es dann sogar so "schlimm", dass mir vor lauter Lachen das Herz weh tat und ich keine Luft mehr bekam.
Wenn die Autoren so weiter machen, muss die Staffel 8 die genialste werden, die man sich vorstellen kann.