Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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164 von 202 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Wolf ist aus dem Sack...Zwei Stunden Liebeskummer, 26. November 2009
Seien wir ehrlich: Wer sich einen Film der Biss- Reihe anschaut, sollte keine tiefgründigen Dialoge oder Bahnbrechenden Actionszenen erwarten.
New Moon ist ein Liebesfilm für Teenager, mit leichten Fantasyelementen.
Der Erfolg bestätigt seine "all age"- Fähigkeit und lässt Kritiker verzweifeln. Natürlich gibt es bedeutungsvollere Filme, Produkte, die nicht so durchschaubar sind. Aber sollte ein Film sich seines Erfolges wegen rechtfertigen?
Nein, denn in seiner Funktion als Teenieromanze erfüllt er seinen Zweck.
In einer der ersten Einstellungen sieht man Bella im Bett liegen. Eine Ausgabe von Romeo und Julia liegt neben ihr. Ein gutes Bild, denn es drückt aus, was die Biss- Reihe von anderen Filmen unterscheidet. Die Liebe zwischen Teenagern wird hier ernst genommen und atmet den Geist alt-ehrwürdiger Liebesdramen. Die Figuren hauchen sich Dialoge entgegen, als ging es um Liebe oder Tod. Vielleicht ist es das, was so viele begeistert. Aber ebensoviele verschreckt.
Der zweite Teil der Reihe hebt sich stilistisch vom ersten Film ab. Er wirkt etwas konventioneller. Dabei hält er sich eng an die Vorlage.
Chris Weitz macht viele Dinge gut, aber auch manche nicht.
Kritikpunkt Tempo:
Der Film beginnt gut. Er lässt Bella und Edward Zeit ihre Liebe zu zeigen. Zeit die der erste Film den beiden nie gegeben hat. Nachdem Edward Bella verlässt, zieht der Regisseur richtigerweise das Tempo an. Langatmige Trauer und die vielen belanglosen Dialoge aus dem Buch zwischen Jakob und Bella bleiben weg.
Dann aber verzettelt sich der Regisseur. Zunächst wird es etwas langatmig, dann wiederum wird Volterra zu schnell abgehakt und Weitz begeht einen dramaturgischen Fehler, in dem er die aktuelle Spannungslinie unterbricht und Edward Bella gestehen darf, dass er sie belogen hat. Vollkommen deplaziert und dramaturgisch falsch. Über das seltsam geschnittene und überhastete Ende des Filmes legen wir dann lieber den Mantel des Schweigens. Das Ende selbst zieht den Film auf ein Groschenheftniveau, das er nicht verdient.
Anders (oder mehr noch) als im Buch beginnt man Jakob Edward vorzuziehen. Am Ende wirken Edward und Bella eher unsympathisch durch ihr Verhalten.
Es tut dem Film nicht gut, dass Edward die ganze Zeit spricht, als liege er in den letzten Zügen. Mag an der Synchronisation liegen.
Sehr gelungen ist die Besetzung von Aro. Mit ihm hat die Reihe endlich einen Vampir, der ansatzweise unheimlich sein kann.
Charlie Burke ist mal wieder der heimliche Held des Filmes.
Die Animationen sind unauffällig, d.h. sie sind gelungen.
New Moon bietet über zwei Stunden braven, unanstößigen Herzschmerz für alle, die sich nicht zu schade sind, sich drauf einzulassen und die gerne mal über ein paar unfreiwillig peinliche Momente hinweg schauen können.
Dann wird der Film gut unterhalten und emotional berühren. Und nichts anderes will er.
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ganz schön cheesy, 29. November 2009
Es ist ja nicht so, daß ich es nicht geahnt hätte - "New Moon" hat sich tatsächlich filmisch als hart zu knackende Nuß erwiesen. Wie sollte man auch diese hochemotionale Liebeskummerorgie in Filmbilder umsetzten?
Aber zunächst einmal die Dinge, die mir positiv aufgefallen sind. Das ist vor allem die hoffentlich in die ewigen Jagdgründe eingegangene grünlich-blaue Regenwetteroptik. Von der habe ich im ersten Teil Kopfschmerzen bekommen - man kann es mit der Autenzität auch wirklich übertreiben. Das beleuchtungstechnische Aufklaren habe ich mit einiger Freude zur Kenntnis genommen.
