Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Stagnation auf höchstem Niveau, 19. September 2008
Die Schweden Amon Amarth befinden sich derzeit eindeutig auf dem Zenit ihres Schaffens. Bereits das letzte Album, "With Oden On Our Side" war sehr überzeugend - "Twilight Of The Thunder God" haut in die gleiche Kerbe.
Wer die Band kennt, weiß eigentlich, was einen erwartet. Vor allem im Gesangsbereich sind die Wikinger ja eher limitiert, aber neben einigen anderen (sehr kleinen) Experimenten hat auch Johan Hegg seiner Stimme wieder ein bis zwei (ebenfalls kleine) Facetten hinzugefügt, was dem Ganzen sehr gut zu Gesicht steht.
Eine Überraschung gibt es gleich im Opener (ist auch der Titeltrack). Dieser wird neben den typischen Riffs und der einfachen, aber umso eingängigeren Melodie durch ein Solo von Children Of Bodom Gitarrist Roope Latvala veredelt, das sofort an dessen Stammband erinnert und trotzdem passt wie die Faust aufs Auge. Das Gros der restlichen Stücke ist die gewohnte, einzig und allein auf den genialen Riffs aufgebaute Death Metal Kost. Daran gibt es nichts auszusetzen, immerhin ist es das, was die Band am besten kann. Trotzdem (oder gerade deshalb) horcht man - wie bei jeder bisherigen Platte - doch das eine oder andere Mal ganz besonders auf. So bei "Guardians Of Asgaard" und "The Hero", die dank ihrer einfachen Mitgröl-Parts an "Pursuit Of The Vikings" erinnern und live ähnlich abgehen dürften wie dieser Klassiker. Hervorragend sind auch die Tracks "Varyags Of Miklagaard" (extrem guter Gesang, perfektes Maintheme und Mainriff) und "Tattered Banners And Bloody Flags" (eher getragenes, hymnisches Midtempo, ebenfalls mit tollem Gesang).
Besonders hervorzuheben sind die letzten beiden Songs. In "Live For The Kill" werden die Schweden wieder aus ihrem Nachbarland Finnland unterstützt. Die Cello-Metaller Apocalyptica geben sich die Ehre und sorgen im Mittelteil des Liedes für Gänsehaut-Stimmung. Der Rausschmeißer "Embrace Of The Endless Ocean" ist nicht nur der längste Track des Albums, er ist auch eine Midtempo-Hymne, in der Keyboards (!) zum Einsatz kommen. Die wirken in diesem Fall aber keineswegs störend, sondern passen recht gut zu Amon Amarths Death Metal. Das Tasteninstrument kommt übrigens auch bei "The Hero" zum Einsatz... Soviel zur Weiterentwicklung im Hause Amon Amarth...
Alles in allem muss man sagen, dass sich - entgegen der Erwartungen vieler - das Wikinger-Thema weiterhin nicht abgenutzt hat. Die Band schafft es trotz nahezu völlig ausbleibender Weiterentwicklung nach wie vor zu begeistern - sie erinnern damit irgendwo an Motörhead und AC/DC. Auf dem neuen Album fehlt lediglich ein absoluter Überhit, wie er auf den letzten Veröffentlichungen jeweils zu finden war ("Death In Fire", "Pursuit Of The Vikings", "Cry Of The Black Birds" als Beispiele), dafür ist die Mischung diesmal sehr ausgewogen. Als einzigen Schwachpunkt kann ich "Where Is Your God?" ausmachen, das trotz Brutalo-Gesangs und Vollgas-Passagen etwas nichtssagend wirkt. Die Produktion ist ebenfalls wieder extrem gelungen, damit steht der Höchstwertung nichts im Wege.
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25 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Wikinger-Bande rumort wieder..., 12. September 2008
Das wohl am meisten erwartete Album des Jahres 2008 im Metal-Genre hat einen Namen "Twilight of the thunder god". Amon Amarth, die erfolgreichsten Vertreter des immer populäreren Viking Metals melden sich Mitte September mit einer neuen Langrille zurück und beanspruchen damit ein weiteres Mal den Thron ihres Genres. Und das sollte ihnen auch gelingen, denn nachdem ich mir die Promo-Version der neuen Platte angehört habe, war ich wirklich begeistert.
