Twilight Of The Gods, das Album nach dem legänderen Hammerheart. War der Vorgänger mitunter rau und grade dadurch voller Energie, war er eher kantig, so ist der Nachfolger, Twilight Of The Gods, ganz anders. Schon der 14 minütiger Titelsong am Anfang lässt sich Zeit, mit einer cleanen Gitarre bei Windgeräuschen langsam aufzukommen und am Ende ebenso auszuklingen. Auf diesem Album herrschen verspieltere Gitarrenparts über mehrere Minuten, langsame Kompositionen und immer die Steigerung zum Pathos hin. Eigentlich fangen alle Lieder auf diese Weise an, ohne deshalb gleich zu klingen, alle steigern sich, man hört sehr viel mehr Chor als auf Hammerheart, alles ist etwas ruhiger und langsamer. Diese Ruhe ist ein zweischneidiges Schwert: einerseits ist Twilight Of The Gods noch weitaus epischer, andererseits fehlt eben jene rauhe Energie von Hammerheart oftmals. Dieser Umstand äußert sich auch in der Produktion: die cleanen Gitarren sind sauberer, oft im Vordergrund und deutlich hörbar, die verzerrten etwas nebensächlich.
Alle Lieder sind epische Kompositionen, die Atmosphäre ist sehr wichtig, kommt mir aber zu einseitig auf. Eigentlich gehen die erstem 6 Songs etwa in die selbe Richtung von Klimax, Pathos und Wikingerträumerei und sind dazu auch noch sehr gleich im Klang, selbe Instrumente, selbes Zusammenspiel, usf., nur der Rausschmeißer verzichtet auf lange Instrumentalpassagen und lebt quasi ausschließlich vom Gesang, was eienn erheblichen klanglichen Unterschied ausmacht; trotzdem pathetisch und voller Bombast.
Man sollte wie gesagt erstmal reinhören, mir ist die CD etwas zu eintönig, ansonsten ist das aber ganz großer Vikingmetal der etwas ruhigeren Art. Wenn man die Richtung des Albums mag, wird man jeden Song lieben, aber grade Fans von Moonsorrow u.Ä. könnten sich hier langweilen, auch Freunde der etwas raueren Energie.