Ebenso die nicht mehr total bleierne Hautfarbe der Cullens. Das geht vielleicht sogar ein bißchen mit der veränderten Beleuchtungssituation einher. Mir kamen sie jedenfalls nicht mehr ganz so statuenhaft vor. Auch Jaspers Frisur à la "verschrecktes Vogelnest" hat sich inzwischen zu einer Mischung aus mißglückter Dauerwelle und explodiertem Wischmop gemildert.
Der größte Pluspunkt auf der optischen Seite ist aber wohl ganz klar Jacob - Menschenskind, muß der trainiert haben! Und als Bonus obendrauf noch der lustige Kontrast zischen diesem Mädchengesicht und diesem super Körper. Heieiei!
Im vergleich zu ihm zieht Edwards blasses Hühnerbrüstchen ganz klar den Kürzeren.
Die Story, ja, hm. Wie gesagt - wie sollte man die eigentlich in Bilder umsetzten? Wirklich nicht einfach. Einige sind ja durchaus auch gelungen (der Monatskreisel um Bella drumherum zum Beispiel), andere - na ja. Mir haben zum Beispiel die Edward-Einblendungen nebst Ermahnungen ganz und gar nicht gefallen.
Das Tempo erschien mir auch sehr ungleichmäßig. Der Beginn zog sich wie altes Kaugummi - andere Szenen wirkten geradezu abgehackt, z. B. Harry Clearwaters Tod oder auch "heirate mich" (röchel). Manches konnte man definitiv nur verstehen, wenn man das Buch kennt.
Der größte Minuspunkt ist wohl die heransgehensweise an den Stoff. "Twilight" hat mich (als Film) vor allem deshalb überzeugt, weil er ein paar Schwachpunkte des Buches gekonnt ausmerzte. "New Moon" gelingt das leider nicht. Edwards Abwesenheit ist sowohl für das Buch als auch den Film ein Problem. Und diese wirklich kitschigen Einblendungen machen es wirlich überhaupt nicht besser. Der Film bebildert einfach nur das Buch, mehr nicht. Und es gelingt ihm absolut nicht, den Teil, der das Buch so toll macht, rüberzubringen: die Emotionalität eines Liebeskummerdramas von gigantischen Ausmaßen. Schade!
Insgesammt würde ich nicht sagen, daß das ein absolut schlechter Film war - es geht aber eben doch besser. Aber vermutlich wird es das mit dem dritten Teil, der ja schon nächsten Sommer läuft, von ganz allein. Mir war dieser hier denn doch -an den entscheidenden Stellen- zu dick aufgetragen.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Durchgehetzt...., 17. Januar 2010
Ich fühlte mich richtig durch den Film gehetzt als ich das Kino verlassen habe. Muss mich den allgemeinen Meinungen anschliessen.
Angefangen hat der Film gut aber wie gesagt fühlte man sich einmal gelangweilt und dann wieder gehetzt. Irgendwie fehlte es mir am Schluss auch an Tiefe. Ich hatte das Gefühl als würde etwas fehlen.
Meiner Meinung merkt man das ein Mann Regie führte. Die Actionszenen waren anscheinend wichtiger und die absolut kitschigen Nahaufnamen der Werwölfe (die eigentlich Gestaltwandler sind). Obwohl die nackten durchtrainierten Oberkörper der "Wölfe" das wieder wett machen ;-).
Auch die Vampire kamen für mich sehr kitschig rüber, sei es vom Make up, der Frisur oder dem Kleidungsstil. Am schlimmsten fand ich Jasper und Alice. Das war im ersten Teil besser gemacht.
Die Musik passte nur teilweise zum Film fand ich, aber das ist vielleicht Geschmacksache.
Alles in allem finde ich das sich die Filmemacher etwas mehr Zeit lassen sollten und dafür mehr Qualität abliefern sollten. Auch wenn man ungeduldig ist als Zuseher, man kann sehr wohl warten.
Aber da ist wahrscheinlich das Geld machen wichtiger, Hauptsache schnell den nächsten Teil auf den Markt werfen...damit der "Vampir Hype" aufrecht erhalten bleibt. Bleibt zu hoffen das Teil 3 besser wird. Auf Teil 4 sollte man gespannt sein, wie sie das umsetzten :-)
Wenn man nicht allzu kritisch ist und begeisterter Fan ist sollte man sich den Film auf jeden Fall ansehen. Vor allem würde ich den echten Fans die Bücher empfehlen, die sind wie immer besser als der Film. Achtung unbedingt genug Zeit einplanen, man liest sie in einem Stück durch.
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