Ein stiller, angenehm zurückhaltender Film, der alle charakteristischen Stärken des japanischen Kinos aufweist: Eine präzise Erzählstruktur, eine klare, höchst ästhetische Bildsprache und hervorragende, lobenswert unprätentiöse Schauspielleistungen. Jenseits eines hollywoodschen Spektakels à la "Last Samurai" wird hier ein wenig romantisierender, unpathetischer Blick auf den Alltag eines Samurai geworfen - ein Witwer, den Geldsorgen plagen und der im Sog der tagtäglichen Pflichten gegenüber seinem Clan und seinen Kindern zu verwahrlosen droht. Das alles wird in oft kammerspielartigen Szenen gezeigt, in der jeder Satz, jede Geste überzeugt. Besonders hervorheben muss man hier die Leistung des Hauptdarstellers, Hiroyuki Sanada, der vorher eher nicht als Charakterdarsteller auffiel. Das liebevolle Verhältnis zu seinen beiden Töchtern wird hier mit keinem Wort definiert, ist aber in jeder entsprechenden Szene höchst intensiv präsent. Wer hier auf spektakuläres Schlachtengetümmel hofft, wird enttäuscht werden. Es gibt lediglich zwei Kampfszenen, das finale Schwertduell ist allerdings in seiner Intensität und Dramaturgie kaum zu übertreffen, hier wird die Sinnlosigkeit tödlicher Gewalt auf schauspielerisch höchstem Niveau dargestellt. Dieser Film wird mit Sicherheit in der Retrospektive zu den großen unter den Samuraifilmen gezählt werden, der völlig neue Aspekte für dieses klassische Genre des japanischen Kinos aufgezeigt hat.