Vom Midtempo haben die Herren anscheinend wirklich genug, denn auf dieser Scheibe gibt es wieder anständig Metal mitten auf die Zwölf. Als eine der erfolgreichsten Metal-Bands der letzten Jahre bieten Amon Amarth nach dem schon wirklich überzeugenden Vorgänger "With oden on our side" ein weiteres Highlight in ihrem genialen Backkatalog.
"Twilight of the thunder god" ist beinharter Metal, wie er im Buche steht. Hier wird nicht lange gefrickelt, sondern einfach drauflos gespielt und das funktioniert einfach wunderbar. Doch während sich andere Bands in belanglosen und sperrigen Melodien, die überhaupt nicht ins Ohr gehen, schaffen es die Jungs von Amon Amarth als eine von wenigen Gruppen aus diesem Genre ihren Songs immer eine gewisse Eingängigkeit mitzugeben, was der Musik wirklich gut tut und sie somit auch viel leichter zugänglich wird.
"Twilight of the thunder" god besteht aus 10 Songs und kommt mit einem genialen, epischen Cover, das die Vorgänger noch um Längen übertrifft. Das Artwork ist wirklich schön gestaltet und lässt keine weiteren Wünsche offen. Doch kommen wir nun zum wirklich Wichtigen, der Musik:
Das Album beginnt gleich mit dem Titeltrack. Ein Song, der nicht lange auf sich warten lässt, sondern gleich mit dem Hammer auf den Tisch schlägt. Ein schneller Einstieg ins Album, keine unnötigen Intros oder Zwischenspielereien. Besser hätten es Amon Amarth gar nicht treffen können, denn dieser Titel ist wahrscheinlich gleich der beste der gesamten Platte. Ein schneller, extrem eingängiger Riff trifft auf höllische Vocals und Amon Amarth erzählen uns die Geschichte des Donner-Königs. Der Song wird vor allem durch den über allem thronenden Double-Bass getragen. Ein wahrer Brecher vor dem Herrn!
10/10
Weiter geht es mit "Free will sacrifice". Der Song kommt mir persönlich noch härter vor, als noch der Opener. Ein guter Song, der wieder gleich nach vorne prescht, ohne Rücksicht auf Verluste. Netter Riff, der ein wenig an die "Versus the world"-Scheibe erinnert, aber keineswegs kopiert wirkt. Der Titeltrack gefällt mir zwar besser, aber auch "Free will sacrifice" ist ein durchwegs überzeugender Song.
8/10
"Guardians of Asgaard" beginnt mit einer genialen Gitarren-Melodie, die aber dann auch wieder nach kurzer Zeit in ein Riff-Gewitter der besten Manier übergeht. Der Refrain gibt nicht viel her, sondern ist eher als Mitgröhl-Passage geeignet. Der Riff zum Schluss des Titels, ist einer der besten, den Amon Amarth je auf Silbereisen gepresst haben und alleine deswegen verdient "Guardians of Asgaard" schon eine gute Bewertung.
9/10
Mit "Where is your god?" geht es weiter und zum ersten Mal lehne ich mich leicht enttäuscht zurück, denn dieser Titel bleibt mir einfach nicht in den Gehörgängen. Auch wenn die textliche Umsetzung an sich nicht schlecht ist, klingt mir der Song einfach zu austauschbar, zu sperrig. Die instrumentale Seite leistet zwar wieder hervorragende Arbeit, doch trotz allem kann ich mich nicht wirklich mit dem Track anfreunden.
4/10
Mit "Varyags of Miklagaard" kommt der erste traditionelle Song der Platte. Vermeintlich. Denn hier wird nicht in skandinavischer Sprache gemetalt, sondern wiederum auf Englisch. Der Riff geht wiederum unter die Haut und der Song wirkt nach dem schwächlichen "Where is your god?" sehr gut. Die Produktion kommt wieder sehr druckvoll aus den Boxen und schon wieder (total überraschend für mich) weiß die zwar sperrige, aber total gute Melodie zu überzeugen.
8/10
"Tattered banners and bloody flags" stellt dann die erste wirkliche Heroen-Hymne dieser Platte dar. Textlich natürlich sehr blutig, kommt dieser Track total majestätisch und episch herüber. Der Riff im Mittelteil zeigt, wie vielseitig Amon Amarth sein können.
