Literweise sprudelt der Lebenssaft aus jeder ach so kleinen Wunde, sei es am Arm, Hals oder Kopf (der Brust, im Schritt etc). Fleischbrocken werden aus Körpern gebissen und gerissen, Personen aufgespießt, angeschossen, verbrannt und sogar mit einem Stein zu Tode geprügelt. Wem das noch nicht reicht, erhält zudem einige menschliche Innereien, an denen sich genährt wird, sowie die Konsequenzen einer Verwundung bei einer Hämophilie-Erkrankung anschaulich und detailfreudig aufgezeigt. Die Special Effects Jungs haben sich am Set offensichtlich so richtig ausgetobt und dabei einen verdammt guten Job abgeliefert. Angesichts des exzessivenFlüssigkeitsverbrauchs sowie den nicht-authentischen Färbungen des Blutes dürfte keiner auf die Idee kommen, das Gesehene für bare Münze zu halten, zugleich stelle ich mir das Arrangieren von multiplen Takes unter diesen Bedingungen ziemlich schwierig vor, dies wird im Audikommentar bestätigt: Zeit- und Budget-Limitierungen ließen Wiederholungen oftmals schlichtweg nicht zu schade, denn anders hätte man spezifische Sequenzen durchaus in Form von geringfügigen Veränderungen sichtbar optimieren können. Dem ungeachtet, schöpfte Regisseur Kasten, der sich hier in besserer Form als bei "All Souls Day" (2005) zeigt, die begrenzten zur Verfügung stehenden Ressourcen vorbildlich aus: Optisch ansehnlich anzusehen, generiert sich die spürbare Energie dieses wüsten Sehvergnügens aus der vordergründigen Verknüpfung von Jeremy's kompetenter Inszenierung mit diversen konvenabel eingesetzten Stilmitteln (Zeitlupe etc), der ersprießlichen Kamera- und vorantreibenden Editing-Arbeit sowie einem gelungen zusammengestellten Soundtrack, welcher vor allem Industrial-Fans zusagen sollte (u.a. steuerten "Rasputina", "Dames Violet", "Jack the Mad", "Sonya Kahn" und "The Spindles" Tracks bei).