In letzter Zeit bin ich leider oft an Filme geraten, die vielversprechend klangen, dann aber doch recht flau waren! Dieser Film gehört leider auch dazu.
Der junge und attraktive Rui verliert bei einem Autounfall seine große Liebe Pedro und damit den Boden unter den Füße. Er verliert jeglichen Halt und irrt durch die Nächte ohne Ziel, hin und wieder anonymen Sex habend. Odete, eine junge Frau aus der Nachbarschaft, die sich von ihrem heißen Lover getrennt hat, auch keinen großen Sinn in ihrem Leben sieht, verliert wiederum den Bezug zur Realität, sie baut eine "fiktive" Beziehung zu dem Verstorbenen auf, die so weit geht, dass sie schein-schwanger wird. Zum Schluß nimmt sie sogar die Identität des Verstorbenen an und geht mit Rui eine Art Beziehung ein - und wie bereits erwähnt, bildet die Schluß-Szene, in der die beiden Sex haben, den Höhepunkt dieser surrealen Handlung. Der Handlungsstrang um Rui (Verlust der großen Liebe und die damit verbundene Sinn-Frage) ist für jeden noch nachvollziehbar, jedoch wurde mir die Rolle der Odete nicht ganz klar, die von der fiktiven Geliebten des verstorbenen Pedro zu Pedro selbst mutiert und die Rolle des Geliebten an Ruis Seite einnimmt.
Sehr schwerer Film, teilweise sehr surreal und mit Sicherheit nicht ein Film für den breiten Geschmack! Auch wenn die männl. Darsteller sehr attraktiv sind, rettet das den Film leider nicht vor dem Nischen-Dasein! Ein typischer Festival-Film, hochgelobt, jedoch in der Bedeutungslosigkeit versunken. Wem `s gefällt...!
2 Sterne, da die männl. Darsteller ganz nett sind und es noch wesentlich schlechtere Filme gibt!