8/10
"No fear for the setting sun" reißt dann die Handbremse aus der Verankerung. Die Double-Bass knackt und Fronter Johan Hegg schreit sich die Kehle aus dem Leib. An Melodie wird hier nicht gedacht, hier wird einfach drauf los geknüppelt. Bei diesem Track handelt es sich wahrscheinlich um den härtesten und gleichzeitig schnellsten Song des gesamten Albums. Schwer zugängig und für mich leider ein wenig zu sperrig!
6/10
"The hero" lässt dann wieder die epische Seite der Metaller aufblitzen. Dieser Song hat es mir total angetan. Die Melodie geht sofort ins Ohr und man will am liebsten gleich mit Johan mitgröhlen. Unterlegt wird der Song von einem hervorragenden Rhythmus und einem tollen Text. Besser hätte man das Ganze gar nicht umsetzen können!
10/10
Mit "Live for the kill" geht es weiter. Amon Amarth beweisen erneut, dass ihnen die Mischung zwischen harten und extrem harten Tracks wirklich gut gelungen ist, denn Weichspüler-Rock gibt es auf keiner Platte der Band. Auch hier wird wieder Vollgas gegeben. Ein typischer Amarth-Track, der aber nie eine gewisse Eingängigkeit vermissen lässt.
8/10
Den Abschluss der CD bildet dann das geniale "Embrace of the endless ocean". Ein Titel, der zum ersten Mal ein wenig an Tempo wegnimmt und den Hörer in eine fantastische Welt mitnimmt. Eine Götter-Melodie untermalt die Growls und mit diesem Song ist Amon Amarth einer der besten ihrer bisherigen Karriere gelungen. Man kann es gar nicht richtig beschreiben. Hier passt einfach alles! Genug Härte, genug Melodie, eine epische Grundstimmung! Ein perfekter Abschluss...
10/10
Was will man mehr? Wie man sieht ist "Twilight of the thunder god" ein wirklich sehr gutes Album geworden, das nur ein bis zwei schlechtere Songs enthält. Deswegen ziehe auch einen Stern ab. Ansonsten handelt es sich hierbei um das wahrscheinlich beste Album der gesamten Diskographie von Amon Amarth. Ein Meisterstück, das sich jeder Fan unbedingt zulegen muss, da gibt es einfach keine Ausreden...
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Amon Amarth in gewohnt genialer Form, 23. September 2008
Das neue Album schließt einfach perfekt an die bisherigen Alben der Band an und legt teilweise sogar noch an Härte und heroischem Viking-Metal zu. Von Anfang an hat es mir zu 100% gefallen und daran ist nicht zuletzt der Opener "Twilight of the Thunder God" schuld... ein unglaublich kraftvoller Song, der in seinem Refrain und seiner Melodie einfach überzeugt und kaum besser sein könnte. Mein persönliches Lieblingslied dieses Albums ist allerdings "Tattered Banners and Bloody Flags", da es einfach keine Wünsche offen lässt. Eingängige Melodien wechseln sich ab mit genial ausgelegten Grölattacken. Ein Fest für jedes Vikingerohr. Grölattacken bietet übrigens auch "The Hero" und "Live for the Kill" wobei Zweiteres unglaublich viel Melodie zeigt aber trotzdem den Amon Amarth typischen Charme tief in sich trägt und sogar mit einer angenehm ruhigen (und perfekt platzierten) Passage aufwartet.
Die Amon Amarth typischen Gitarren runden den Gesamteindruck des Albums zusätzlich ab und bieten gleichzeitig ein unglaublich bekanntes Element, an dem man sich festhalten kann... kein Gitarrenrefrain hat mich jemals so berührt wie dieser episch durchzogene Bombenhagel. Den gröltechnisch perfekten Gesang brauche ich garnicht erst zu erwähnen, denn da hat Amon Amarth wohl eh schon die Perfektion erreicht.
Generell kann man sagen, dass dieses Album einfach so vorbeifliegt, ein unglaubliches Wohlgefühl erzeugt und man sich nach dem Hochgenuss dieses Meisterwerks fast hilflos wünscht, dass sich noch mehr Lieder auf der CD befinden würden. Mich hat dieses Album schon jetzt geprägt und mein Rat an jeden Viking-Metaler und Amon Amarth Fan: kaufen, anhören, wohlfühlen.
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